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Scheidungskosten nicht mehr steuerlich absetzbar?

 
 

Die Scheidungskosten sollen sich nicht mehr grundsätzlich steuerlich absetzbar lassen. Private Rechtsstreitigkeiten sollen nicht mehr steuerlich berücksichtigt werden können. Darunter fallen auch die Anwaltshonorare und die Gerichtskosten, die nicht mehr in den Formularen der Finanzbehörden als außergewöhnliche Belastung eingetragen werden können.

Als außergewöhnliche Belastung sollen die Finanzbehörden nur noch Prozesskosten anerkennen, wenn durch den Rechtsstreit die Existenz des Steuerzahlers betroffen wäre. Was darunter fallen soll, ist nicht klargestellt. So könnten zum Beispiel Streitigkeiten hinsichtlich des Umgangsrechts zwischen Eltern und Kindern darunter fallen, oder auch Vaterschafts-Prozesse.

Da die Situation nicht eindeutig ist, wird schon bald mit den ersten Musterprozessen gerechnet.

Was ist zu tun? Geschiedenen sollten auch weiterhin die unmittelbaren Anwaltskosten und Gerichtsgebühren als außergewöhnliche Belastung in ihren Steuererklärungen für das Jahr 2013 angeben. Sollte das Finanzamt den Posten einfach wegstreichen, kann der Steuerzahler Einspruch dagegen einlegen. Es empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Steuerberater.

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