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Scheidungskosten - Was kostet eine Scheidung: Übersicht

Hier finden Sie eine Übersicht aller Artikel und Ratgeber auf Scheidung.de zum Thema Kosten bei Trennung und Scheidung.

Das Wichtigste zu "Was kostet eine Scheidung?" für Sie:

  • Sie erhalten hier alle Informationen zum Thema Scheidung und Kosten.
  • Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit unserem Scheidungsservice ALV-Scheidung® bis zu 60% der Scheidungskosten sparen können.
  • Fordern Sie einen Kostenvoranschlag zu den Kosten für Ihre Scheidung an und lassen Sie sich gut bei uns beraten. Ihre Fragen "Was kostet eine Scheidung?" beantworten wir Ihnen gerne.
  • Wenn Sie gerade nicht so viel verdienen oder Schulden haben, können Sie die Scheidung auch kostenlos erhalten. Sie müssen dann nur die sogenannte Verfahrenskostenhilfe beantragen. Gegebenenfalls können Sie von Ihrem Ehegatten im Rahmen seiner Unterhaltsverpflichtung auch einen Kostenvorschuss einfordern, mit dem Sie Ihre Kosten für die Scheidung abdecken.
  • Profitieren Sie auch von unserer „Günstiger-geht-nicht-Garantie“: Keiner ist günstiger als unser Scheidungsservice „ALV-Scheidung®“!
  • Sie finden bei uns zur Frage „Was kostet eine Scheidung?“ eine ganze Reihe von Antworten.

Scheidung und Scheidungskosten

Die Berechnung der Kosten, die in einem Scheidungsverfahren anfallen, sind undurchsichtig und schwer zu verstehen. Ein und dieselbe Scheidung kann bei einem Anwalt X leicht das Doppelte kosten als beim Anwalt Y. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, bei einer Scheidung Kosten und somit sehr viel Geld zu sparen. Wir zeigen Ihnen alle Möglichkeiten, um Scheidungskosten zu sparen.

Auf keinen Fall sollte Ihre Scheidung daran scheitern, dass Sie sich die Scheidungskosten nicht leisten können. Zwar könnten Sie die Situation auch so belassen, dass Sie sich von Ihrem Ehegatten trennen und ein eigenes Leben führen. Der Verzicht auf die förmliche Scheidung hat jedoch Nachteile, die Sie nur bedingt kalkulieren können. So dürften Sie nicht ein weiteres Mal standesamtlich heiraten, es sei denn, Sie wollten sich wegen „Bigamie“ strafbar machen. Vor allem geht es darum, die mit der Ehe begründete Lebensgemeinschaft aufzuheben und Ihre Lebensbereiche klar voneinander zu trennen. Allein dadurch, dass Sie in der Ehe unterschiedliche Versorgungsanwartschaften in der Rentenversicherung angesammelt haben, sind Sie im Nachteil, wenn Sie weniger verdient haben oder verdienen als Ihr Ehepartner und sich nicht scheiden lassen.

Mit dem Verzicht auf die Scheidung verzichten Sie auf den Versorgungsausgleich und stehen im Rentenalter entscheidend schlechter als Ihr besserverdienender Ehepartner da. Oder hat Ihr Partner während der Ehe einen deutlich größeren Zugewinn erzielt als Sie selbst, würden Sie auf den Zugewinnausgleich verzichten und sich wirtschaftlich schlechter stellen. Sie würden dafür bestraft, dass Sie in der Ehe vielleicht den Haushalt geführt und die Kinder betreut haben, während Ihr Ehepartner im Beruf Karriere gemacht hat. Sofern Sie insofern die Empfehlung des Standesbeamten „bis dass der Tod Euch scheidet“ befolgen, sind Sie im Nachteil. Wenn Sie sich wirklich entschlossen haben, sich endgültig von Ihrem Ehegatten zu trennen, sollten Sie mit einer Scheidung klare Verhältnisse schaffen. Halbe Sachen rechnen sich nie.

Scheidungskosten sparen bei der ALV-Scheidung

Eine Scheidung kostet immer zu viel Geld. Selbst dann, wenn sich die Partner gütig trennen, alle zu regelnden Angelegenheiten bereits im Vorfeld besprochen und notariell in einem Ehevertrag festgehalten haben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Scheidung mit ALV-Scheidung® so preiswert wie möglich durchführen können. Wir stellen alle Sparmöglichkeiten dar und sagen Ihnen, welche für Sie in Frage kommen.

