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Fiktive Einkünfte für die Einkommensermittlung des Unterhaltsschuldners

Wenn das Einkommen des zahlungspflichtigen Elternteils zur Deckung des Mindestkindesunterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle nicht ausreicht und der zahlungspflichtige Elternteil mehr Einkommen erzielen könnte, wird dem Unterhaltsschuldner ein fiktiver Betrag angerechnet.

Eine Anrechnung wird meist dann vorgenommen, wenn ein Elternteil bewusst weniger verdient, damit er weniger Unterhalt zahlen muss. Einige zahlungspflichtige Elternteile arbeiten auch schwarz, damit sie gegenüber ihren Kindern das Einkommen nicht angeben müssen.

Auch wenn der zahlungspflichtige Elternteil arbeitslos ist und sich nicht ausreichend um eine neue Arbeitsstelle bemüht, kann es passieren, dass ihm ein Einkommen, was er erzielen könnte, als Einkommen angerechnet wird.

Expertentipp:

Um die Anrechnung fiktiver Einkünfte zu verhindern, müssen erhebliche Bemühungen unternommen werden, um eine Arbeitsstelle zu finden. Es reicht nicht aus, sich nur bei der Arbeitsagentur zu melden und zu hoffen, dass man vermittelt wird.

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