Zu den Checklisten

Zu den Formularen

Können Vermögensgegenstände unter Anrechnung auf den Zugewinnausgleich übertragen werden?

Die gesetzliche Lage

Derjenige Ehegatte, der den Zugewinnausgleich fordern kann, kann gemäß § 1383 BGB verlangen, dass der andere Ehegatte ihm bestimmte Vermögensgegenstände überlässt, wenn die Vermögensübertragung dem anderen Ehegatten zumutbar ist und der fordernde Ehegatte den Vermögensgegenstand dringend benötigt. Wenn der Vermögensgegenstand vom Zugewinnausgleich des zahlenden Ehegatten auf den anderen Ehegatten übertragen wird, wird dieser auf den Zugewinnausgleich angerechnet.

 

Expertentipp:

Die Anrechnung gewisser Vermögensgegenstände auf die Ausgleichsforderung ist insbesondere dann interessant, wenn Sie als ausgleichspflichtiger Ehegatte nicht die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung haben, um Ihren Ehegatten auszuzahlen. Wenn Ihr Ehegatte dann z.B. schon immer gerne Ihren kaum benutzten Zweitwagen haben wollte, können Sie mit seinem Einverständnis ihm diesen im Gegenzug für die Anrechnung des finanziellen Werts des Pkw auf die Ausgleichsforderung überlassen.

Der Zugewinnausgleich zahlende Ehegatte kann allerdings nicht von sich aus verlangen, den anderen Ehegatten durch Übertragung von Vermögensgegenständen zu befriedigen. Der Zugewinnausgleich muss grundsätzlich in Geld geleistet werden.

5.0 von 5 (39)

Was benötigen Sie?