Lieber Auftragskiller als Scheidung

 
 

Bis das der Tod uns scheidet. Die 21-jährige US-Amerikanerin Julia Merfeld aus Michigan nahm diesen Satz wörtlich und wollte ihre Scheidung nicht von einem Anwalt, sondern von einem Auftragskiller durchführen lassen. Zum großen Glück für ihren Ehemann wurde der Auftrag aber nicht von einem eiskalten Killer, sondern von einem Undercover-Polizisten durchgeführt. Das Gespräch wurde dabei komplett von einer Polizeikamera gefilmt.

Die Frau wollte eine komplizierte und zeitraubende Scheidung vermeiden und entschied sich für den vermeintlich einfacheren Weg. Sie wollte ihren Mann lieber töten lassen, als sich von ihm zu trennen und ihm, auf ganz klassische und weniger endgültige Weise, das Herz zu brechen.  Laut einem Bericht der britischen Zeitung „Daily Mail“ sagte sie, dass es ihr einfacher erschien, ihren Mann zu töten, als sich von ihm scheiden zu lassen. Welche komplizierten und unschönen Folgen ein Gerichtsverfahren für sie haben würde, darüber hatte sich die Mutter von zwei Kindern anscheinend keine Gedanken gemacht.

Der Zustand ihrer Ehe rechtfertigte dabei eigentlich nicht solche radikalen Maßnahmen: „Manchmal streiten wir, aber es ist nicht so, als würden wir uns nicht verstehen“ sagte sie dazu. Dafür dürften materielle Gründe eine wichtige Rolle gespielt hatten, denn die Tat sollte ihr nicht nur die Eheprobleme vom Hals schaffen, sondern sich auch finanziell lohnen.

Ihr Plan: 400.000 Dollar aus einer Lebensversicherung einstreichen und davon die 50.000 für ihren Auftragskiller bezahlen. Glücklicherweise hatte sie bei der Wahl ihres Erfüllungsgehilfen ein schlechtes Händchen. Dabei handelte es sich nämlich um einen undercover tätigen Polizisten. Die Polizei wurde auf Merfeld aufmerksam, nachdem ein, zunächst von ihr angeheuerter Kollege, sich den Beamten anvertraut hatte.

Nichts ahnend und selig lächelnd verhandelte die junge Frau mit dem vermeintlichen Killer über den Zeitpunkt (am besten an einem Donnerstag), den Ort (nicht in der Wohnung, um Unordnung zu vermeiden) und die Art (Kopfschuss) des gewünschten Mordes. Um nachher besser die trauernde Ehefrau spielen zu können, wollte sie den genauen Zeitpunkt des Todes aber nicht erfahren.

Der Frau droht jetzt wegen Anstiftung zum Mord lebenslange Haft, mindestens aber 6 Jahre Gefängnis.

Bevor Sie zu solchen Methoden greifen, empfehlen wir Ihnen, sich erst mal über das Thema Scheidung zu informieren. Sie ist günstiger und einfacher als gedacht. Und immer besser als ein Mord.

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