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Gängige Fehler vermeiden

Sobald die Eheleute sich zu einer Scheidung entschlossen haben, treffen sie voreilige Entscheidungen. Das dieses überstürtzte Handeln auch immense juristische Nachteile mit sich ziehen kann, ist den Eheleuten regelmäßig unbewusst. Es ist enorm wichtig, sich vorab einen Überblick über das komplexe Thema Scheidung und die daraus resultierenden Konsequenzen zu verschaffen, damit keine Fehler passieren. Ein wohl überdachtes Vorgehen und ein gegenseitiger Austausch sind dringend anzuraten, um gängige Fehler bei der Scheidung zu vermeiden.

Nichts überstürzen

Insbesondere kommt es zu überstürzten Schenkungen eines Ehegatten an einen Dritten, die Ehegatten streiten sich über einen ganz zu Anfang der Ehe unterschriebenen Ehevertrag sowie die Aufteilung des Wohneigentums oder des gemeinsamen Eigenheims. Ebenso verzichtet der eine Ehepartner auf Unterhalt gegenüber dem anderen, obwohl er darauf einen Anspruch hat und diesen auch zur Lebenserhaltung benötigt oder von seinem Auskunftsrecht keinen Gebrauch macht und das Nettoeinkommen seines Ehegatten gar nicht kennt.

Im Folgenden werden die gängigsten Fehler im Scheidungsfall aufgezeigt, welche Sie aufmerksam lesen sollten, um für Ihre Scheidung vorzubeugen.

Gefährliche Schenkungen

Kriselt es in einer Ehe und ist eine Scheidung absehbar, versuchen Eheleute gerne ihr Vermögen durch Zuwendungen an Dritte zu verkleinern. Häufig sind diese Dritte Kinder aus einer ersten Ehe, da „diese ja sowieso mal alles erben werden“. Aber Vorsicht mit solchen vermögenreduzierenden Schenkungen, die für Sie nach hinten losgehen können.

Expertentipp:

Leider sind solche Vermögensverschiebungen meist nicht erkennbar. Nicht jeder schaut regelmäßig ins Grundbuch. Hier hilft nur Aufmerksamkeit. Sollten Sie derartige Vermögensverschiebungen Ihres Ehegatten befürchten, so sollten Sie schleunigst bei Gericht den vorgezogenen Zugewinnausgleich beantragen. Ihr Ehepartner muss dann darlegen, dass die Schenkungen keine Verschwendung waren. Kann Ihr Ehegatte dies nicht, werden diese Schenkungen mit in den Zugewinnausgleich einbezogen. Lesen Sie hierzu auch:

Aufpassen bei Geschenken

Immer häufiger kommt es vor, dass Verwandte den Brautleuten oder Frischvermählten Geschenke in Form von Geld zur Hochzeit machen. In der heutigen Zeit leben Paare schon länger gemeinsam zusammen, bevor sie heiraten, und haben entsprechend schon einen gemeinsamen Hausstand. Ein vierter Toaster wäre daher kein erfreuliches Geschenk. Oftmals soll dabei eigentlich nur das eigene Kind unterstützt werden. Trotzdem wird das Geld beiden Eheleuten übergeben, denn schließlich soll es ihrer gemeinsamen Zukunft dienen. Gerade zu Anfang einer Ehe steht das "Wir" im Vordergrund und "Meins" und "Deins" soll der Vergangenheit angehören.

Kritische Geldgeschenke

Ist der Traum einer gemeinsamen, glücklichen Zukunft dann aber geplatzt und es kommt dann zur Scheidung, wird das Thema "Meins" und "Deins" plötzlich wieder aktuell. Oft ist aber unklar, für wen welches Geschenk gedacht war. Im Zweifel spricht einiges dafür, dass das Geld innerhalb der Familie bleiben soll. Allerdings steht hier häufig Aussage gegen Aussage, vor allem dann, wenn das Geld vor Zeugen übergeben wurde.

Expertentipp:

Wird das Geld Ihnen als Ehepaar gemeinsam geschenkt, wird es als gemeinsames Vermögen behandelt und bei einer Scheidung zwischen Ihnen beiden aufgeteilt. Wird es dagegen ausdrücklich nur dem einen Ehepartner geschenkt – am besten mit einer schriftlichen Notiz versehen – kommt das Geld dem anderen Ehepartner bei einer Scheidung nicht zugute. Bei Geschenken ist also genau darauf zu achten, für wen sie gedacht waren und dies entsprechend zu vermerken.

