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Unterhaltsberechnung, wenn sich das Kind weniger als die Hälfte beim anderen Elternteil aufhält

Wenn sich das Kind zwar nicht zur Hälfte, aber deutlich als vier bis fünf Tage gemäß des Umgangsrechts beim zahlungspflichtigen Elternteil aufhält, handelt es sich nicht um das sogenannte Wechselmodell.

Der andere Elternteil muss sich dehalb zwar nicht am zu leistenden Barunterhalt für das Kind beteiligen, aber der zahlungspflichtige Elternteil darf den Barunterhalt eventuell kürzen, weil der andere Elternteil dadurch spart.

Umgangsrecht und Barunterhalt

Voraussetzung dafür ist, dass der zahlungspflichtige Elternteil das Kind mehr Tage als die üblichen vier bis fünf Tage gemäß seinem Umgangsrecht betreut. Dann könnte der Zahlungspflichtige einen aleerdings sehr kleinen Betrag für die darüber hinaus liegenden Tage abziehen. Höhere Abzüge sind hingegen möglich, sofern der zahlungspflichtige Elternteil sich noch darüber hinaus an den Betreuungskosten wie z.B. Kleidung beteiligt.

Expertentipp:

Sie können als zahlungspflichtiger Elternteil aber nur dann Betreuungskosten gegenüber Ihren Ehegatten geltend machen, wenn sie den Kauf der Kleidung für Ihr Kind vorab mit Ihrem Ehegatten abgesprochen haben und Sie sich über deren Anschaffung einig waren.

Andernfalls tätigen Sie diese Anschaffungen für Ihr Kind freiwillig und können keinen Abzug vom Unterhalt geltend machen.

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