Mega - Scheidung in Großbritannien

 
 

Jetzt gibt es die wohl teuerste Scheidung in Großbritannien. Der ganze Scheidungsmarkt wird profitieren: Anwälte sowieso, Steuerberater und Unternehmensschätzer. Chris Hohn und seine Frau Jamie Cooper-Hohn lassen sich scheiden. Es geht um eine Milliarde Pfund. Da lohnt es sich doch zu kämpfen, jeder Prozentsatz macht 10.000.000 Pfund aus.

Dass beide sich nicht entscheiden können, wie viel was wert ist, ist Usus im Scheidungsbusiness. Genau darum geht es immer, ums Geld, nur ums Geld. Ach ja, Sie haben noch 4 Kinder. Das ist dann wohl nebensächlich. Frau Cooper-Hohn verlangt dies und das, und die Hälfte des gemeinsamen Besitzes, was in Großbritannien bei Ehescheidungen ohne Ehevertrag zumeist so entschieden wird.

Er will seiner Noch-Ehefrau aber „nur“ ein Viertel des Besitzes überlassen. Ob ein Mensch davon überhaupt Leben kann? Das zuständige Gericht hat die von einem Finanzdienstleister durchgeführten Schätzungen der Unternehmen als „hypothetisch“ bezeichnet; die Arbeit war umsonst, der Finanzdienstleister wird dennoch bezahlt werden müssen.

Uns schon drehen sich die Zahnräder des Scheidungsbusiness wieder in der gewohnten Form: Alle wollen verdienen, alle wollen dabei sein, jeder will so viel wie möglich. Und was ist mit den Kindern?

Haben die Beiden denn keinen Ehevertrag abgeschlossen? Warum wird bei Scheidungen immer um den letzten Cent gestritten, auch wenn es Millionen sind? Warum kann man nicht auch am Ende die Contenance wahren, sich zurücknehmen und zum Beispiel an die Kinder denken?

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