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Problemfall Ehevertrag

Absichten bei Unterzeichnung

Wenn junge Ehepartner am Anfang der Ehe einen Ehevertrag schließen, verzichten sie häufig auf Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich, vor allem wenn sie beide berufstätig sind und keine Kinder haben. Schließlich kann ja im Falle einer Scheidung jeder für sich selbst sorgen. Nicht selten stellen sich jedoch in einem solchen Fall späte Ehefreuden ein. Die Mutter der Kinder steigt aus ihrem Beruf aus, um sich der Kindeserziehung zu widmen, während der Ehemann weiter Karriere macht. Kommt es dann zur Scheidung, kann sich der Ehemann allerdings nicht auf den Ehevertrag berufen. Schließlich ist durch die Kinder die Grundlage für den früher erklärten Verzicht weggefallen.

Realität bei Aufhebung

Der zu Anfang der Ehe geschlossene Ehevertrag ist unwirksam geworden, da sich die diesem damals zugrunde liegenden Umstände derart geändert haben, dass zu unterstellen ist, dass die Ehepartner den Ehevertrag zu den aktuellen Lebensverhältnissen nicht geschlossen hätten.

Expertentipp:

Machen Sie deshalb in Ihrem Ehevertrag deutlich, in welcher familiären Situation Sie sich als Ehepartner zum Zeitpunkt des Ehevertrages befunden haben. Auch sollte der Vertrag eine Klausel enthalten, wonach Sie beide sich verpflichten den Vertrag anzupassen, wenn sich an den wesentlichen Grundlagen etwas in Zukunft ändern wird.

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