Kein Sex (vor der Ehe)

 
 

Können Sie sich vorstellen, ohne Sex zu leben? Nicht zu küssen? Für die meisten ist das unvorstellbar. Nicht aber für Menschen, die ein Keuschheitsgelübde abgelegt haben.

Keuschheit heißt: No Sex. Die Rede ist nicht von Priestern, sondern von Menschen wie Sie und ich. Die Gründe für Keuschheit vor der Ehe und ein Leben ohne Sex sind weitläufig. Mal sind es moralische Prinzipien, dann sind es religiöse Motive oder aber der Wunsch nach Glück.

Wahre Liebe kann warten. Nach diesem Grundsatz l(i)eben Verfechter von Keuschheit. Sie wehren sich gegen Zärtlichkeiten und physische Leidenschaft.  Sex ist einerseits tabu, andererseits etwas Besonderes und Erfüllendes. Etwas, das man mit dem Geliebten verbindet. Einem Geliebten, der gar keiner ist, weil man ja nicht miteinander schläft.

Was also soll das, sich keusch zu verhalten? Streng gesehen ist Keuschheit (keusch aus dem lat. conscius, „bewusst“) ein ethisches Konzept der Mäßigung im Umgang mit Sexualität. Schon im VI. Gebot des Alten Testamentes heißt es: "Du sollst nicht die Ehe brechen.“ (Ex 20,14; Dtn 5,18)

Klingt einerseits wahr, andererseits aber auch angestaubt und antiquiert. Schließlich haben alle Sex, weil alle drüber reden. Im Stammtisch, im Fernsehen, in der Zeitung, unter Frauen, unter Männern, in der Sauna oder am FFK-See: Sex ist nichts Privates mehr. Mittlerweile brüstet sich jeder x-beliebige damit, wie oft er es so treibt. Da werden Swingerparties oder außergewöhnliche Sexpraktiken in noch außergewöhnlicheren Orten zum Thema der Nation. Und plötzlich kommt dann jemand, der sich gegen Sex entscheidet. Wie bitte?

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