Schwiegermutter als Scheidungsgrund

 
 

So geschehen in Italien: Der Scheidung nach italienischem Recht muss im Normalfall eine gerichtlich festgestellte Trennung vorausgehen. Erst wenn diese gerichtlich festgehaltene Trennung zeitlich vorbei ist, kann die Scheidung beantragt werden. Auch das italienische Recht kennt die einvernehmliche sowie streitige Scheidung. Nach dem vorgeschriebenen Versöhnungsversuch wird die Ehe nach drei Jahren definitiv geschieden, auch wenn ein Ehegatte dies nicht möchte.

Doch, es geht auch anders

Was war passiert? Eine Italienerin fühlte sich von ihrer Schwiegermutter regelrecht verfolgt. Angeblich habe diese sie angehalten, besser auf ihre Linie zu achten und die Enkeltochter anders zu erziehen. Außerdem solle sie sich nicht zu sehr schminken.

Das Ende vom Lied: völlig entnervt reichte die Schwiegertochter die Scheidung ein. Schuld sei die Schwiegermutter. Sie habe die Ehe zerstört. Ihr Ehemann sei seiner Mutter trotz Auszug aus der elterlichen Wohnung nach wie vor vollständig ergeben gewesen.

Doch so einfach verlief die Scheidung dann doch nicht: Ein Gericht im mittelitalienischen Vasto gab der Scheidungsklage zwar statt, doch der Ehemann legte Berufung ein. 

Pech für den Mann

Dann wendete sich das Blatt: Das Oberste Gericht in Rom wies die Berufung ab und erkannte die dominante Schwiegermutter als Scheidungsgrund an. Der geschiedene Mann wohnt jetzt wieder bei Mama und die Ex-Frau schminkt sich so viel sie möchte.

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