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Was kostet eine Scheidung?

Scheidungskosten: Das sollten Sie wissen!

Bei einer Scheidung fallen Gerichts- und Anwaltskosten an. Die Höhe dieser Kosten richtet sich nach dem sogenannten Verfahrenswert, welcher bis vor der großen Familienrechts-Reform 2009 als Streitwert bezeichnet wurde. Weil es sich aber gerade bei einvernehmlichen Scheidungen nicht um einen Rechtsstreit, sondern um ein einvernehmliches Scheidungsverfahren handelt, in dessen Rahmen bereits alle möglichen Streitigkeiten zwischen den Eheleuten geklärt worden sind, ist der Begriff des Verfahrenswerts eindeutig besser gewählt.

Bei einer Ehescheidung berechnet sich der Verfahrenswert aus dem Nettoeinkommen beider Ehegatten, multipliziert mal 3 Monate.

Praxisbeispiel:
Sie und Ihr Ehemann verdienen 2.900 € netto pro Monat zusammen, so dass der Verfahrenswert für Ihr Scheidungsverfahren 8.700 € (2.900 € x 3) betrüge.

Nur ein festgelegter Bruchteil des Verfahrenswerts ist zu zahlen. Bitte beachten Sie dabei, dass sowohl das Gericht als auch der Rechtsanwalt nicht etwa den Verfahrenswert erhalten, sondern lediglich einen exakt festgesetzten Bruchteil des Verfahrenswerts. Das bedeutet, die Gerichts- und Anwaltsgebühren werden nicht willkürlich erhoben. 

Die Gebühren

Die Gerichtskosten bestimmen sich ausschließlich nach dem Gerichtskostengesetz, die Anwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Aufgrund des Verfahrenswerts kann in der jeweiligen Tabelle der beiden Gesetze zum einen die Gerichtskosten und zum anderen die Rechtsanwaltskosten abgelesen werden. Es gelten unterschiedliche Sätze für West- und Ostdeutschland.

Wenig streiten, viel Geld sparen

Außerdem spielt es eine große Rolle, in welchem Umfang der Rechtsanwalt tätig wird. Je mehr Sie schaffen selbst zu regeln, desto weniger muss der Rechtsanwalt tätig werden.

Was immer auf der Rechnung steht. Generell stehen immer zwei Posten auf der Rechnung: Einreichen des Scheidungsantrags beim Anwalt. Stellen des Scheidungsantrags in der Gerichtsverhandlung.

Expertentipp zum Kostensparen:
 Einen dritten Posten können Sie sich in der Regel – zumindest bei einer einvernehmlichen Scheidung – sparen: die Anwesenheit des Anwalts bei der Anhörung der Eheleute im Scheidungsverfahren; hierfür besteht kein Anwaltszwang. In der Regel ist für eine einvernehmliche Scheidung ohnehin nur ein Gerichtstermin erforderlich, so dass keine weiteren Kosten für eine einvernehmliche Scheidung anfallen.

Sie können jetzt gleich Ihren Gratis-Kostenvoranschlag ausfüllen, um einen Überblick über die Kosten zu erhalten, die bei Ihrer Scheidung anfallen würden.

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Kundenmeinung
zu Scheidung.de
Maria F.

Bad Vilbel

21.08.2014
Anwalt vor Ort wäre doppelt so teuer geworden. Service stimmt auch.