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Abstammungsrecht

Gesetzliche Regelungen im Abstammungsrecht

Im Jahre 1998 wurde die unterschiedliche Behandlung von ehelichen und nichtehelichen Kindern aufgehoben. Auch die Abstammung ist damit nunmehr einheitlich im Gesetz geregelt.

Bis vor einigen Jahren war es häufig ein Thema, ob der verheiratete Ehegatte auch tatsächlich der Vater der angeblich gemeinsamen Kinder ist. Nach offiziellen Schätzungen sind ca. 10% aller Kinder sogenannte Kuckuckskinder. Kuckuckskinder sind solche Kinder, bei denen der biologische Vater jemand anderes ist als derjenige, der von der Mutter als Vater angegeben wurde.

Keine Nachteile für "Kuckuckskinder"

Häufig sind Kuckuckskinder das Ergebnis eines einmaligen Fehltritts. Die Mütter haben die Befürchtung, dass die Ehe in die Brüche geht, wenn herauskommt, wer der wirkliche Vater des Kindes ist.

Mit Zustimmung des Kindes oder der Mutter kann jederzeit ein genetischer Test gemacht werden, mit dem die genetische Übereinstimmung des Vaters mit dem Kind überprüft werden kann.

Heimliche Vaterschaftstests

Anfang 2005 hat der Bundesgerichtshof in einem sehr umstrittenen Urteil festgelegt, dass heimliche Vaterschaftstests, die ohne Zustimmung der Mutter und - aufgrund des Alters des Kindes – ohne die des Kindes ergehen, in einem Prozess nicht verwertet werden dürfen. In Zeiten, in denen genetisch immer mehr auch außerhalb des Mutterleibes Kinder gezeugt und die Eizellen der einen Frau einer anderen Frau implantiert werden, stellt sich aber auch die Frage, wer tatsächlich als biologische Mutter eines Kindes anzusehen ist.

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