Scheidungskosten Ratgeber: Alles zu den Kosten bei Trennung und Scheidung

Bei einer Scheidung fallen Gerichts- und Anwaltskosten an. Die Höhe dieser Kosten für Ihre Scheidung richtet sich nach dem sogenannten Verfahrenswert oder Gegenstandswert, welcher bis vor der großen Familienrechts-Reform 2009 als Streitwert bezeichnet wurde. Wir haben für Sie einen umfassenden Ratgeber Scheidungskosten erstellt, der alle Infos zum Thema Kosten bei einer Scheidung enthält: Sie sind gut beraten, sich umfassend über Scheidungskosten zu informieren. Nur dann sind Sie in der Lage, Gebührenrechnungen zu verstehen und einzuschätzen. Vor allem bekommen Sie ein gewisses Gespür dafür, wo es Ansätze gibt, die Kosten für Ihre Scheidung herunterzufahren und idealerweise sogar zu vermeiden. Die richtige Information ist bares Kapital!

Sparen bis zu 60% und mehr mit der ALV-Scheidung

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Scheidungskosten minimieren können. Wir zeigen Ihnen alle Möglichkeiten, wie Sie bis zu 60% der Kosten für Ihre Scheidung mit der ALV-Scheidung® einsparen können. Wenn Sie gerade nicht so viel verdienen, dann zeigen wir Ihnen, wie Sie die Scheidung komplett kostenfrei erhalten. Sie werden sehen, Qualität muss nicht teuer sein. Auch wenn Rechtsanwälte nach Maßgabe ihrer Gebührenordnung nach vorgegebenen Grundsätzen ihre Gebühren abrechnen müssen, verbleibt dennoch ein gewisser Spielraum, in dem sich die Gebührensätze bewegen und nach dem Ermessen des Rechtsanwalts festgesetzt werden können. Wir unterstützen Sie, diese Spielräume zu Ihren Gunsten zu nutzen.

Gratis-Kostenvoranschlag anfordern

Vor der Einleitung eines Scheidungsverfahrens sollten Sie unbedingt Klarheit über "Was kostet eine Scheidung" gewinnen. Es gibt Kostenrechner im Internet für einen schnellen Check. Solch ein Rechner ist zwar hilfreich. Sein Ergebnis ist aber immer nur so gut wie die Daten, die Sie selbst in den Rechner eingeben. Um den Rechner mit den richtigen Informationen zu füttern, müssen Sie selbst wissen, worauf es in etwa ankommt. Je genauer Sie Ihre Situation einschätzen, desto genauer sind die Ergebnisse.

Holen Sie sich auf jeden Fall immer einen ausführlichen und genauen Kostenvoranschlag ein. Wenn Sie in etwa wissen, was Ihre Scheidung an Kosten verursacht, können Sie Ihr Budget besser kalkulieren und Ihre Lebensgestaltung danach ausrichten. Schließlich müssen Sie nach der Trennung von Ihrem Ehegatten zusätzliche Kosten veranschlagen, weil Sie beispielsweise eine eigene Wohnung anmieten, sich selbst ein Auto kaufen oder ein Darlehen aufnehmen müssen. Die Scheidungskosten sollten Ihrer Lebensplanung daher nicht im Wege stehen.

Benötige ich einen Rechtsanwalt?

In Deutschland benötigen Sie einen Anwalt für die Durchführung einer Scheidung. Nur das staatliche Familiengericht kann Ihre Scheidung aussprechen. Ein einziger Anwalt reicht aber normalerweise bei einvernehmlichen Scheidungen aus. Wenn Sie sich hinsichtlich der Scheidungsfolgen geeinigt haben, dann braucht der andere Ehepartner nur noch zustimmen. Wie Sie vielleicht wissen, besteht vor den deutschen Familiengerichten Anwaltszwang. Sie selbst können keine Anträge beim Gericht stellen und sind darauf angewiesen, dass ein von Ihnen zu beauftragender Rechtsanwalt für Sie den Scheidungsantrag beim Gericht einreicht, eventuell Scheidungsfolgesachen beantragt und Sie in der mündlichen Verhandlung im Scheidungstermin vor dem Familiengericht vertritt.

Ohne Anwalt geht es also nicht. Dabei nutzt es auch nichts, wenn Sie beide die Scheidung einvernehmlich wünschen. Da ein Ehepartner den Scheidungsantrag beim Gericht einreichen muss und das Familiengericht die Scheidung nur auf Antrag ausspricht, benötigen Sie mindestens einen Rechtsanwalt. Soweit Sie sich jedoch einig sind und die Scheidungsfolgesachen einvernehmlich miteinander regeln, kommen Sie mit diesem einen Rechtsanwalt gut aus und brauchen für Ihre Scheidung nur die Kosten zu veranschlagen, die der Rechtsanwalt mit der Einreichung des Scheidungsantrags und Ihrer Vertretung im mündlichen Scheidungstermin vor dem Familiengericht abrechnet.

