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Wie kann der Kindesname geändert werden?

Wenn ein Kind mit oder kurz nach der Geburt einen Nachnamen erhalten hat, so kann dieser Familienname in Ausnahmefällen nachträglich geändert werden.

Namensänderung durch allein sorgeberechtigten Elternteil

Wenn die Eltern nicht verheiratet sind und die Mutter das alleinige Sorgerecht hat, erhält das Kind nach der Geburt zunächst den Namen der Kindesmutter.

Die Mutter kann mit Einwilligung des Vaters und – wenn das Kind älter als 5 Jahre alt ist – auch mit Einwilligung des Kindes bestimmen, dass das Kind in Zukunft den Namen des Kindesvaters tragen soll. Wenn das Kind volljährig wird, hat der allein sorgeberechtigte Elternteil kein Recht mehr, den Namen zu bestimmen.

Namensänderung, wenn beide Eltern später das gemeinsame Sorgerecht haben

Wenn die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht verheiratet sind und nicht das gemeinsame Sorgerecht haben, so kommt es häufig vor, dass die Eltern später doch noch heiraten oder Sorgerechtserklärungen abgeben und damit das gemeinsame Sorgerecht begründen.

  • Wenn die Eltern später Sorgerechtserklärungen abgeben und das gemeinsame Sorgerecht ausüben wollen, so können sie innerhalb von 3 Monaten nach Begründung der gemeinsamen Sorge den Kindesnamen gemeinsam ändern. Auch hierbei muss das Kind zustimmen, wenn es über 5 Jahre alt ist.
  • Wenn die Eltern bei einer späteren Heirat einen gemeinsamen Ehenamen annehmen, wird dieser Name automatisch Geburtsname des Kindes.
  • Heiraten die Eltern nach der Geburt des Kindes ohne einen gemeinsamen Ehenamen anzunehmen, können sie den Geburtsnamen des Kindes gemeinsam neu bestimmen.

Anfechtung der Vaterschaft desjenigen, dessen Namen das Kind trägt

Wenn ein Kind als Geburtsnamen den Namen des Vaters erhält, bleibt der Name bestehen, auch wenn dieser tatsächlich nicht der Vater ist. Wenn die Vaterschaft angefochten wurde und sich herausstellt, dass der bisherige Vater in Wirklichkeit nicht der biologische Vater ist, erhält das Kind den Namen der Mutter, wenn der Vater oder das Kind dieses beantragen. Nach Vollendung des 5. Lebensjahres kann der Name nur noch auf Antrag des Kindes, nicht mehr durch den Scheinvater geändert werden.

Umbenennung von Stiefkindern und Scheidungshalbwaisen

Wenn die Eltern sich haben scheiden lassen, kann ein Kind unter Umständen einen neuen Namen bekommen.

Wenn der geschiedene Elternteil erneut geheiratet hat und das Kind in seinem Haushalt lebt, so kann das Kind unter Umständen seinen neuen Ehenamen annehmen. Hierfür ist das Einverständnis des anderen Elternteils erforderlich, wenn dieser das gemeinsame Sorgerecht mit innehat. Ansonsten kann darüber allein der Elternteil, der das Kind betreut, mit dem neuen Ehegatten entscheiden.

Wenn der geschiedene Elternteil wieder seinen eigenen Geburtsnamen annimmt, kann er nicht den Namen des Kindes ebenfalls in diesen Namen ändern.

Namensgebung im Fall der Adoption

Bei einer Adoption ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob die neuen Eltern verheiratet sind oder nicht.

  • Wird das Kind von einem Ehepaar mit Ehenamen angenommen, erhält es dessen Ehenamen als Geburtsnamen.
  • Nimmt ein Ehepaar, welches keinen gemeinsamen Ehenamen hat, ein Kind an, so können die Eltern bestimmen, welchen Namen das angenommene Kind tragen soll.
  • Wird das Kind von jemandem adoptiert, der nicht verheiratet ist, erhält das Kind dessen Familiennamen.
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