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Ausnahmefall nachehelicher Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit

Der geschiedene Ehegatte kann nachehelichen Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit verlangen, wenn er keine Arbeitsstelle findet und der Grund dafür nicht Kinderbetreuung, sein Alter oder eine Krankheit ist.

Der erwerbslose Ehegatte muss sich intensiv und ernsthaft darum bemühen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Er muss beweisen, dass er sich ausreichend um eine Arbeitsstelle bemüht hat. Die bloße Meldung bei der Agentur für Arbeit reicht nicht aus. Er hat die Verpflichtung, sich fortzubilden bzw. sich umschulen zu lassen.

Expertentipp:

Falls Sie von Ihrem geschiedenen Ehegatten Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit verlangen wollen, sollten Sie sich intensiv um eine Arbeitsstelle bemühen und ihre Bemühungen auch nachweisen können. Sammeln Sie jede Stellenanzeige, auf die Sie sich bewerben, zusammen mit einer Kopie Ihrer Bewerbung.

Schalten Sie selbst Zeitungsanzeigen und bewerben Sie sich auf Anzeigen. Nehmen Sie stets alle Vorstellungstermine wahr und heben Sie die Einladungen zu den Vorstellungsterminen auf. Sie müssen auch probeweise arbeiten.

Es werden ca. 20 bis 30 Bewerbungen pro Monat auf Stellenangebote als Minimum vorgesehen. Weiterhin sollten Sie Aufzeichnungen über Telefonate anfertigen, wenn Sie bei einem potenziellen Arbeitgeber anrufen.

Sämtliche Bewerbungen und Ablehnungsschreiben müssen dem Gericht vorgelegt werden. Je mehr, desto besser. Wichtig ist, dass der Unterhaltsanspruch wegen Erwerbslosigkeit zeitlich beschränkt werden kann.

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