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Wie wirkt sich eigenes Einkommen des Kindes auf die Höhe des Kindergeldes aus?

Wie wirkt sich eigenes Einkommen des Kindes auf die Höhe des Kindergeldes aus?

Einkommen minderjähriger Kinder

Bei minderjährigen Kindern spielt es keine Rolle, wie viel sie verdienen. Eine Anrechnung des eigenen Einkommens auf das Kindergeld erfolgt nicht.

Einkommen volljähriger Kinder

Bei volljährigen Kindern wird nur dann Kindergeld gezahlt, wenn das Bruttoeinkommen des Kindes 8.004 € nicht überschreitet. Behinderte Kinder sind hiervon ausgenommen.

Als Einkommen für das Kindergeld gelten die Einkünfte und Bezüge des Kindes.

Expertentipp:

Allerdings sind vom Bruttoeinkommen des Kindes noch diverse Freibeträge abzuziehen, bevor geprüft wird, ob noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht, so dass das Kind tatsächlich noch mehr verdienen darf als 8.004 €.

Anrechenbare Einkünfte des Kindes

  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb, selbstständiger Tätigkeit oder aus Vermietung und Verpachtung
  • Ausbildungsvergütung sowie Einkünfte aus einer Beschäftigung oder einem Nebenjob
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Taschengeld oder Sachbezüge aufgrund eines freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahres sowie des Europäischen Freiwilligendienstes
  • Hinterbliebenenbezüge
  • Übergangsbeihilfen
  • Erwerbsminderungs- sowie Hinterbliebenenrenten und Renten (nur Ertragsanteil) der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Unterhalt des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten

Anerkannte Werbungskosten

  • Bewerbungskosten
  • Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (einfache Entfernung 0,30 € ab dem ersten Kilometer)
  • Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden
  • Reisekosten
  • Unfallkosten
  • Häusliches Arbeitszimmer
  • Doppelte Haushaltsführung
  • notwendige Arbeitsmittel (Berufskleidung, Werkzeuge, Fachbücher und -zeitschriften)
  • Fortbildungs- und Lehrgangskosten
  • sonstige Kosten im Rahmen der Tätigkeit, die vom Arbeitgeber nicht erstattet werden
  • Kontoführungsgebühren

Anrechenbare Bezüge des Kindes

  • Ausbildungsbeihilfen
  • BAföG (nur der Zuschuss, nicht der Darlehensanteil)
  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Ausbildungsgeld und Unterhaltsgeld sowie vergleichbare Leistungen
  • Eingliederungshilfe (ohne Lehrgangskosten)
  • Studienbeihilfen und Stipendien
  • Erziehungsbeihilfe nach § 27 BVG
  • Förderungsleistungen nach § 5 SVG
  • Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld (nur für die Zeit bis zur Entbindung), Verletztengeld und Rente (aus der gesetzlichen Unfallversicherung)
  • Leistungen aus freiwilligem Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienst sowie die damit verbundenen Ausfall- und Sonderentschädigungen
  • Arbeitnehmer-Sparzulage
  • steuerfreie Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge
  • Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
  • Arbeitslosengeld II
  • steuerfreie Veräußerungsgewinne (Betriebs- bzw. Anteilsveräußerung)
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