Namensänderung nach der Scheidung

 
 

Oftmals möchten Frauen nach einer Scheidung eine Namensänderung vornehmen. Dieser Antrag kann nach dem rechtskräftigen Gerichtsurteil der Scheidung, am Standesamt, welches das Familienbuch führt, gestellt werden. Die Namensänderung kann aber auch an dem wohnsitzentsprechendem Standesamt beantragt werden, welche es zur eben genannten Stelle weiterleitet. Neben dem Antrag muss eine Erklärung über die Gründe der Änderung abgegeben werden. Die Gebühr für den gesamten Prozess beträgt  17,00€, wobei zu bedenken ist, dass weitere Kosten entstehen können, wie z.B. durch die Beantragung eines neuen Personalausweises, etc.. Desweiteren werden beim Antrag der Personalausweis, das Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk benötigt. Gibt man diesen beim Standesamt des Wohnsitzes ab,  und das Familienbuch wurde dort nicht geführt, muss zusätzlich eine beglaubigte Abschrift eingereicht werden.

Für Frauen, in seltenen Fällen auch für Männer, gibt es verschiedene Optionen bei der Namensänderung:

  • Sie kann ihren Geburtsnamen annehmen.
  • Sie kann, falls sie vorher schon einmal verheiratet war, den Namen des vorherigen Ex-Mannes wieder annehmen.
  • Sie kann einen Doppelnamen annehmen, der entweder aus ihrem Geburtsnamen und dem Namen ihres jetzigen Ex-Mannes besteht, oder ihrem Geburtsnamen und dem ihres vorherigen Ex-Mannes. Die Reihenfolge hierbei spielt keine Rolle. Dieser Antrag betrifft jedoch nicht den Namen der Kinder aus der gescheiterten Ehe. Sie behalten weiterhin den Nachnamen des Ehegatten.

Um eine Änderung zu bewerkstelligen muss ein weiterer Antrag gestellt werden, welcher jedoch bestimmten Voraussetzungen unterliegt. Dieser Antrag kann bei Neuschließung einer Ehe gestellt werden. Es gibt nun die Möglichkeit den Nachnamen der Kinder zu dem des neuen Ehegatten ändern zu lassen. Ebenfalls ist hier ein Doppelname möglich. Voraussetzungen hierfür sind: die Einwilligung des Vaters bei gemeinsamen Sorgerecht und die, der Kinder über einem Alter von 5 Jahren.

Ohne Einwilligung des Vaters ist eine Namensänderung nur möglich, wenn das Familiengericht diese durch ihr Urteil ersetzt. Das ist jedoch nur durchführbar, wenn es zum Wohle des Kindes erforderlich scheint.

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