Intime und erotische Fotos nach der Trennung

 
 

Bei einer Trennung und Scheidung wird vieles auseinander dividiert. Wer bekommt den Kühlschrank? Das Bett? Das Kaffeeservice? Den Hund? Was mit intimen und erotischen Fotos nach einer Trennung zu geschehen hat, das haben jetzt die Richter am Oberlandesgericht in Koblenz entschieden.

Danach wird unterschieden, ob es sich bei den gemeinsamen Fotos um intime und erotische Fotos handelt, oder um allgemein übliche Fotos, auf denen die Personen bekleidet in Alltags- und Urlaubssituationen dargestellt sind, wie zum Beispiel Bildaufnahmen bei Festen, Partys und Urlaub.

Bei den intimen Aufnahmen waren die Richter der Meinung, dass die Einwilligung der Frau zur Erstellung und Nutzung der Bilder zeitlich auf die Dauer der Beziehung beschränkt war. Dagegen dürfe man die allgemein üblichen Fotos auf Dauer besitzen und benutzen.

Die Bilder waren digital gespeichert und noch nicht publiziert worden. Das Urteil in 2. Instanz ist nach Angaben eines Gerichtssprechers allgemeingültig. Gegen das Urteil wurde die Revision vor dem Bundesgerichtshof zugelassen.
Somit gibt es neben den Themen Kinder, Vermögensaufteilung, Unterhalt, Versorgungsausgleich jetzt auch noch das große Thema Fotos: Man muss kein Hellseher sein, dass dieses Urteil wieder viel Geld ins Portmonnaie der Anwälte spülen wird.

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