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Tatsächliche Einkünfte für die Einkommensermittlung des Unterhaltsschuldners

Zum Einkommen zählen zunächst einmal alle tatsächlichen Einkünfte.

Tatsächliche Einkünfte sind:

  • das Einkommen als Arbeitnehmer, Angestellter oder Beamter
  • Überstunden- und Feiertagsvergütungen, Nachtarbeitsvergütungen, Prämien, Gratifikationen, Spesen, Abfindungen, Schlechtwettergeld, Kurzarbeitergeld, Konkursausfallgeld etc.
  • Weihnachtsgeld, 13. und 14. Monatsgehalt, Urlaubsgeld
  • Trinkgelder
  • Jubiläumsgaben
  • Mutterschaftsgeld
  • Übergangsgeld
  • Ortszuschläge
  • Gewinnbeteiligungen
  • Einkommen aus Schwarzarbeit
  • Provisionen, Tantiemen
  • Wert eines Firmenwagens, der auch privat genutzt wird
  • Einkommen als Selbstständiger
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Kapitaleinkünfte, insbesondere Zinsen und Dividenden; Zinsen aus Sparanlagen
  • Zinsvorteile aus dem Verkaufserlös des Familienheims
  • Zinseinkünfte aus dem Verkauf einer Immobilie
  • Pflegegeld abzüglich des Erwerbstätigenbonus
  • Blindengeld, Versorgungsrenten, Erwerbsunfähigkeitsrente, Schwerbeschädigten- und Pflegezulagen, sofern sie nicht durch Aufwendungen aufgezehrt werden
  • Renten
  • Kindergeldzuschlag
  • Einnahmen aus Beteiligungen
  • Sozialleistungen (z.B. Krankengeld, BAföG, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Arbeitslosengeld I, Unfallrente, Berufsunfähigkeitsrenten etc.
  • Steuerrückerstattungen, Steuerersparnisse, Steuervorteile aus Abschreibungen oder aus Steuerfreibeträgen; Die Steuervorteile sind dann nicht anzurechnen, wenn ihnen auf der anderen Seite Belastungen gegenüberstehen
  • Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung, soweit damit nicht Schulden abbezahlt werden
  • Sachleistungen, wie z.B. eine billige oder kostenlose Betriebswohnung, kostenloses oder verbilligtes Essen, Einkaufsvergünstigungen

Expertentipp:

Bei den tatsächlichen Einkünfte sind allerdings abzugsfähige Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und berufsbedingte Aufwendungen wie z.B. Fahrten zur Arbeitsstätte, Mehraufwendungen für doppelte Haushaltsführung, Fachliteratur, Gewerkschaftsbeiträge, Beiträge zu Berufsverbänden etc. zu berücksichtigen.

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