Ehescheidung per Videokonferenz

 
 

Beim Scheidungstermin im Gericht ist gesetzlich vorgeschrieben, dass beide Ehegatten grundsätzlich persönlich erscheinen müssen. Das persönliche Erscheinen geht jetzt auch per Videoübertragung. (Amtsgericht Darmstadt Az.: 50 F 1990/13)

Ein im Gefängnis einsitzender Ehemann wollte sich nicht scheiden lassen. Die Ehefrau forcierte den Scheidungswunsch. 

Letztendlich wurde der Ehemann innerhalb der Haftanstalt per Videoübertragung vom Richter angehört. Alternativ hätte der Ehegatte aus der Haft ins Gefängnis zum Scheidungstermin überführt werden müssen. 

Das Darmstädter Amtsgericht sagte, dass diese Art des persönlichen Erscheinens vor Gericht zulässig sei. „Durch die Anhörung, auch durch die Videokonferenz, kläre sich der Sachverhalt auf, die persönliche Sichtweise beider Ehegatten können geäußert werden, und das Gericht bekomme auch einen persönlichen Eindruck von beiden Ehegatten.“   Dies sei entscheidend beim gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen Erscheinen beider Ehepartner. 

Des Weiteren könne bei einer Videoübertragung Mimik, Körpersprache und Gestik der Beteiligten beobachtet werden, was einer Situation wie in einem gerichtlichen Sitzungssaal gleichkomme.

Die Ehescheidung wurde ausgesprochen. 

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