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Einkommen des Unterhaltsschuldners, das nicht auf den Unterhalt angerechnet wird

Bestimmte Teile des Einkommens können unter Umständen bei der Ermittlung unberücksichtigt bleiben.

Einkommen aus unzumutbarer Tätigkeit

Wenn ein Elternteil ein Einkommen aus einer unzumutbaren Tätigkeit bezieht, d.h. ein Elternteil arbeitet, obwohl er aufgrund bestimmter Umstände überhaupt nicht verpflichtet ist, arbeiten zu gehen, kann dieses bei der Ermittlung unberücksichtigt bleiben. Die daraus erzielten Einkünfte nennt man "Einkommen aus unzumutbarer Tätigkeit" oder juristisch ausgedrückt: "Einkommen aus überobligationsmäßiger Tätigkeit".

Weiteres nicht anrechenbares Einkommen

Ebenfalls nicht zum Einkommen des Unterhaltsschuldners gezählt werden:

  • Sozialhilfe
  • Unterhaltsvorschuss
  • Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosengeld II bei demjenigen, der Unterhalt verlangt
  • Erziehungsgeld
  • Arbeitnehmersparzulage etc.

Praxisbeispiel:

Simone Herr, Mutter eines kleinen zweijährigen Kindes, nimmt aus der Not heraus eine Erwerbstätigkeit auf, obwohl sie dies aufgrund des Alters ihres Kindes nicht müsste.

Bei besonders hohen Einkünften (über 4.800 Euro netto) wird davon ausgegangen, dass das monatliche Nettoeinkommen nicht komplett für den laufenden Unterhalt und damit die Lebensführung ausgegeben wird. Bei derart hohen Einkünften wird der über den Betrag von 4.800 Euro hinausgehende Betrag in aller Regel zur Vermögensbildung verwendet. Dieser Betrag wird dann bei der Berechnung des Unterhalts nicht mitgerechnet.

Wenn ein Einkommen aus einer Nebentätigkeit stammt, welche der Bezahlung von Schulden dient, so wird dieses Einkommen ebenfalls bei der Ermittlung nicht berücksichtigt.

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