Düsseldorfer Tabelle hat neue Unterhaltswerte ab 2016

 
 

Ab sofort wird der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder per Verordnung festgelegt. Dies ist durch die Änderung des § 1612a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) möglich gemacht worden. Nunmehr ist der Mindestunterhalt unabhängig von den jeweiligen Kinderfreibeträgen.

Diese Verordnung ist nun im Bundesgesetzblatt veröffentlich worden und gilt ab dem 1. Januar 2016. Somit stehen die neuen Unterhaltswerte für die neue Düsseldorfer Tabelle 2016 fest:

  • 335,- Euro in der ersten Altersstufe (Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs)
  • 384,- Euro in der zweiten Altersstufe (Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahrs)
  • 450,- Euro in der dritten Altersstufe (Kinder für die zeit vom dreizehnten Lebensjahr an)

Darüber hinaus sind die Unterhaltswerte für das Jahr 2017 bereits festgelegt worden:

 

  • 342,- Euro in der ersten Altersstufe (Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs)
  • 393,- Euro in der zweiten Altersstufe (Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahrs)
  • 460,- Euro in der dritten Altersstufe (Kinder für die zeit vom dreizehnten Lebensjahr an)

Diese Unterhaltswerte gelten ab dem 1. Januar 2017.

Und wer es ganz genau haben möchte, kann einen Blick in das Gesetz werfen:

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)§ 1612a Mindestunterhalt minderjähriger Kinder; Verordnungsermächtigung

(1) Ein minderjähriges Kind kann von einem Elternteil, mit dem es nicht in einem Haushalt lebt, den Unterhalt als Prozentsatz des jeweiligen Mindestunterhalts verlangen. Der Mindestunterhalt richtet sich nach dem doppelten Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes (Kinderfreibetrag) nach § 32 Abs

    1. für die Zeit bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs (erste Altersstufe) 87 Prozent,

    2. für die Zeit vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahrs (zweite Altersstufe) 100 Prozent und

    3. für die Zeit vom 13. Lebensjahr an (dritte Altersstufe) 117 Prozent

eines Zwölftels des doppelten Kinderfreibetrags.

(2) Der Prozentsatz ist auf eine Dezimalstelle zu begrenzen; jede weitere sich ergebende Dezimalstelle wird nicht berücksichtigt. Der sich bei der Berechnung des Unterhalts ergebende Betrag ist auf volle Euro aufzurunden.

(3) Der Unterhalt einer höheren Altersstufe ist ab dem Beginn des Monats maßgebend, in dem das Kind das betreffende Lebensjahr vollendet.

(4) Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat den Mindestunterhalt erstmals zum 1. Januar 2016 und dann alle zwei Jahre durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, festzulegen.

(5) (weggefallen)

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