Scheidungsgrund Facebook

 
 

Nirgends sonst ist es so leicht, mit dem Exfreund oder der Jugendliebe in Kontakt zu treten. In wenigen Sekunden ist der "Gefällt mir"-Knopf unter dem Foto des begehrten Objekts der Begierde gedrückt, über die Chat-Funktion können leicht intime Nachrichten ausgetauscht werden. Mit 66% liegt Facebook als ergiebigste Quelle klar vor MySpace (15%) oder Twitter (5%).

Der Partner geht fremd

Laut Studie finden immer mehr Ehepartner im Facebook den Beweis, dass sie hintergangen werden. In Form von anzüglichen Fotos beispielsweise. Oder zweideutigen Nachrichten. Eigentlich ist man(n) selbst schuld: Wer sein Leben in sozialen Netzwerken offen legt, braucht sich nicht wundern, dass er damit ganz schnell auffliegt. Egal, ob man lustig mit alten Liebschaften anbandelt oder sich mit aufregenden Flirts bei Laune hält, während der Partner im Bett süß schlummert: Irgendwann kommt es raus. Dann hat sich’s ausgeschlummert. Zumindest für den Gehörnten!

Böses Erwachen

Auch in Großbritannien hat der Facebook-Boom ernste Folgen. Immer mehr Paare lassen sich scheiden, weil einer von beiden einen exzessiven Flirt des anderen auf einer privaten Interaktionsplattform aufgedeckt hat. Noch gefährlicher sind allerdings alte Liebschaften. Da sind Eifersuchtsattacken vorprogrammiert. Das Ehe-Aus steht vor der Tür. Und zwar in der realen Welt. Mit einem Herunterfahren ist es diesmal nicht getan. Die Affäre steht und damit Basta!

Der Boom von Online-Netzwerken treibt die Scheidungsrate in die Höhe. Anwälte hätten demnach deutlich mehr Aufträge von Eheleuten erhalten, die auf solchen Internetseiten eine Affäre ihres Partners aufgedeckt haben. Wiederkehr zwecklos.

Fantasie vs. Realität

Als gängigste Ursache werden Männer und Frauen vermutet, die unangemessen über Sex chatten, mit denen sie es eigentlich nicht tun sollten. Die wachsende Beliebtheit sozialer Netzwerke und Kontaktbörsen verlockt durchgängig immer mehr Menschen, den realen Partner zu betrügen.
Gelangweilte, frustrierte oder leicht verführbare  Ehefrauen und -männer haben viele Möglichkeiten, sich ihren Reiz im Netz zu holen: man entdeckt die „alte Flamme“  wieder, macht die die erste Liebe wieder ausfindig und kontaktiert die Personen, um intime Dialoge zu führen und sich aufzugeilen.

Zwar hinterlassen geschützte Passwörter auf dem eigenen Computer keine verdächtigen Spuren, aber Passwörter sind auf dem Zentralrechner des Netzwerkes gespeichert und können von Computerspezialisten geknackt werden. Spezielle Software ermöglicht es außerdem, das gesamte Surfen im Internet zu verfolgen.

Zwar ist es verständlich, dass sich viele Nutzer ein Fantasieleben kreieren, um ihrem Alltag zu entrinnen. Das Problem scheint aber dann nicht Facebook zu sein, sondern der Verlust der Liebe in der Ehe.

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