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Albtraum gemeinsamer Hausbau

Für viele Ehepaare ist ein gemeinsames Haus ein großer Wunsch. Da häufig das Geld fehlt, wird möglichst viel in Eigenleistung erbracht. Meist wird hierfür die gesamte gemeinsame Freizeit verwendet. Dies führt häufig dazu, dass sich alles nur noch um das gemeinsame Haus dreht. Es kann sein, dass sich die beiden Ehepartner auseinanderleben. Kommt es dann zur Scheidung, fehlt meistens das Geld, um den anderen Ehepartner für den Verlust des halben Hauses zu entschädigen, da das gesamte Vermögen im Haus verbaut worden ist.

Verkaufswert vs. Verkehrswert

Als einzige Möglichkeit verbleibt dem Ehepaar dann nur noch der Hausverkauf und die Teilung des Verkaufserlöses. Meist liegt dabei der Verkaufswert deutlich unter dem Verkehrswert, weil die Ehepartner schnellstmöglich verkaufen und keine Zeit haben, um eine bessere Marktlage abzuwarten. Beide stehen als Verlierer da, da sie sowohl ihr Eigentum verlieren als auch keinen Gewinn oder keine Entschädigung für die viele Arbeit am Eigenheim erhalten.

Expertentipp:

Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollten Sie beide daran denken, dass es auch noch ein Leben neben dem Haus gibt. Sie sollten sich immer wieder bewusst Zeit für einander nehmen und sich Zeit für gemeinsame Freunde gönnen. Vielleicht kann das helfen, dass das Haus nicht zum Mittelpunkt Ihrer Leben wird und zum Ende Ihrer Scheidung führt.

Sollte es trotz aller Anstrengungen und Bemühungen zum Ende Ihrer Ehe gekommen sein, verkaufen Sie das Haus bloß nicht überstürzt. Versuchen Sie sich lieber darauf zu einigen, dass beide vorerst im Haus verbleiben und trennen Sie die Wohnbereiche für jeden im Haus ab, bis ein vernünftiger Kaufpreis für das Haus erzielt worden ist. Auf diese Weise werden Sie zumindest für all die Zeit und Mühe, die Sie in das Haus gesteckt haben, entschädigt.

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