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Ausnahmefall nachehelicher Unterhalt wegen Krankheit

Ein geschiedener Ehegatte hat dann noch Anspruch auf Unterhalt, wenn man von ihm wegen Krankheit, Gebrechen oder Schwäche der körperlichen oder geistigen Kräfte eine Erwerbstätigkeit nicht mehr erwarten kann.

Voraussetzung ist, dass die Krankheit bereits vor Eheschließung vorlag oder während der Ehe eingetreten ist und zum Zeitpunkt der Scheidung akut wird.

Expertentipp:

Als Krankheit gelten auch Alkohol- und Tablettenabhängigkeit, Drogensucht oder Neurosen. Deshalb kommt auch in diesen teilweise selbst verschuldeten Krankheitsfällen ein nachehelicher Unterhaltsanspruch erst einmal in Betracht. Nur, wenn der kranke Ehegatte seiner Verpflichtung, sich ärztlich behandeln zu lassen und sich aktiv an der Besserung seines Gesundheitszustandes zu beteiligen, nicht nachkommt, so entfällt sein nachehelicher Unterhaltsanspruch wegen Krankheit.

Haben Sie einen Suchtkranken oder unter Neurosen leidenden Ehepartner, so fordern Sie diesen dazu auf, sich ärztlich behandeln zu lassen. Bei Weigerung sind Sie im Gegenzug nicht verpflichtet Unterhalt zu zahlen.

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