Soweit Sie sich mit Ihrem Ehepartner auf eine Scheidungsfolgenvereinbarung verständigen können, müssen Sie diese entweder vor dem Scheidungstermin notariell beurkundet lassen oder alternativ im mündlichen Verhandlungstermin vor dem Familiengericht zu Protokoll erklären. Sie brauchen zur Vorbereitung des Notartermins allenfalls dann einen Rechtsanwalt zu konsultieren, wenn Sie im Zusammenhang mit einer Scheidungsfolgesache (z.B. Unterhalt, Zugewinnausgleich) rechtlichen Beratungsbedarf haben und Sie davon ausgehen, dass der zur Neutralität verpflichtete Notar Sie nicht entsprechend beraten kann. Sie müssen dazu wissen, dass ein Notar Sie nur objektiv über rechtliche Gegebenheiten informieren darf. Er darf, wenn Sie mit Ihrem Ehegatten eine Scheidungsfolgenvereinbarung beurkunden lassen, nicht einseitig Partei ergreifen und einseitig die Interessen eines Ehegatten vertreten. Rechtsberatung als Interessenvertretung ist ausschließlich den Rechtsanwälten vorbehalten.

Niemand ist günstiger als die ALV-Scheidung

Das stimmt! Keiner ist günstiger als die ALV-Scheidung. Während andere teilweise die Gebühren in die Höhe schrauben, ist unsere Philosophie:

Scheidung einfach und preiswert!

Das bedeutet für Sie, dass Sie bei uns nur die absoluten Mindestgebühren begleichen müssen. Darüber hinaus wird immer versucht, den Gegenstandswert (auch „Streitwert“ genannt) wegen Einvernehmlichkeit der Scheidung um bis zu 30% zu senken. Das kann noch mal einige Hundert Euro einsparen. Diese Möglichkeit, bei der Scheidung Kosten zu sparen, besteht deshalb, weil Gericht und Anwälte in einfach gelagerten Scheidungen weniger Aufwand haben. Auf Antrag des Anwalts kann das Gericht den Gegenstandswert der Scheidung und insbesondere die Gegenstandswerte eventueller Scheidungsfolgesachen unterhalb der Beträge festsetzen, die üblicherweise festgesetzt werden. Nach Maßgabe dieser Gegenstandswerte berechnet das Gericht dann seine Gerichtsgebühren und die Anwälte ihre Anwaltsgebühren. Vor allem können die Anwälte ihre Gebühren dann auch noch unter den üblicherweise durchschnittlich anzusetzenden Gebühren in Richtung ihrer Mindestgebühren herabsetzen.

Zudem werden auch keine Reisekosten oder sonstige Kosten abgerechnet. Dieser Aspekt ist gerade umso wichtiger, wenn Sie nicht gerade einen Rechtsanwalt vor Ihrer Haustür beauftragen, sondern uns vertrauen. Das Anwaltsmandat ist ein absolutes Vertrauensverhältnis, so dass Sie daran interessiert sein werden, einen im Familienrecht kompetenten Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen vor dem Familiengericht zu beauftragen. Da die Beauftragung ohnehin online vonstattengeht und Sie unser Angebot einer kostengünstigen Online-Scheidung in Anspruch nehmen möchten, kommt es nicht darauf an, dass Ihr Anwalt vor Ort ist. Entscheidend ist letztlich, dass er Sie in der mündlichen Verhandlung im Scheidungstermin vor dem Familienrichter vertritt. Muss ein Anwalt dazu von seinem Kanzleisitz zu dem Familiengericht an Ihrem Wohnort anreisen, berechnet er üblicherweise Reisekosten und Spesen. Muss er dazu übernachten, fallen zusätzliche Übernachtungskosten an. Wir verzichten darauf, Ihnen solche Aufwendungen in Rechnung zu stellen. Sie zahlen nur das eigentliche Mandat, das Ihr Anwalt nach dem Gegenstandswert abrechnet.

Mit der ALV-Scheidung „Keiner-ist-günstiger-Garantie“ garantieren wir, dass kein anderer unseren Preis unterbieten kann. Sie erhalten die Scheidung immer zum absoluten Bestpreis!

