Scheidungsanwalt: Geht die Scheidung auch ohne Anwalt?

Nach Ihrer Scheidung sind Sie vielleicht alleinstehend. Dennoch sind Sie bei Ihrer Scheidung nicht allein. Ihr Scheidungsanwalt begleitet Sie! Die Antwort auf die Frage, ob die Scheidung auch ohne Anwalt geht, hängt davon ab, ob Sie selbst den Scheidungsantrag stellen oder ob Sie dem Scheidungsantrag Ihres Ehepartners lediglich zustimmen. Ganz ohne Anwalt geht es jedenfalls nicht. Lesen Sie in 7 Tipps, was Sie im Hinblick auf die Frage: „Geht die Scheidung auch ohne Anwalt?“ wissen sollten.

Das Wichtigste

  • Vor den Familiengerichten besteht aufgrund des Anwaltszwangs Anwaltspflicht. Sie müssen sich also anwaltlich vertreten lassen, wenn Sie Ihre Scheidung beantragen wollen.
  • Sind Sie an einer kostengünstigen und zügigen einvernehmlichen Scheidung interessiert, benötigen Sie für Ihre bloße Zustimmung zum Scheidungsantrag Ihres Ehepartners keinen eigenen Rechtsanwalt.
  • Die einvernehmliche Scheidung ist der beste, schnellste und günstigste Weg, die Scheidung zu erreichen.
  • Eventuelle Scheidungsfolgen regeln Sie zweckmäßigerweise und kostengünstig in einer Scheidungsfolgenvereinbarung.

Anwaltszwang begründet Anwaltspflicht

Keine Angst: Es ist nicht kompliziert. Anwälte haben im Familienrecht die Aufgabe, emotionale Sachverhalte juristisch so aufzubereiten, dass der Richter zügig die Scheidung beschließen kann und aus emotional vorgetragenen Sachverhalten nicht das herausfiltern muss, was er für die Beurteilung Ihres Scheidungsantrags braucht. Diese Aufgabe obliegt Ihrem Rechtsanwalt. Daher begründet das Gesetz den Anwaltszwang. Sie müssen sich vor dem Familiengericht anwaltlich vertreten lassen und können selbst keine Anträge stellen und insbesondere auch nicht selbst die Scheidung beantragen. Sie benötigen also unabdingbar einen Rechtsanwalt, wenn Sie den Scheidungsantrag bei Gericht einreichen möchten. Insoweit besteht infolge des Anwaltszwangs eine Anwaltspflicht.

Ich will mich einvernehmlich scheiden lassen. Besteht trotzdem eine Anwaltspflicht?

Großes Lob! Ihre Entscheidung, die Scheidung einvernehmlich zu betreiben, ist die optimale Voraussetzung, Ihre Scheidung möglichst geräuschlos und zielführend abzuwickeln. Bei der einvernehmlichen Scheidung stellen Sie den Scheidungsantrag, während Ihr Ehepartner Ihrem Scheidungsantrag lediglich zuzustimmen braucht. Für Ihren Scheidungsantrag müssen Sie jedoch einen Rechtsanwalt beauftragen, der den Scheidungsantrag für Sie in Ihrem Namen beim örtlich zuständigen Familiengericht einreicht. Dieser Rechtsanwalt führt für Sie sämtlichen Schriftverkehr mit dem Familiengericht und vertritt Sie im mündlichen Scheidungstermin vor Gericht. Er führt und begleitet Sie durch das Verfahren.

Ich will der Scheidung zustimmen. Geht das ohne Anwalt?