Kritische Sachgeschenke

Ebenso schwierig gestaltet es sich bei teuren Sachgeschenken. Nicht selten wurde dem Brautpaar die Hochzeitsreise oder gar die Hochzeit gemeinsam finanziert. Diese Geschenke sind natürlich längst bei der Scheidung abgegolten. Was aber, wenn dem Ehepaar gemeinsam ein Auto, ein Wohnzimmer oder vielleicht sogar eine Eigentumswohnung geschenkt wurde?

Grunsätzlich gilt, dass jedem Ehepartner das vor der Eheschließung erworbene Eigentum weiter alleine ihm gehört. Mit der Eheschließung leben die Ehegatten regelmäßig in einer Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht notariell etwas anderes vereinbart haben. Das bedeutet für eine bevorstehende Scheidung, dass die Eheleute sich bezüglich ihres gemeinsamen Eigentums auseinander setzen müssen. Wenn sie vernünftig miteinander kommunizieren können, sollten sie dringend in Ruhe überlegen, wer an welchen Gegenständen interessiert ist und sie untereinander aufteilen. Bei einer gemeinsamen Immobilie muss entschieden werden, ob man diese verkaufen möchte oder ob womöglich ein Ehegatte die Wohnung alleine finanzieren kann und der andere eine entsprechende Summe ausgezahlt bekommt.

Expertentipp:

Versuchen Sie dringend in Ruhe und besonnen gemeinsamen Hausrat oder größere Anschaffungen wie etwa ein Auto fair unterinander aufzuteilen. Wenn Sie es nicht schaffen, alleine eine einvernehmliche Lösung über die Aufteilung zu finden, muss diese Entscheidung für Sie ein Richter übernehmen, Sie benötigen jeweils einen Anwalt und das kann ein teurer Spaß werden. Vielleicht sogar ein teurer Streit, als es die Sachen an sich wert waren.

Die Ehewohnung in der Scheidung

Gar nicht mal so selten kommt es vor, dass einer der beiden Ehepartner seine Eigentumswohnung mit in die Ehe bringt und diese Wohnung damit zur gemeinsamen Ehewohnung wird.

Wenn es dann in Ihrer Ehe später zur Trennung und Scheidung kommt, werden Sie häufig darüber streiten, wer nun die Ehewohnung weiter nutzen darf. Sind aus Ihrer Ehe gemeinsame, minderjährige Kinder hervorgegangen, wird in der Regel der Mutter das Nutzungsrecht zugesprochen, da die Kinder einen sogenannten „berücksichtigungswürdigen Bedarf“ haben. Dabei spielt es keine Rolle, wer denn nun der Eigentümer der Wohnung ist.

Expertentipp:

In einem solchen Fall können Sie sich als Eigentümer der Immobilie darum bemühen, dass die Kinder bei Ihnen bleiben. Dann bekämen Sie das Nutzungsrecht zugesprochen. Vielfach hilft es auch, wenn Sie mit Ihrem „Noch“-Ehepartner eine gütliche Einigung in diesem Punkt erzielen. Zum Beispiel können Sie als Wohnungseigentümer die Miete für Ihren Ehepartner übernehmen und so Ihre eigene Wohnung behalten.

Albtraum gemeinsamer Hausbau

Für viele Ehepaare ist ein gemeinsames Haus ein großer Wunsch. Da häufig das Geld fehlt, wird möglichst viel in Eigenleistung erbracht. Meist wird hierfür die gesamte gemeinsame Freizeit verwendet. Dies führt häufig dazu, dass sich alles nur noch um das gemeinsame Haus dreht. Es kann sein, dass sich die beiden Ehepartner auseinanderleben. Kommt es dann zur Scheidung, fehlt meistens das Geld, um den anderen Ehepartner für den Verlust des halben Hauses zu entschädigen, da das gesamte Vermögen im Haus verbaut worden ist.

Als einzige Möglichkeit verbleibt dem Ehepaar dann nur noch der Hausverkauf und die Teilung des Verkaufserlöses. Meist liegt dabei der Verkaufswert deutlich unter dem Verkehrswert, weil die Ehepartner schnellstmöglich verkaufen und keine Zeit haben, um eine bessere Marktlage abzuwarten. Beide stehen als Verlierer da, da sie sowohl ihr Eigentum verlieren als auch keinen Gewinn oder keine Entschädigung für die viele Arbeit am Eigenheim erhalten.

