Was muss ich bei einer Scheidung beachten?

 
 

Wenn Sie sich mit dem Gedanken befassen, den Weg der Scheidung zu gehen, müssen Sie auf viele Dinge gleichzeitig achten. Easy-Divorce® hat Ihnen eine Liste mit Tipps und Ratschlägen zusammengestellt, wie Sie das Thema Scheidung am besten angehen können:

 

Keine Schlammschlacht bei Trennung und Scheidung

Lassen Sie Ihre Trennung und Scheidung nicht zur Schlammschlacht ausarten: Je mehr Sie Beide noch selber regeln können, desto weniger haben die Familienrechtsanwälte zu tun, und desto preisgünstiger wird das gesamte Scheidungsverfahren. Nicht zu streiten, konstruktiv miteinander in einer solchen Lebensphase umzugehen, spart nicht nur viel Geld, sondern steigert auch Ihre Lebensqualität jetzt und für die Zukunft.

Sie sind noch nicht sicher, die Scheidung einzureichen

Wenn Sie noch nicht sicher sind, die Scheidung einzureichen, dann kann auch eine „Trennung auf Probe“ Gewissheit bringen. Denken Sie auch an eine professionelle Eheberatung. Seien Sie auch offen für eine spätere Versöhnung. Das Leben ist nicht schwarz und weiß. Verhalten Sie sich auf jeden Fall immer so, dass Sie Ihrem Ehepartner auch später noch begegnen können. Gerade wenn Sie Kinder haben, bleiben Sie immer Mutter und Vater.

Was ich bei der Scheidung regeln muss

Welche Dinge Sie auf jeden Fall bei einer Scheidung regeln sollten: Aufteilung des Hausrats, Unterhalt für Kinder und gegebenenfalls Unterhalt für Sie selbst, Versorgungsausgleich, Vermögensausgleich, Umgang mit den Kindern, Sorgerecht, Zuteilung der Wohnung. Wenn Sie mit einigen Begriffen noch nichts anfangen können, ist das normal. Geben Sie den gesuchten Begriff einfach in der Suche ein oder schauen Sie im Glossar nach.

Scheidung grundsätzlich nur mit Trennungsjahr

Die Einreichung eines Scheidungsantrags geht nicht ohne Trennungsjahr: Sie können die Trennungszeit so gestalten, wie Sie es möchten. Vermeiden Sie auch hier Rechtsstreite. Gerichte und Anwälte kosten Geld, und Rechtsstreite im Vorfeld des Scheidungsverfahrens können schnell die Atmosphäre vergiften. Eine versöhnliche Scheidung wird erschwert oder gar unmöglich gemacht. Sie müssen sich entscheiden, wer in der bisherigen Wohnung bleibt, oder ob Sie oder Ihr Ehepartner auszieht. Sie müssen festlegen, bei wem die Kinder bleiben sollen, und wie Sie die Besuche gestalten. Eine zweite Wohnung muss möbliert werden, was Geld kostet. Sehr wichtig ist, wie viel Geld Ihnen Beiden zur Verfügung steht, um die neue Lebenssituation zu meistern.

Rechtsbeziehungen anpassen

Eine Trennung ist noch keine Scheidung: Passen Sie die Rechtsbeziehungen an die Tatsache der Trennung an. Was bedeutet dieser Satz? Ihre Ehe endet erst mit der Rechtskraft der Scheidung. Sie sollten somit die Rechtsfolgen der Ehe überprüfen, ob Sie diese noch haben wollen, vor allem während des einjährigen Trennungsjahres. Wenn Sie für den Fall des Todes nicht mehr von Ihrem Partner beerbt werden wollen, dann können Sie das durch ein Testament lösen. Falls Sie Vermögen oder Verluste nicht mehr mit dem Partner teilen wollen, dann können Sie die Wirkung der Zugewinngemeinschaft durch einen Scheidungsantrag beenden. Beachten Sie, dass eine Lebensversicherung zugunsten des anderen weder durch die Trennung noch durch die Scheidung verändert wird. Sie müssen das Bezugsrecht ändern gegenüber der Versicherungsgesellschaft, ansonsten bleibt es wie vor der Scheidung/Trennung. Sollen Bankvollmachten weiter bestehen? Wenn Sie ein gemeinsames Konto haben, wäre es nicht besser, dieses aufzulösen und ein eigenes Konto zu eröffnen? Haben Sie andere Verträge / Vereinbarungen getroffen, die Sie vielleicht jetzt ändern wollen?

Scheidung nur durch ein gerichtliches Urteil

Die Ehe kann nur durch ein gerichtliches Urteil auf Antrag eines oder beider Ehepartner geschieden werden: Sie benötigen zumindest einen Rechtsanwalt in Deutschland, Sie können sich nicht selber scheiden lassen. Sie müssen per Scheidungsantrag ein familiengerichtliches Verfahren einleiten. Sie müssen Kostenvorschüsse leisten für die Gerichtskosten und eventuell auch für die Anwaltsgebühren. Sie können gegebenenfalls Verfahrenskosten in Anspruch nehmen; dann übernimmt die Staatskasse alle Kosten und Sie müssen nichts bezahlen. Sie müssen ein Jahr getrennt gelebt haben „von Tisch und Bett“. Sie müssen den Versorgungsausgleich durch das Gericht regeln lassen. Alle anderen Scheidungsfolgen können Sie selber untereinander einvernehmlich regeln. Sie müssen grundsätzlich persönlich vor dem Familiengericht erscheinen, was bei einvernehmlichen Scheidungen ca. 10 bis 15 Minuten dauert.

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