Ratenzahlung: Zu 0%, ohne Finanzierungskosten

Wir bieten Ratenzahlung an. Selbstverständlich ganz ohne Finanzierungskosten, also zu wirklich 0%. Die Raten können Sie mit uns frei festlegen. Wir nehmen dabei ausdrücklich Rücksicht auf Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, wohl wissend, dass Sie sich möglicherweise in einer prekären Situation befinden und es weder Ihnen noch uns etwas nutzt, wenn Sie die Scheidungskosten nicht oder nur nach ständiger Anmahnung zahlen würden. Wir arbeiten nach dem Grundsatz „Vertrauen gegen Vertrauen“. Im Übrigen wird wegen der Kosten für eine Scheidung bei uns niemals in Vorkasse bezahlt! Sie bezahlen uns also nur nach Leistung und dürfen darauf vertrauen, dass wir uns für Sie „voll ins Zeug legen“.

Prozesskostenhilfe: So erhalten Sie die Scheidung kostenlos

Der Staat gewährt Ihnen dann Prozesskostenhilfe (man sagt auch „Verfahrenskostenhilfe“), wenn Sie gerade nicht so viel verdienen oder hohe Schulden abzuzahlen haben. Voraussetzung ist, dass Sie nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen außerstande sind, die Scheidungskosten aufzubringen. Sind Sie lediglich außerstande, die Scheidungskosten in einer Summe zu bezahlen, kann Ihnen Verfahrenskostenhilfe auch nur zum Teil oder in Raten bewilligt werden. Sie müssen dann die von der Staatskasse verauslagten Kosten für die Anwaltsgebühren ratenweise an die Staatskasse zurückzahlen.

Es versteht sich, dass die Staatskasse Ihnen Verfahrenskostenhilfe und damit die Kosten für Ihre Scheidung nur bewilligt, wenn Ihr Scheidungsantrag Aussicht auf Erfolg hat und nicht mutwillig erscheint. Sofern Sie also heute die Trennung vollziehen und morgen den Scheidungsantrag einreichen, hat Ihr Antrag keine Aussicht auf Erfolg, da Sie das Trennungsjahr nicht einhalten. Ihr Verfahrenskostenhilfeantrag muss also klar erkennen lassen, dass die Scheidung nach Maßgabe des Gesetzes begründet sein dürfte und Sie allen Grund haben, die Scheidung einzureichen.

Da Sie Verfahrenskostenhilfe nur erhalten, wenn Sie Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen legen, müssen Sie darauf achten, Ihren Antrag vollständig auszufüllen und sämtliche notwendigen Belege beizufügen. Um zügig voran zu kommen, empfiehlt es sich, die Belege vorzeitig zu beschaffen und sich nicht darauf einzulassen, notwendige Belege scheibchenweise dem Anwalt zu übergeben oder in die Gerichtsakte zu reichen. Sie müssen wissen, dass Anträge auf Verfahrenskostenhilfe von den Gerichten immer wieder abgelehnt werden, weil die Angaben unvollständig oder widersprüchlich erscheinen und die Belege unvollständig sind.

Ganz entscheidend zu wissen ist jedoch, dass Sie die Scheidungskosten für den Anwalt Ihres Ehegatten aus eigener Tasche bezahlen müssen, wenn Sie das Scheidungsverfahren verlieren. Die Verfahrenskostenhilfe übernimmt nämlich nur die Kosten des Gerichtsverfahrens und Ihres eigenen Anwalts. Sie hat keinen Einfluss auf die Höhe der Anwaltskosten Ihres Ehegatten. Ihr Ehegatte muss die eigenen Kosten für die Scheidung selbständig finanzieren und gegebenenfalls seinerseits einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe stellen. Insoweit ist die Frage "Was kostet eine Scheidung" in diesem Punkt etwas zu relativieren. Da Sie die Scheidung aber selbstverständlich nur einreichen, wenn Sie gute Gründe dafür haben, dürfen Sie diesen Aspekt in der Praxis durchaus vernachlässigen.

Kostenvorschuss von dem Ehepartner einfordern

Trennen Sie sich von Ihrem Ehepartner, haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt, wenn Sie bedürftig sind und sich selbst nicht unterhalten können. Können Sie sich die Kosten eines Anwalts nicht leisten und / oder die Gerichtsgebühren nicht bezahlen, können Sie verlangen, dass Ihr Ehepartner Ihnen die Scheidungskosten vorschießt. Sie haben Anspruch auf einen Kostenvorschuss. Die Scheidungskosten sind neben dem laufenden Unterhalt zu zahlen und gegenüber der staatlichen Verfahrenskostenhilfe vorrangig. Bevor Sie also Verfahrenskostenhilfe beantragen, müssen Sie klären, ob und inwieweit Sie von Ihrem Ehepartner Kostenvorschuss einfordern können oder nicht.

