Nach dem Ende kommt der Neuanfang

 
 

Spanien, der amtierende Weltmeister hat die Vorrunde nicht überstanden. Nach der hohen Niederlage gegen die Niederlande folgte die zweite Niederlage gegen aggressive Chilenen.

Es passte einfach alles nicht mehr. Nichts ging mehr. Rien n’allait plus.

Das war ein Offenbarungseid, das war das Ende -zumindest in dieser Form- einer großen Mannschaft. Jetzt kommt die Trennung.

Zwei Lager die sich nicht grün sind

Es ist offensichtlich, dass der spanische Nationaltrainer vor allem ein großer Mediator sein muss. Während der gesamten Saison gibt es von den zwei großen Clubs -Barcelona und Real Madrid- immer wieder unschöne Attacken gegeneinander. Das hat schon Tradition. Und dann muss man als Nationalspieler auf einmal so tun, als ob nichts gewesen wäre und sich prima verstehen? Das ist die letzten Jahre gut gegangen, sehr gut gegangen. Die Spanier haben alle Titel abgeräumt, die es zu gewinnen gab. Nur diesmal hat es nicht mehr funktioniert. Die Luft war raus, der Spaß war nicht mehr ersichtlich, die Mannschaftsteile haben sich nicht mehr verstanden, nicht mehr blind verstanden auf und wahrscheinlich auch neben dem Platz.

Trennung und Neustart

Im Fußball läuft es ein wenig anders als in einer Partnerschaft. Läuft es mal nicht so gut in der Beziehung, kann man sich wieder zusammenraufen, kann die Freude wieder finden. Beim Fußball spielt das Alter eine Rolle, mit Mitte dreißig ist der Zenit zumeist überschritten, jüngere Spieler drängen nach. Der Trainer wird gewechselt, es wird eine neue Mannschaft aufgebaut, die das Land repräsentieren soll. Es ist wie ein Perpetuum Mobile, nach einem Hoch kommt ein Tief, und dann wieder ein Hoch und so fort. Das kann unendlich gehen. Ist es nicht so ähnlich in einer Partnerschaft? Immer eitel Sonnenschein gibt es nicht. Aber auch Tiefs und Täler können immer mal wieder sich auftun, damit sie überschritten werden. Nur hineinfallen sollte man nicht. Wir können uns selber trainieren für eine gute Beziehung. Wenn wir es nicht schaffen, oder meinen, wir bräuchten Hilfe von außen, dann gibt es Eheberater und Therapeuten, die uns helfen können, wenn wir unvoreingenommen deren Hilfe und Ratschläge annehmen. Wir müssen uns auch nicht selber alle 10 Jahre auswechseln, wie die Fußballspieler. Wir müssen nur gemeinsam weitergehen im Leben, am besten in dieselbe Richtung. Dann kann das vermeintliche Ende einer Mannschaft, das vermeintliche Ende einer Partnerschaft ein wundervoller Neustart werden. Bei Spanien wird das bestimmt funktionieren. Warum nicht auch bei vielen Paaren?

Fehler in der Beziehung macht jeder

Fehler zu machen gehört zum Leben, gehört auch zu einer Partnerschaft, zu einer Ehe. Es werden viele Fehler gemacht während eines ganzen Lebens. Als Kind gibt es immer noch bestenfalls die Eltern, die für die eigenen Fehler geradestehen. Als Erwachsener ist man für seine Mißgriffe, Fauxpas und Dummheiten selbst verantwortlich. Man ist der Torwart in der Mannschaft. Keiner steht hinter einem, die volle Wucht der Auswirkungen des Fehlers kommt auf einen zu. Fehler zu machen ist menschlich, es kommt darauf an, wie man damit umgeht.

Wie man mit Fehlern in der Partnerschaft umgeht

Die Russische Mannschaft hat Ihrem Torwart keinen Vorwurf gemacht, zumindest war keiner offensichtlich. Vielleicht haben alle Protagonisten das intern in der Kabine und später im Hotel aufgearbeitet. Auch in einer Beziehung werden Fehler gemacht, kleine, große und angeblich auch unverzeihliche. Wenn die (Ehe-)Partner einen Modus Vivendi finden, sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen, dann besteht die Chance auf eine lange und glückliche Partnerschaft. Diese Art des Umgang mit Unzulänglichkeiten ist jedoch kein Freibrief, immer wieder die selben Verhaltensmuster an den Tag legen zu dürfen. Aus Fehlern muss man lernen, muss versuchen, diese abzustellen. Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Wer als Torwart Schwächen im Fangen des Balls innerhalb des 5-Meter Raumes vor dem Tor hat, der wir hart trainieren müssen, diese sukzessive abzustellen.

Wenn immer wieder dieselben Fehler gemacht werden, und Sie keine Besserung erkennen, dann gewinnen Sie jetzt einfach Ihre Online-Scheidung!

 

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