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Wie wird der Trennungsunterhalt berechnet?

Verschiedene Methoden zur Berechnung

Für die Berechnung des Trennungsunterhaltes gibt es mehrere Berechnungsmethoden. Die Auswahl der Berechnungsmethode hängt davon ab, wer von den Ehegatten eigenes Einkommen hat, ob dieses Einkommen auch schon vor der Trennung erzielt wurde und ob nur Arbeitseinkünfte oder auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Aktienbesitz oder selbständiger Tätigkeit etc. vorliegen.

Die Unterhaltsberechnung ist häufig so komplex, dass sie nur von einem familienrechtlichen Spezialisten durchgeführt werden sollte.

Beide Ehegatten arbeiten

Im Regelfall ist es heute so, dass beide Ehegatten arbeiten und sonst keine weiteren Einkünfte zur Verfügung stehen. Auch Arbeitslosengeld I gilt als Einkommen. Beide Ehegatten wohnen in der Regel zur Miete. Die Einkommenssituation ist nach der Trennung genauso wie vor der Trennung.

In diesem Fall wird nach Abzug aller Verbindlichkeiten die Differenz beider Einkommen errechnet. Aus diesem Differenzbetrag erhält der weniger verdienende Ehegatte einen Anteil von 3/7.

Nur ein Ehegatte arbeitet

Wenn kleine Kinder vorhanden sind oder sich die Ehepartner auf eine traditionelle Ehe geeinigt haben, geschieht es häufig, dass nur einer der Ehegatten eigenes Einkommen verdient.

Sonderregelungen

Sofern der andere Ehegatte Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Sozialhilfe bekommt, gilt dieses nicht als Einkommen. Auch hier wohnen beide Ehegatten zur Miete.

In diesem Fall sind zunächst vom Arbeitseinkommen des einen Ehegatten unter Umständen der Kindesunterhalt und die Schulden abzuziehen. Weiterhin werden pauschal für die Kosten der Arbeit 5 % als berufsbedingte Aufwendungen abgezogen. Da dem arbeitenden Ehegatten immer ein gewisser Anreiz, zu arbeiten, erhalten bleiben soll, bekommt der nicht verdienende Ehegatte nicht die Hälfte des restlichen Arbeitseinkommens. Der nicht verdienende Ehegatte bekommt 3/7 des Arbeitseinkommens des anderen Ehegatten. 1/7 des Arbeitseinkommens soll dem arbeitenden Ehegatten als sogenannter Erwerbstätigenbonus verbleiben.

Nur ein Ehegatte hat Arbeitseinkommen, der andere Ehegatte vermietet eine geerbte Eigentumswohnung.

Gelegentlich hat nur einer der Ehegatten eine Arbeitsstelle, während der andere Ehegatte sich um den Haushalt kümmert. Allerdings kann es sein, dass dieser Ehegatte seinerseits eigene Einkünfte durch Vermieten einer geerbten Wohnung, Aktienbesitz etc. hat.

Während bei Arbeitseinkommen stets 1/7 zugunsten des arbeitenden Ehegatten vom Nettoeinkommen abzuziehen ist, besteht diese Notwendigkeit bei anderen Einkünften nicht.

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