Expertentipp:

Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollten Sie beide daran denken, dass es auch noch ein Leben neben dem Haus gibt. Sie sollten sich immer wieder bewusst Zeit für einander nehmen und sich Zeit für gemeinsame Freunde gönnen. Vielleicht kann das helfen, dass das Haus nicht zum Mittelpunkt Ihrer Leben wird und zum Ende Ihrer Scheidung führt.

Sollte es trotz aller Anstrengungen und Bemühungen zum Ende Ihrer Ehe gekommen sein, verkaufen Sie das Haus bloß nicht überstürzt. Versuchen Sie sich lieber darauf zu einigen, dass beide vorerst im Haus verbleiben und trennen Sie die Wohnbereiche für jeden im Haus ab, bis ein vernünftiger Kaufpreis für das Haus erzielt worden ist. Auf diese Weise werden Sie zumindest für all die Zeit und Mühe, die Sie in das Haus gesteckt haben, entschädigt.

Problemfall Ehevertrag

Absichten bei Unterzeichnung

Wenn junge Ehepartner am Anfang der Ehe einen Ehevertrag schließen, verzichten sie häufig auf Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich, vor allem wenn sie beide berufstätig sind und keine Kinder haben. Schließlich kann ja im Falle einer Scheidung jeder für sich selbst sorgen. Nicht selten stellen sich jedoch in einem solchen Fall späte Ehefreuden ein. Die Mutter der Kinder steigt aus ihrem Beruf aus, um sich der Kindeserziehung zu widmen, während der Ehemann weiter Karriere macht. Kommt es dann zur Scheidung, kann sich der Ehemann allerdings nicht auf den Ehevertrag berufen. Schließlich ist durch die Kinder die Grundlage für den früher erklärten Verzicht weggefallen.

Realität bei Aufhebung

Der zu Anfang der Ehe geschlossene Ehevertrag ist unwirksam geworden, da sich die diesem damals zugrunde liegenden Umstände derart geändert haben, dass zu unterstellen ist, dass die Ehepartner den Ehevertrag zu den aktuellen Lebensverhältnissen nicht geschlossen hätten.

Expertentipp:

Machen Sie deshalb in Ihrem Ehevertrag deutlich, in welcher familiären Situation Sie sich als Ehepartner zum Zeitpunkt des Ehevertrages befunden haben. Auch sollte der Vertrag eine Klausel enthalten, wonach Sie beide sich verpflichten den Vertrag anzupassen, wenn sich an den wesentlichen Grundlagen etwas in Zukunft ändern wird.

Problem Unternehmerpaare

Manchmal haben junge Ehepaare eine gute Idee und gründen gemeinsam ein kleines Unternehmen. Am Anfang ist die Aufteilung der Aufgaben klar geregelt. Aber je mehr das Unternehmen wächst, desto mehr kommen sich die beiden Unternehmer in die Quere. Es kommt zu Streitigkeiten, die am Ende in eine Scheidung münden.

Sehr häufig ist in einer solchen Konstellation nicht klar, wer von beiden das Unternehmen bekommen soll. Auch im Gesellschaftsvertrag haben Sie keine Regelung für den Fall einer Scheidung vorgesehen. Und eine komplett einvernehmliche Lösung gelingt Ihnen vielleicht nicht gerade aus finanziellen Gründen. In diesem Fall bliebe nur die Liquidation des gesamten Unternehmens. In der Regel gehen in einem solchen Fall die Ehepartner dann leer aus.

Expertentipp:

Am einfachsten ist es, schon zu Beginn des Unternehmens im Gesellschaftsvertrag zu regeln, wer im Falle der Scheidung - und am besten auch im Falle des Todes von Ihnen oder Ihrem Ehepartner – das Unternehmen übernehmen kann und wie hoch der Preis hierfür ist.

Wenn dies wie allzu oft nicht der Fall ist, denken Sie daran, dass es sich bei dem Unternehmen sowohl um Ihre Existenz als auch um die Ihres Ehegatten handelt und Sie beide leer ausgehen, wenn Sie keine gütliche Einigung erzielen können. Denken Sie lieber über eine stille Teilhaberschaft etc. nach, bevor Sie Ihren finanziellen Bankrott in Kauf nehmen. Ändern Sie Ihren Gesellschaftsvertrag dahingehend ab, wer genau welche Aufgabenbereiche zu bedienen hat und wie Sie trotz der Scheidung das Unternehmen noch miteinander führen können.

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