Vorsicht vor beißenden Fußballspielern

 
 

Er hat es schon wieder getan, wohl zum dritten Mal in seiner Fußballkarriere. Luis Suarez ist ein Held in Uruguay. Jetzt hat er wieder zugebissen, in die Schulter eines italienischen Spielers. Die Wunde ist gut ersichtlich, die Schiedsrichter haben den Vorfall nicht gesehen. Vielleicht war der Vorfall zu ungewöhnlich für die Referees.

Dabei ist es nur scheinbar ein ungewöhnlicher Fall: Fast jede vierte menschliche Bisswunde verursacht ein Mensch.

Ist es Druckabbau oder ein Akt der Verzweiflung?

"Das ist ein Verhalten, das man sonst nur von Tieren kennt. Für mich ist das eine falsche Kanalisation innerer Anspannung", sagte "ZDF"-Experte Oliver Kahn: "Vielleicht ist so ein Verhalten für ihn die letzte Chance, diesen gewaltigen Druck abzubauen und sich aus seiner Anspannung zu befreien. Anders kann ich mir das nicht erklären." Er war auch schon mal in einer solchen Situation. Damals ging der Bayern-Keeper in Dortmund auf Heiko Herrlich los, beisst dem BVB-Stürmer andeutungsweise in den Hals. Im selben Spiel springt Kahn später noch in Kung-Fu-Manier auf Stéphane Chapuisat zu.
Das Ergebnis einer Studie von Hals-, Nasen- und Ohrenärzten der Universitäten in Florida und Texas bringt Klarheit: Nie beißen Menschen andere Menschen so oft wie im Frühling und im Sommer, meist in Hals oder Nacken. Es gibt genug Beispiele, in denen Menschen andere Menschen beißen, um das Thema wissenschaftlich anzugehen.

Welche Gründe stecken hinter einem solchen Tun?

Natürlich ist die Beißattacke im Spiel Uruguay gegen Italien ein „gefundenes Fressen“ für die Medien. Jeder spricht darüber, es gibt schon angeblich lustige Bilder und Cartoons, ein Schokoriegelhersteller meint „More satisfying than Italian“, ein Internetsportportal titelt „Vampir (…) droht drastische Strafe“.
Niemand fragt nach dem Warum? Warum attackiert ein Mensch, hier ein Fußballspieler, einen anderen Menschen? Was sind die Gründe, die dazu führen, dass ein Mensch, noch dazu vor einem Millionenpublikum, sich so bloßstellt? Das Warum interessiert kaum jemanden, Hauptsache eine Aktion wird öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet.
Es ist wie in einem Rosenkrieg. Ehemalige Partner werden zu Gegnern, sogar zu Feinden, die Anwälte spielen dieses perfide Spiel oft genug mit. Nie zum Wohle des Ehepaares, das sich scheiden lassen will. Nie zum Wohle der Kinder, die den Regeln und Aktionen der Justiz ausgeliefert sind. Fast immer nur, um für sich selber Vorteile zu verschaffen. Seien es pekuniäre, wie Scheidungsanwälte in Rosenkriegen. Seien es andere, wie Magazine und Zeitungen, die sich eine höhere Auflage und Leserschaft erhoffen.

Wenn Sie keinen Rosenkrieg durchführen wollen, sondern Ihre Scheidung so einvernehmlich wie möglich gestalten möchten, dann sind Sie bei uns richtig.

 

 

 

 

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