Ich stecke fest!

„Mir fehlt die Luft zum Atmen, ich stecke fest“. So einen Satz hört man immer dann, wenn eine Beziehung kurz davor ist, zu zerbrechen. Gespräche sind vielleicht schon vor einiger Zeit verebbt und Sie fühlen sich von Ihrem Partner eingeengt. Das Gefühl, mit dem Kopf immer wieder gegen eine Wand zu stoßen ist zermürbend. Vielleicht ist ihnen, als würden Sie in Ihrem eigenen Kopf und Körper regelrecht feststecken. Unfähig, weitere Schritte zu gehen. Richtig wäre aber wohl zu sagen, dass Sie beide in einer nicht funktionierenden Beziehung stecken. An irgendeinem Punkt haben Sie wahrscheinlich aufgehört miteinander offen zu reden. Oder Sie haben schon von Anfang an nicht gut auf Ihr Bauchgefühl gehört. Wie dem auch sei. Sie stehen wahrscheinlich gerade vor der Frage, ob Sie Ihre Beziehung noch weiterführen, oder eine Trennung einleiten wollen. Und wohl noch zentraler, ob Sie dies überhaupt können: sich aus Ihrer festgefahrenen Beziehung befreien.

Praxisbeispiel:

Klaus steht vor Theresa und schüttelt ungläubig den Kopf. Schon wieder ist sie erst um drei Uhr nachts nach Hause gekommen, dazu betrunken. Traurig macht ihn das. Seit 4 Jahren sind die beiden zusammen. Und seit einem halben Jahr ist Theresa wie verwandelt. Sie geht viel aus und kommt nachts spät heim. Wenn Sie zu Hause ist, schweigt sie viel. Und Klaus kann sich nicht erinnern, wann beide zuletzt Sex hatten. Was er nicht weiß, ist, dass Theresa sich vollkommen eingeengt fühlt. Klaus' Eifersucht und die ständigen Kontrollanrufe gehen ihr schrecklich auf die Nerven. Aber einfach gehen, nach all der Zeit? „Ich stecke fest“, sagt sie immer wieder zu ihren besten Freundinnen.

Das Wichtigste für Sie:

  • „Ich stecke fest“ sagen Menschen, die sich in einer Beziehung befinden, aus der sie keinen Ausweg mehr finden. Dabei handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der damit beginnt, dass wir nicht ehrlich sind - weder zu uns selbst noch zu unserem Partner.
  • Wer über einen längeren Zeitraum Probleme innerhalb einer Beziehung verschweigt, wird irgendwann mit dem Gedanken aufwachen: „Hilfe! Ich stecke fest.“
  • Eine klassische „Ich stecke fest“- Situation ist, wenn Sie in einer Übergangsbeziehung gefangen sind.
  • „Ich stecke fest“ kann mit einem uralten Reaktionsmuster zu tun haben, dass wir von unseren Vorfahren aus der Steinzeit geerbt haben.
  • In manchen Fällen ist es gut, sich vom Ballast zu lösen, um Platz für neue Energie zu schaffen.

Expertentipp:

Wenn Sie Ihren Blickwinkel ändern, können Sie aus Ihrer „Ich stecke fest“- Situation auch wieder herausfinden.

Gründe für ein „Ich stecke fest!“

Selten geht eine Beziehung von heute auf morgen auseinander. In der Regel gibt es zuvor deutliche Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Meist schleichen sich ganz langsam Zweifel an der Beziehung ein, wenn die Verliebtheitsgefühle verschwunden sind. Das ist ein normaler Vorgang. Schließlich leben wir nicht mit einem perfekten Menschen zusammen. Ist die rosa Brille weg, müssen wir überlegen, ob wir den Partner genug lieben, um dessen Schrullen und Eigenheiten annehmen zu können. Sind die Gefühle stark, ist dies meist der Fall. Dann beginnt eine Beziehung, die das Potenzial hat, zu wachsen und zu dauern.

Aber vielleicht sind wir nicht immer ehrlich. Weder mit uns selbst, noch mit dem Partner. Konflikte und Probleme werden unter den Tisch gefegt und brodeln in der Magengegend weiter. Irgendwann stellt sich dann das Gefühl ein: Ich stecke fest! Ich kann nicht mehr raus!

Oft schließen wir mit uns selbst Kompromisse am Anfang einer Beziehung, aus denen wir später nicht mehr heraus finden. Wir verhalten uns, dem Partner zuliebe, auf eine bestimmte Weise und können das im Nachhinein nicht mehr korrigieren. Lassen Sie uns dies an einem Beispiel genauer ansehen.

Wie Sie in die Falle tappen

Vielleicht kennen Sie die Situation. Sie lernen ihre Schwiegereltern in Spe kennen und stellen fest: Oh du Schreck! Natürlich sagen Sie Ihrem Partner nichts davon, der Harmonie wegen. Doch leider haben Sie ab dem Zeitpunkt die Eltern Ihres Partners an der Backe. Jeden Sonntag zum Kaffee und nun spricht man vom gemeinsamen Urlaub. Ihnen stehen die Haare zu Berge, aber können Sie nun mit der Wahrheit herausrücken, nachdem Sie so lange gelogen haben? Wird Ihr Partner das verstehen?

Wie Sie sehen, gelangt man recht schnell in eine Situation, aus der es vermeintlich keinen Ausweg mehr gibt. Das obige Beispiel ist dabei beliebig austauschbar. Wir verheimlichen dem Partner etwas, weil wir beispielsweise dessen Gefühle nicht verletzen wollen.

Das Gefühl festzustecken ist dabei besonders stark, wenn Sie feststellen, dass Sie Ihren Partner gar nicht lieben. Das ist der Fall, wenn man beispielsweise in eine Übergangsbeziehung stolpert, und aus dieser nicht mehr herausfindet.