Derjenige Ehepartner, der dem Scheidungsantrag des anderen zustimmt, kann seine Zustimmung formlos erklären

Derjenige Ehepartner, der dem Scheidungsantrag des anderen zustimmt, kann seine Zustimmung formlos erklären

Derjenige Ehepartner, der dem Scheidungsantrag des anderen zustimmt, braucht keinen eigenen Rechtsanwalt und kann seine Zustimmung formlos gegenüber dem Familiengericht erklären. Dazu stellt das Familiengericht ihm Ihren Scheidungsantrag zu und fordert ihn auf, sich zu erklären, ob er Ihrem Scheidungsantrag zustimmt oder eigene Anträge stellen möchte. Lediglich dann, wenn er die Voraussetzungen der Scheidung bestreitet oder eigene Anträge stellen möchte, muss er einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen und diesen auch eigenständig bezahlen. Insoweit trifft auch ihn die Anwaltspflicht. Im mündlichen Verhandlungstermin vor dem Familiengericht, in der das Gericht die Scheidung beschließt, braucht sich der Ehepartner, der Ihrem Scheidungswunsch vorbehaltslos zustimmt, jedenfalls nicht anwaltlich vertreten zu lassen. Für ihn besteht insoweit keine Anwaltspflicht. Er wird vom Familienrichter lediglich persönlich angehört und befragt, ob er denn selbst auch die Scheidung wünscht. Beantwortet er die Frage schlicht mit „ja“, ist der Scheidungstermin so gut wie erledigt.

Warum sollten wir die einvernehmliche Scheidung betreiben?

Die einvernehmliche Scheidung ist der optimale Weg, die eheliche Lebensgemeinschaft abzuwickeln. Sie vermeiden unnötige Streitigkeiten und erliegen nicht dem Irrglauben, dem Drang oder der allgemeinen Annahme, dass Scheidungen und alles was damit zusammenhängt, unter den Augen des Richters ausgetragen werden müsse.

Jedem Ehepartner sollte klar sein, dass zwei Anwälte erfahrungsgemäß immer dann gebraucht werden, wenn Streitpotenzial in der Luft liegt und eine einvernehmliche Regelung der Scheidung oder der Scheidungsfolgen nicht möglich erscheint. Wenn Sie sich dann tatsächlich in das Fahrwasser einer streitigen Scheidung begeben wollen, lassen Sie sich zwangsläufig auf Auseinandersetzungen ein, die Sie kaum kalkulieren können, die Sie aber mit einer einvernehmlichen Scheidung sowie in Verbindung mit einer eventuell gewünschten Scheidungsfolgenvereinbarung leicht vermeiden könnten. Einvernehmliche Scheidungen führen regelmäßig binnen drei bis sechs Monaten zum Scheidungsbeschluss, während Sie bei einer streitigen Scheidung im ungünstigsten Fall vielleicht auch nach Jahren noch immer nicht geschieden sind. Die einvernehmliche Scheidung erspart Ihnen die Kosten für einen zweiten Rechtsanwalt. Jeder Euro, den Sie dabei sparen, können Sie in den Aufbau Ihrer neuen Lebensperspektive investieren. Idealerweise beteiligt sich Ihr Ehepartner an den Verfahrenskosten. Verpflichtet ist er dazu zwar nicht, sollte es fairerweise aber tun, da er keinen eigenen Anwalt bezahlen muss.

Mein Ziel ist die einvernehmliche Scheidung. Wie regle ich Scheidungsfolgen?

Die einvernehmliche Scheidung führt zum Scheidungsbeschluss. Damit sind Sie geschieden. Das Gericht trifft dazu aber keine Regelung im Hinblick auf eventuelle Scheidungsfolgen. Sofern Sie Bedarf dafür sehen, dass auch Ehegattenunterhalt, Zugewinnausgleich oder Versorgungsausgleich oder eine sonstige Scheidungsfolge geregelt werden, sollten Sie eine Scheidungsfolgenvereinbarung verhandeln und mit Ihrem Ehepartner vereinbaren.

Darin schreiben Sie beispielsweise fest, dass Ihr Ehepartner Ihren Anspruch auf nachehelichen Ehegattenunterhalt anerkennt oder Sie modifizieren den Zugewinnausgleich oder treffen Vereinbarungen zum Versorgungsausgleich. Sie können alles regeln und vereinbaren, was Ihnen oder Ihrem Noch-Ehepartner im Hinblick auf Ihre Trennung und Scheidung notwendig erscheint. Einzige Voraussetzung ist lediglich, dass Sie angemessene Regelungen treffen, die keinen der Ehepartner unangemessen benachteiligen und Sie die Vereinbarung notariell bei einem Notar Ihrer Wahl beurkunden. Vorab können Sie sich dazu auch anwaltlich beraten lassen und sodann das Beratungsergebnis beim Notar beurkunden.

