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Mietfreies Wohnen in der eigenen Wohnung für die Einkommensermittlung des Unterhaltsschuldners

Wenn der zahlungspflichtige Elternteil in eine eigene Wohnung zieht, in der er keine Miete zahlen muss, so wird die Differenz zwischen der für die Wohnung oder das Haus angemessenen Miete und den monatlichen Lasten für die Immobilie als Einkommen angerechnet.

Zu den Lasten zählen auch die Zinsen für einen Kredit. Die Tilgungsraten für ein Darlehen zählen nicht dazu, weil durch die Tilgung das Eigentum am Haus immer mehr in das Eigentum des Abzahlenden übergeht. Die Tilgung eines Hausdarlehens ist für den Abzahlenden eine Vermögensbildung. Diese soll nicht zu Lasten des Kindes gehen.

Lasten sind ferner die verbrauchsunabhängigen Betriebskosten (Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungskosten) sowie notwendige Rücklagen für unaufschiebbare Instandhaltungsarbeiten.

Mietfreies Wohnen im Haus eines neuen Partners ist grundsätzlich nicht anzurechnen.

Expertentipp:

In manchen Oberlandesgerichtsbezirken wird auch die Eigenheimzulage als Einkommen angesehen.

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