Die Couch gehört mir!

 
 

Dann ist Streit vorprogrammiert. Schließlich sollte nach der Scheidung grundsätzlich eine gleichmäßige Verteilung des gemeinsamen Hausrats vorgenommen werden. Nur wie, wenn jeder des Anderen Besitz verlangt? Zur Begriffsdefinition sei gesagt, dass zum Hausrat Gegenstände gehören, die im gemeinsamen Haushalt der Ehegatten genutzt werden. Darunter fallen Möbel, Geschirr, Unterhaltungselektronik, gemeinsame Wäsche, Sportgeräte und Kunstgegenstände.

Ein Hausratsgegenstand kann jetzt einem der Ehegatten alleine gehören, beiden gemeinsam oder Eigentum eines Dritten sein, z.B. Schwiegereltern, Geschwister, Patentante, o.ä...

Wenn’s gut läuft

Finden die Ehegatten über ihren Hausrat eine Einigung, erfolgt die Vereinbarung zur Hausratsteilung formlos. Dennoch ist eine schriftliche Abfassung mit Unterschrift beider Ehegatten sinnvoll. Man weiß ja nie!

Wenn’s schlecht läuft

Kommt es bei der Aufteilung des Hausrates zu keiner Einigung zwischen den Ehegatten, wird auf Antrag vom Amtsgericht (Familiengericht) eine Aufteilung des Hausrates vorgenommen. Zuständig ist üblicherweise das Amtsgericht (Familiengericht), bei dem das Scheidungsverfahren anhängig ist.

Ansonsten  mischt sich das Amtsgericht (Familiengericht) ein, in dessen Bezirk sich die gemeinsame Ehewohnung befindet.

Das Gericht verteilt die Gegenstände und versucht durch entsprechende Aufteilung, gegebenenfalls auch durch Ausgleichszahlungen, die Ehegatten „gerecht und zweckmäßig“ zu berücksichtigen.

Im Streitfall wird es aber häufig problematisch nachzuweisen, wer was angeschafft hat. Wem was gehört, ist dann oft nur schwer nachzuweisen.
Daher ist es gut, Rechnungen, Schenkungs- und Erbnachweise oder Kaufverträge aufzubewahren. Sonst geht das Lieblingsstück noch an den Ex.

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