Mit welchen Anwaltskosten muss ich rechnen?

Anwälte leben davon, dass sie Streitigkeiten austragen und möglichst vor Gericht Klage einreichen

Anwälte leben davon, dass sie Streitigkeiten austragen und möglichst vor Gericht Klage einreichen

Anwälte leben davon, dass sie Streitigkeiten austragen und möglichst vor Gericht Klage einreichen. Wenn Sie solchermaßen immer bedürftige Anwälte unterstützen möchten, können Sie Ihre Scheidung gerne streitig betreiben und über den reinen Scheidungsantrag hinaus beantragen, auch weitere Scheidungsfolgen durch das Gericht regeln zu lassen. Für jeden Antrag, den Sie über den reinen Scheidungsantrag hinaus stellen, zahlen Sie zusätzliche Gerichts- und Anwaltsgebühren. Gericht und Anwälte freuen sich. Sie zahlen. Auch Ihr Ehepartner zahlt. Schließlich braucht er dafür einen eigenen Anwalt. Betreiben Sie jedoch die Scheidung einvernehmlich, fallen lediglich für den Scheidungsantrag und allenfalls für die Durchführung des Versorgungsausgleichs Gerichts- und Anwaltsgebühren an. Die Gerichte belohnen die einvernehmliche Scheidung zunehmend auch damit, dass sie die für die Gerichts- und Anwaltsgebühren maßgeblichen Gegenstandswerte an der unteren Grenze dessen festsetzen, was der Gebührenrahmen vorgibt. Sie sparen also mit der einvernehmlichen Scheidung mindestens doppelt.

Wie finde ich einen guten Rechtsanwalt für meine Scheidung?

Einen guten Rechtsanwalt zu finden, ist so spekulativ wie Lotto spielen. Sofern Sie im Umgang mit Juristen keine Erfahrungen haben, wissen Sie nie, mit wem Sie es zu tun haben. Sie wissen es spätestens dann, wenn Ihre Scheidung gelaufen ist und Sie das Gefühl haben, dass Sie durch den Kakao gezogen wurden. Logisch, dann ist es zu spät. Besser ist, Sie wissen von vornherein, mit wem Sie sich einlassen.

Dürfen wir Ihnen dazu den Vorschlag machen, sich auf unserer Webseite umzusehen und unser Angebot „Scheidung.de“ zu prüfen? Wir zeigen Ihnen im Detail auf, welchen Weg Sie gehen sollten, um Ihre Scheidung möglichst einvernehmlich ins Ziel zu führen. Hervorzuheben ist bei uns, dass Sie sich kostenfrei und unverbindlich von einem unserer anwaltlichen Kooperationsberater beraten lassen können. Sie zahlen für dieses Erstinformations- und Beratungsgespräch nichts. Rufen Sie uns dazu einfach an, vereinbaren Sie einen passenden Gesprächstermin und/oder fordern Sie unseren Gratis-Kostenvoranschlag für Ihre Scheidung an.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie bei uns an der richtigen Adresse sind, können Sie über unsere Vermittlung einen im Familienrecht kompetenten Rechtsanwalt beauftragen, mit dem wir seit Jahren zuverlässig und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Sie dürfen davon ausgehen, dass Sie mit Ihrer Wahl an der richtigen Stelle sind und so betreut, informiert und beraten werden, dass Sie Ihre Scheidung schnellstmöglich abwickeln können.

Fazit

Ganz ohne Anwalt geht Ihre Scheidung nicht vonstatten. Gerade weil dem so ist, sollten Sie alles tun, um Ihre Scheidung kostengünstig und konfliktlos über die Bühne zu bringen. Die einvernehmliche Scheidung, die Sie idealerweise auch als Online-Scheidung online beantragen, ist dafür genau der richtige Weg.

Autor:  Volker Beeden

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