Trennung: Was schützt das Kind?

 
 

Und mitten drin stehen Kinder, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht und im schlimmsten Fall zwischen den Elternteilen seelisch zerrissen werden.

Eine Trennung zieht Wut, Trauer und Enttäuschung nach sich. Besonders Kinder in der frühen Pubertät, also 9-12-Jährige, könnten in einen Loyalitätskonflikt fallen. Sie sind auf der Suche nach der eigenen Identität und daher besonders verletzlich. Sie schlagen sich entweder auf die Seite des einen oder des anderen und sind unsicher, wütend und oft auch sehr einsam.

Kinder benötigen in der Trennungsphase von Mutter und Vater Sicherheit. Damit sie nicht ins Leere fallen. Damit sie sich nicht anzweifeln, die Schuld geben oder unwert fühlen. Viele Eltern scheinen zu vergessen, dass sie ein Paar-Problem haben, kein Eltern-Problem.

Ein Kind sollte frei entscheiden dürfen, bei welchem Elternteil es nach einer Trennung der Eltern leben möchte. Ein Kleinkind kann das noch nicht, weil es die Zusammenhänge in seinen ganzen Dimensionen noch nicht begreift. Aber ein Schulkind sollte mitreden- und entscheiden dürfen.

Die Verantwortung liegt jedoch nicht beim Kind!

Vater und Mutter sollten dem Kind einen Weg zu beiden Elternteilen offen halten. Dazu gehören verbindliche Treffen genauso wie Umgangsregeln. Ein Kontaktabbruch zieht negative Folgen nach sich, für die die Kinder nicht verantwortlich gemacht werden dürfen. Das Problem: sie machen sich aber verantwortlich.

Liebevolle Gesten

Dabei reicht es schon aus, dem Kind mit kleinen Gesten Liebe und Sicherheit zu vermitteln. Sei es durch einen schönen Brief, ein kleines wohlüberlegtes Geschenk oder nur eine Umarmung, die dem Kind beweist: Ich werde geliebt. Von Mama und von Papa.

Spielen auch Sie mit dem Gedanken, sich vom Partner zu trennen und sind Kinder im Spiel, dann finden Sie hier Rat.

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