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Gibt es auch Regelungen für nichteheliche Lebensgemeinschaften in anderen Ländern?

Nichteheliche Lebensgemeinschaften gibt es im Recht auch in vielen anderen Staaten. Diese sind dort mehr oder weniger umfassend rechtlich ausgestaltet und gesellschaftlich anerkannt.

Umfangreiche gesetzliche Regelungen gibt es in Bolivien und Guatemala, auf den Philippinen oder im ehemaligen Jugoslawien.

In vielen anderen Ländern sind nur Einzelfragen gesetzlich geregelt:

  • In Schweden und Italien gibt es die Möglichkeit, die elterliche Sorge für ein gemeinsames Kind beiden Eltern, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammenleben, zu übertragen.
  • In Israel erhält das Kind in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft den Namen des Mannes.
  • In Österreich gibt es spezielle mietrechtliche Vorschriften für eine nichteheliche Lebensgemeinschaft, in der die Partner 3 Jahre zusammenleben.
  • Auch in Schweden gibt es Regelungen im Mietrecht für die nichteheliche Lebensgemeinschaft.
  • In Portugal und Israel gibt es erbrechtliche Regelungen für die nichteheliche Lebensgemeinschaft.
  • In Frankreich ist die nichteheliche Lebensgemeinschaft sowohl im Sozialrecht als auch bei verwaltungsgerichtlichen Angelegenheiten der Ehe gleichgestellt. Dort können sich nichteheliche Lebensgemeinschaften in vielen Städten registrieren und einen Konkubinatsschein (Certificat de Concubinage) ausstellen lassen. Auch die gemeinsame elterliche Sorge kann in Frankreich von den Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ausgeübt werden.
  • In Dänemark, Norwegen, Island und den Niederlande kann die nichteheliche Lebensgemeinschaft ebenfalls registriert werden.
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