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Was passiert, wenn sich die Eltern nicht über einen Namen einigen können?

Nach der Geburt müssen sich die Eltern, die keinen gemeinsamen Ehenamen führen, aber das gemeinsame Sorgerecht haben, innerhalb eines Monats auf einen Familiennamen für das Kind einigen.

Wenn die Eltern sich in dieser Zeit nicht einigen können, überträgt das Familiengericht das Namensbestimmungsrecht auf einen Elternteil. Zugleich setzt das Gericht eine Frist fest, in der dieser Elternteil dem Kind einen Namen gegeben haben muss.

Der Elternteil, dem die Bestimmung des Namens übertragen wurde, kann seinen eigenen Nachnamen oder den Nachnamen des anderen Elternteils als Geburtsnamen bestimmen. Der andere Elternteil muss nicht mehr zustimmen.

Wenn der Elternteil, dem die Bestimmung des Namens gerichtlich übertragen wurde, innerhalb der gesetzten Frist untätig bleibt, und keinen Namen festlegt, so erhält das Kind nach Ablauf der Frist automatisch den Namen dieses Elternteils.

Praxisbeispiel:

Matthias Wagner und Katharina Dell sind nicht verheiratet und haben vor 2 Tagen ein gemeinsames Kind bekommen. Per Sorgerechtserklärung hatten sie bereits im Vorfeld bestimmt, dass sie das gemeinsame Sorgerecht ausüben wollen. Als das Kind da ist, können sie sich nicht einigen, ob das Kind mit Nachnamen Wagner oder Dell heißen soll.

Deswegen wird Katharina Dell die Bestimmung des Familiennamens übertragen. Das Gericht setzt Katharina Dell eine Frist, dass sie den Namen innerhalb von 2 Wochen bestimmen soll. Nach zwei Wochen hat Katharina immer noch nicht mitgeteilt, ob das Kind in Zukunft Wagner oder Dell mit Nachnamen heißen soll.

Nach zwei Wochen erhält das Kind automatisch den Namen Dell, da Katharina Dell den Namen bestimmen durfte.

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