Der Übergangspartner

Wer aus einer Beziehung kommt, sollte am besten erst einmal eine Zeit alleine bleiben. Ein Rat, dem einige weder folgen können noch wollen. Deshalb stolpern viele von einer Beziehung direkt in die nächste. Das hat zur Folge, dass die alte Partnerschaft nicht gut aufgearbeitet wird. Vielleicht ist zu Beginn der neuen Beziehung noch alles super und man denkt sogar, dass man die Liebe des Lebens gefunden hat: Denn es ist alles neu und anders. Der taufrische Partner ist in uns verliebt, liest uns Wünsche von den Augen ab. Es scheint wunderbar zu klappen. Die nächste Wolke sieben.

Doch meist tauchen nach einer kurzen Flugphase die ersten dunklen Schatten auf. Man merkt, dass man den Ex-Partner vermisst. Gemeinsame Erlebnisse tauchen vor dem inneren Auge auf. Doch was tun? Man ist mit einem neuen Partner zusammen. Vielleicht haben Sie diesem sogar schon Ihre Liebe gestanden. Weil es sich genau so angefühlt hat. In ihrem Rausch. Aus diesem erwacht, stellen Sie aber fest, dass die Gefühle bei weitem nicht ausreichen für eine Beziehung. Wie sollen Sie nun beichten, dass sie gar nicht mehr wollen? Eine klassische „Ich stecke fest“-Situation. Ist hier schon das Ende des gemeinsamen Weges?

Heißt „Ich stecke fest“, dass es vorbei ist?

Wenn Sie sich eingestehen, dass Sie nicht mehr weiterwissen, kommt sicher die Frage, ob eine Trennung das Beste wäre. Hier lautet die Antwort: Es kommt ganz darauf an. Denn in vielen Fällen wirkt sich das Gefühl festzustecken auf die gesamte Beziehung aus. Und auch darauf, wie Sie diese Beziehung betrachten. Gehen wir noch einmal zurück zum Beispiel des Übergangspartners. Natürlich ist es verängstigend, wenn Sie sich vorstellen, dass Sie nach einer langen Beziehung gleich wieder in die nächste geraten sind. Aber wer sagt Ihnen denn, dass Sie diese Beziehung für immer führen müssen. Und wer sagt, dass Sie nicht mit Ihrem neuen Partner über Ihre Empfindungen sprechen können? Sie müssen nicht erzählen, dass Sie Ihren Gefühlen zweifeln. Aber Sie können beispielsweise um Zeit bitten, weil Sie die Erinnerungen an Ihren Ex-Partner überschwemmen. Damit schaffen Sie etwas Abstand und gewinnen Raum, um für sich feststellen zu können, ob Sie überhaupt bereit sind für eine neue Beziehung. In vielen Fällen tritt an dieser Stelle dann ein weiteres Phänomen zutage: Sie merken plötzlich, dass Sie Angst haben.

Stecken Sie fest, weil Sie Ihre Ängste übermannen?

Evolutionsbiologisch betrachtet kann gesagt werden, dass das Gefühl „Ich stecke fest“ einer Reaktion aus vergangenen Zeiten ähnelt. Waren unsere Vorfahren einer Gefahr ausgesetzt, wurden Prozesse in Gang gesetzt, welche drei verschiedene Reaktionen auslösten: Kampf, Flucht oder „Einfrieren“. Während die ersten beiden leicht zu erklären sind, ist das letztere, das „Einfrieren“ nicht ganz so klar. Gemeint ist damit, dass sich unsere Vorfahren tatsächlich tot gestellt haben, um Angreifern zu entkommen. Und auch wenn wir heutzutage andere Mittel haben, um mit Schwierigkeiten fertig zu werden, kann doch gesagt werden, dass die meisten Menschen entweder dazu tendieren, viel zu streiten (Kampf), Problemen aus dem Weg zu gehen (Flucht) oder eben alles „in sich hineinzufressen“ (Einfrieren).

Übertragen auf Ihre Situation können wir sagen, dass es kein wildes Tier ist, welches Sie gefährdet. Es handelt sich vielmehr um eine Situation, der Sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Aber Sie haben eine Wahl. Sie müssen nicht einfrieren und alles über sich ergehen lassen. Nehmen Sie das Steuerrad wieder in die Hand und bringen Sie die Themen, die Sie bewegen, auf den Tisch. Von dort können Sie dann auch besser entscheiden, wohin die Reise gehen soll, oder ob diese besser an Ort und Stelle endet.

Warum sich ein Abschied manchmal lohnt

Der wohl wichtigste Grund, weshalb eine Trennung in vielen Fällen lohnt, ist wohl, dass Sie damit Platz für Neues schaffen. Wer feststeckt, hat keine Energie, um sich anderen Dingen zu widmen. Wenn Sie Ihren Partner ziehen lassen und selbst einen Neuanfang wagen, lösen Sie eine innere Ohnmacht auf, was sich auch auf Ihr Gemüt insgesamt auswirken wird. Es ist wie ein Frühjahrsputz. Die seit langem angestaubte Wohnung mit all dem Gerümpel aufzuräumen, tut gut und schafft neuen Lebensgeist. Und Sie können diese Idee auch wörtlich nehmen. Falls es Ihnen schwerfallen sollte, ein Gespräch mit Ihrem Partner zu beginnen, können Sie wirklich erst einmal Ihre Wohnung aufräumen. Die damit gewonnene Energie nehmen Sie dann mit in ein Gespräch mit Ihrem Partner. Wie heißt es so schön: Wie im Innen, so im Außen.

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