Da Ihnen Verfahrenskostenhilfe nicht bewilligt wird, wenn Ihnen ein Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss gegen Ihren verdienenden Ehepartner zusteht, müssen Sie diesen Vorschuss gegebenenfalls in einem gesonderten Verfahren vorab geltend machen.

Keine Verfahrenskostenhilfe erhalten Sie zudem, falls und insoweit Sie rechtsschutzversichert sind. Allerdings sind Scheidungsverfahren regelmäßig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, so dass Sie die Scheidung samt Kosten selbst irgendwie bezahlen müssen. Soweit bekannt, bietet derzeit nur die ARAG-Rechtsschutzversicherung nach eigenen Angaben Rechtsschutz bei Scheidung.

Der Ehe-Rechtsschutz der ARAG, den Sie im Privatrechtrechtsschutz als zusätzliches Modul vereinbaren können, gilt für beide Ehepartner, so dass jeder Ehegatte versichert ist. Im Scheidungsfall zahlt ARAG die Verfahrenskosten, die für jeden der Ehegatten anfallen (Familientarif). Ist jeder von Ihnen anwaltlich vertreten, trägt der Versicherer also beider Anwaltskosten. Die Gerichtsgebühren werden meist anteilig auf beide Ehepartner verteilt. Beachten Sie aber, dass die Wartezeit seit Abschluss des Rechtsschutzvertrages drei Jahre beträgt, zu dass es keinen Sinn macht, angesichts der bevorstehenden Scheidung noch schnell einen Ehe-Rechtsschutz abzuschließen.

Praxisbeispiele

Eine Scheidung ist nicht billig. Es gilt der Grundsatz: Je mehr Sie selber regeln können, desto preiswerter wird Ihre Scheidung. Sie wissen sicherlich schon, dass eine mit Ihrem Ehegatten einvernehmlich abgesprochene Scheidungsfolgenvereinbarung der ideale Weg ist, Kosten bei der Scheidung zu sparen. Jeder Streitpunkt, den Sie außerhalb des gerichtlichen Verfahrens aus dem Weg räumen und darauf verzichten, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, spart Ihnen bares Geld und steht Ihnen für Ihre neue Lebensplanung zur Verfügung. Die Frage "Was kostet eine Scheidung?" lässt sich mithin danach beantworten, was Sie ohne Anwalt und Gericht mit Ihrem Ehegatten absprechen und vereinbaren.

Die Antwort auf Ihre Frage "Was kostet eine Scheidung?" richtet sich also mithin danach, ob Sie sich einvernehmlich scheiden lassen oder eine streitige Scheidung durchzuführen ist und ob Sie Einzelverdiener sind oder auch Ihr Ehegatte eigenes Geld verdient.

Sie werden feststellen, dass die Kosten einer Scheidung erst dann in die Höhe steigen, wenn Sie sich streiten. Jeder Sachverhalt, um den Sie sich mit Ihrem Ehegatten streiten (z.B. Ihr Ehegattenunterhalt nach der Scheidung) wird nach einem eigenen Gegenstandswert beziffert, nach dem sich wiederum die Gerichts- und Anwaltsgebühren berechnen. Die Kosten für Ihre Scheidung können Sie insofern wiederum sparen, als Sie einen streitigen Sachverhalt, eine sogenannte Scheidungsfolgesache, im Rahmen Ihres laufenden Scheidungsverfahrens gleich mit erledigen, so dass der Familienrichter alles was streitig ist, im „Verbund“ entscheiden kann.

Wenn Sie hingegen erst die Scheidung aussprechen lassen und sich erst danach überlegen, auch noch den Ehegattenunterhalt nach der Scheidung geltend zu machen, müssen Sie den Ehegattenunterhalt in einem gesonderten Verfahren bei Gericht einklagen. Dafür fallen eigenständige Gerichts- und Anwaltsgebühren an. Es ist in Anbetracht der Scheidungskosten also immer günstiger, streitige trennungsbedingte Sachverhalte im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung außergerichtlich und einvernehmlich mit dem Ehegatten oder spätestens vor Abschluss des eigentlichen Scheidungsverfahrens zu regeln.

Hier erhalten Sie detaillierte Praxisbeispiele und Expertentipps zur Berechnung der Kosten bei einer Scheidung

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