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Wann kann ich die Vaterschaft anerkennen, wenn die Mutter noch anderweitig verheiratet ist?

Schwangerschaft in der Trennungsphase

In der Trennungsphase der Ehegatten kommt es häufiger vor, dass die getrennt lebenden Ehegatten neue Lebensgefährten haben.

Wenn eine Frau nun von ihrem Lebensgefährten schwanger wird, gilt zunächst weiterhin der verheiratete Ehemann als Vater des Kindes.

Übernahme der Vaterschaft durch den Lebensgefährten

Damit der Lebensgefährte das Kind anerkennen kann und damit auch als Vater des Kindes gilt, muss für eine Vaterschaftsanerkennung die Scheidung von einem der Ehegatten eingereicht worden sein. Daneben müssen sowohl die Kindesmutter als auch der Ehemann der Kindesmutter der Anerkennung zustimmen.

Wenn eine Zustimmung aller Beteiligter erfolgt, so ist die Vaterschaftsanerkennung nicht wirksam, solange noch die Vaterschaft eines anderen Mannes vermutet wird. Damit eine wirksame Vaterschaftsanerkennung mit allen Rechten und Pflichten vorliegt, so muss erst die Scheidung durchgeführt und das Scheidungsurteil rechtskräftig werden.

Expertentipp:

Wenn sich alle Parteien einig sind, ist es sinnvoll, so schnell wie möglich die Anerkennung der Vaterschaft – auch schon vor der Geburt des Kindes – voranzutreiben. Ab der Anerkennung ist der anerkannte Vater des Kindes verpflichtet, Unterhalt zu zahlen.

Bis zum Abschluss des Scheidungsverfahrens gilt weiterhin der Ehemann als Vater des Kindes, auch wenn er tatsächlich gar nicht der Vater des Kindes ist. In diesem Fall hat der verheiratete Ehemann alle Rechte und Pflichten des Vaters.

Wenn sich einer der Beteiligten weigert, seine Zustimmung zur Anerkennung der Vaterschaft durch einen anderen Mann zu erteilen, so kann die Vaterschaft nur im Wege des Vaterschaftsfeststellungsverfahrens angegriffen werden. Hierzu muss eine Vaterschaftsfeststellungsklage bei Gericht eingereicht werden.

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