Scheidungskrieg im Vatikan

 
 

Scheidung, Sex und Rock 'n Roll. Ganz so sieht die Realität nicht aus in der zweiwöchigen Synode in Rom der katholischen Kirche. Aber es kommt fast hin: Kernthemen sind Scheidung, Homosexualität und Empfängnisverhütung – Themen, bei denen die katholische Kirche schon immer polarisiert.

Über 1 Millionen Scheidungen gibt es Jahr für Jahr in Europa. Es gibt Gesetze für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und Deutschland wäre wahrscheinlich froh, wenn die Empfängnisverhütung nicht ganz so effizient funktionieren würde.

253 Teilnehmer diskutieren drei Themenkomplexe, wobei bereits die Themenstellungen unterschiedlich interpretiert wird. „Es handele sich um die entscheidende Schlacht in diesem Pontifikat“, wird ein hoher Kurienmitarbeiter zitiert. Na, denn. 

Es würde einer Revolution gleichkommen, wenn sich der Klerus in diesen für die Gemeinden existenziell wichtigen Fragen der jetzt schon gelebten Realität annähern würde. Bis dahin ist noch ein sehr weiter Weg: Im Herbst 2015 sollen in der ordentlichen Synode zu denselben Themen dann konkrete Handlungsrichtlinien ausgearbeitet werden. Erst 2016 könnte dann Papst Franziskus dazu Stellung nehmen. Er kann sich über die Meinungen der Mehrheit hinwegsetzen, er muss sich nicht an die Empfehlungen der Synode halten: Ein Szenario gemacht für eine Scheidungsschlacht innerhalb des Vatikans. Vielleicht mal wieder ein Stoff für Dan Brown als Autor und Tom Hanks als Schauspieler.

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