Reden wir mal Tacheles!

 
 

So, liebe Damen, heute ist unser Tag! Worauf sollte Frau denn sonst warten, wenn nicht auf den Weltfrauentag, um mal gepflegt eine Ansage zu machen!? Nehmen wir uns heute erst recht zu Recht das Recht heraus, unseren Männern zu sagen, was Sache ist.

Jungs, wenn ihr wollt, dass das mit uns klappt, müsst ihr auch was dafür tun – und zwar nicht irgendwas, was euch so gerade im Kopf herumschwirrt, sondern am besten das, was wir uns ausmalen. Das klingt recht diktatorisch, aber sind wir mal ehrlich: Ist deine Frau glücklich, bist du auch glücklich. Wenn du aber allein strahlend durch die Weltgeschichte hopst, ist deine Frau äußerst misstrauisch. Und genau dann siehst du dich mit dem bösen, bösen Satz des Schreckens konfrontiert: „Schatz, ich finde, wir müssen reden.“

Aber genau diese Situation kann Mann verhindern. Zugegebenermaßen nicht immer – tut uns leid, das liegt in unserer Natur – aber manchmal. Das fängt bereits mit den alltäglichen Dingen im Haushalt an. Warum seid ihr so davon überzeugt, geholfen zu haben, wenn ihr euer Geschirr neben die Spülmaschine stellt? Es wird IN ihr sauber, nicht daneben! Das Gleiche gilt für Wäsche. Ja, auch dieses leidige Thema erfreut sich bedauerlicherweise nerviger Aktualität. Aber Fakt ist, sie gehört in den Korb oder am besten gleich in die Maschine.

Über Humor, Spontanität, Hygiene und Treue brauchen wir ja gar nicht reden, denn diese Selbstverständlichkeiten sind einfach Grundvoraussetzung auf beiden Seiten. Aber ist euch eigentlich klar, dass verletzende Äußerungen, Chaos, übertriebene Eitelkeit und Klammern den Bogen ein bisschen überspannen? Extreme Dinge laufen oft Gefahr, negativ zu enden.

Kleinigkeiten summieren sich zum Trennungsgrund

Die Statistik ist da auf unserer Seite: In Deutschland werden immer noch mehr Scheidungen von Frauen eingereicht als von Männern. Als häufigster Grund werden fehlende Kommunikation und das allseits bekannte „Wir haben uns auseinandergelebt“ angegeben. Jungs, Reden scheint zu helfen. Versteckt euch also bitte nicht hinter eurem Rechner, erzählt uns nicht, dass das Fußballspiel nach der ersten Verlängerung und einem Spielstand von 2:1 in die zweite Verlängerung geht – so blöd sind wir auch nicht – und hört bitte auf, euch dann gleich das Auto zu schnappen und „irgendwas Wichtiges“ zu erledigen. Denn wenn die ersten Fußballer dann über ihre Bärte stolpern, sind wir vermutlich schon lange weg!

Steinzeitmacho – nein danke!

Und noch etwas, klar stehen wir irgendwie auf diesen uralten Beschützerinstinkt, den ihr alle habt. Ja doch. Aber wenn der sich ständig in Pöbeleien und Machtspielchen mit Geschlechtsgenossen in der Bahn oder in der Bar entlädt, gibt uns das kein bisschen Sicherheit. Wir sind erwachsen genug, auch auf uns selbst aufzupassen, da brauchen wir nicht noch einen vor Testosteron übersprudelnden und in die Jahre gekommenen Teenager an unserer Seite. Schubsen ist auf dem Schulhof okay, aber danach wirkt es echt albern. Zeigt eure Männlichkeit doch lieber in 3-Tage-Bart, euren Grillkünsten, Schrankaufbau oder beim Wechseln der Reifen.

Es besteht ja noch Hoffnung, das ist klar, sonst würden wir uns ja nicht so bemühen euch mit in dieses Boot namens Beziehung zu holen. Wir sind auch nicht perfekt und unfehlbar, aber wir wollten heute mal die Chance nutzen, um das alles los zu werden! Denn wenigstens heute darf doch ein bisschen gemeckert werden, oder?!

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