Zu den Checklisten

Zu den Formularen

Ausnahmefall nachehelicher Unterhalt wegen Alters

Der geschiedene Ehegatte hat auch dann Anspruch auf Unterhalt, wenn er aus Altersgründen seinen Lebensbedarf durch eigene Arbeit nicht mehr decken kann und auch nicht mehr erwartet werden kann, dass der arbeitslose Ehegatte noch einmal eine angemessene Arbeitsstelle findet.

Der arbeitslose Ehegatte ist grundsätzlich dazu verpflichtet, sich auszubilden, fortzubilden oder umschulen zu lassen, wenn er im erlernten Beruf keine Erwerbstätigkeit mehr finden kann.

Keine festen Altersgrenzen

Es gibt dabei keine festen Altersgrenzen. Es kommt dabei auf die Berufsvorbildung, die früher ausgeübte Erwerbstätigkeit, die Dauer der Arbeitsunterbrechung, Wiedereingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt, die ehelichen Verhältnisse, die Ehedauer, den Gesundheitszustand und die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse an.

Dieser Unterhaltsanspruch ist ausgeschlossen, wenn beide Ehegatten bei der Hochzeit bereits im Rentenalter waren.

Expertentipp:

Wenn Sie jahrelang in dem von Ihnen erlernten Beruf nicht tätig waren, testen Sie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch Bewerbungsschreiben.

Liegt die Arbeitsunterbrechung derart lange zurück oder wurde Ihr ursprünglich erlernter Beruf völlig verändert bzw. abgeschafft, so dass Sie aus diesem Grund keine Arbeitsstelle finden, informieren Sie sich über Auffrischungskurse, Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen sowie Praktika.

5.0 von 5 (139)

Was benötigen Sie?