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Scheidung und Trennung wegen Arbeit und Job

Liebe ist stark und erträgt sehr viel. Doch Liebe kann auch kaputt gemacht werden. Meist geschieht dies unbemerkt über einen längeren Zeitraum. Irgendwann wird man wach und stellt fest: Ich liebe meinen Partner nicht mehr. Finanzielle Probleme oder Krankheiten können dafür ebenso eine Ursache sein, wie unterschiedliche Lebensphilosophien. Ein potentieller Faktor für das Aus einer Beziehung oder Ehe ist aber auch die Arbeit und der Job. Es gehen tatsächlich mehr Beziehungen durch den Beruf kaputt, als man zunächst annehmen mag.

Die Arbeit kann in vielerlei Hinsicht ein echter Störfaktor und Liebestöter für die Beziehung werden: Etwa, wenn einer der Partner seinen Job verliert und es darüber nur noch Streit gibt oder wenn einer der Partner nur noch arbeitet und keine Zeit mehr für die Familie hat, weil die Arbeit plötzlich an erster Stelle steht. Ein Grund für eine berufsbedingte Trennung und Scheidung kann es aber auch sein, wenn ein Partner beruflich in eine andere Stadt oder sogar ins Ausland gehen muss. Nicht jede Partnerschaft hält einer Wochenendbeziehung stand, auch wenn sie nur auf wenige Jahre ausgelegt ist.

Viele Partner meistern die Aufgabe der Erziehung eines Kindes gemeinsam, doch in manchen Fällen leidet die Beziehung so unter der neuen Situation, dass eine Trennung mit Kind oder gerade eine Trennung wegen Kind der letzte Ausweg zu sein scheint.

Das Wichtigste über Scheidung und Trennung wegen Arbeit und Job für Sie:

  • Die Arbeit kann in vielerlei Hinsicht ein echter Grund für eine Trennung oder Scheidung sein.
  • Der Job-Verlust kann zu Unzufriedenheit bis hin zu Veränderungen des Verhaltens und der Persönlichkeit führen.
  • Der Job-Verlust kann eine Zerreißprobe für eine Beziehung sein.
  • Es kann das Ende der Beziehung sein, wenn ein Partner wegen des Jobs wegzieht.
  • Workaholics sind süchtig nach ihrer Arbeit, wie andere Menschen nach Drogen, Zigaretten oder Alkohol. Arbeitssüchtige streben meist nach Anerkennung, nach beruflichem Erfolg und auch nach finanziellem Erfolg.
  • Partner von Arbeitssüchtigen leiden unter der Situation, kommen sich vielleicht sogar minderwertig oder ungeliebt vor. Insgesamt leidet die ganze Beziehung und man sollte schnellstmöglich versuchen, dem Partner aus der Sucht herauszuhelfen.

Beziehungsende durch Arbeitslosigkeit

Das kommt in den besten Familien vor: Der Partner verliert den Job. Das kann gerade in der heutigen Zeit schnell passieren und muss nicht einmal die Schuld des Partners sein. Vielleicht wurde seine Stelle einfach überflüssig oder er war als gelernte Kraft zu teuer und wurde durch einen Studenten ersetzt. Dennoch fühlen gerade Männer sich nach einer Kündigung oft wie Versager. Sie fühlen sich minderwertig und schlecht, wo sie doch eigentlich das Geld nach Hause bringen und die Familie ernähren müssten. Viele Männer schämen sich nach dem Verlust der Arbeit, insbesondere, wenn die Frau arbeitet und gutes Geld nach Hause bringt. Oder aber, wenn die Frau zusätzlich mehrere Nebenjobs annimmt, um die Familie ernähren zu können.

Da kann es schnell passieren, dass der Partner ohne Arbeit sich gehen lässt, vor allem wenn er über längere Zeit keinen Job findet. Er schläft lange, macht nichts im Haushalt, sondern sitzt nur noch vor dem Fernseher. Er jammert den ganzen Tag oder schimpft über andere. Kurzum: Der arbeitslose Partner wird zunehmen frustrierter und verbitterter. Er fühlt sich vielleicht sogar unfähig und als Versager, der seine eigene Familie nicht ernähren kann. Das mag ein klassisches, veraltetes Rollenbild sein. Doch gerade viele Männer sehen sich auch heute noch in dieser Rolle und fühlen sich wertlos, wenn sie nicht zum Familienunterhalt beitragen können und die Ehefrau sich dafür kaputt arbeitet oder Karriere macht. Da kann es auch sein, dass der Partner seinen Frust an der Partnerin auslässt und sie ist ohnehin schon wütend, weil der Mann den ganzen Tag untätig daheim ist. Diese Situation birgt sehr viel Konfliktpotential.

Gelöst werden kann diese Situation vor allem durch einen neuen Job für den Partner. Doch wenn das nicht so einfach ist, kann die Situation auch sehr lange andauern. Da ist es wichtig, Aufgaben für den Partner zu finden, die das Selbstwertgefühl wieder stärken. Vielleicht kann er das Fußballtraining in der Mannschaft des Sohnes übernehmen und über das Arbeitsamt eine Umschulung machen. Gespräche sind wichtig. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Mann nach Lösungen und machen Sie ihm neutrale Vorschläge und sagen Sie, was sich ändern muss, aber ohne einen vorwurfsvollen Ton. Wenn Sie ihn wütend und gestresst darauf hinweisen, dass Sie den ganzen Tag gearbeitet haben und er wieder nur auf dem Sofa lag, folgt garantiert der nächste Streit. Warten Sie eine ruhige Minute ab.

Manchmal ist die Situation aber auch so verfahren, dass sie sich nicht mehr lösen lässt. Im Streit sind vielleicht zu viele böse Worte gefallen, das Paar hat sich auseinander gelebt oder die Wut aufeinander und der Frust sind einfach zu groß. Dann kann auch eine Trennung der letzte Ausweg sein. Wenn sich ein Partner dauerhaft hängen lässt und nicht mehr auf die Beine kommt, auch nicht mit Hilfestellung, dann lässt sich nicht dauerhaft eine glückliche Beziehung fortführen. Dann sollte man unter Umständen einen Schlussstrich ziehen, der aber gut überlegt und nicht überstürzt sein sollte.

Expertentipp:

Ermuntern Sie Ihren Partner zur Job-Suche oder zu einer Umschulung. Vielleicht gibt es etwas, das er besonders gut kann oder schon immer machen wollte? Vielleicht kann das Arbeitsamt nun helfen, diesen Traum-Job umzusetzen. Aber gehen Sie mit Fingerspitzengefühl vor und vermeiden Sie, Ihrem Partner das Gefühl zu geben, dass er ein Versager ist.

Neue Arbeit, neue Stadt

Der Partner kommt freudestrahlend nach Hause: Er ist befördert worden. Allerdings ist der neue Job in einer Niederlassung in einem anderen Land. Oder der schon länger arbeitslose Partner hat endlich eine Anstellung, aber am anderen Ende von Deutschland. Was tun? Wenn Sie selbst einen Job haben und vermutlich noch Kinder im Spiel sind, ist die Situation schwierig. Will man seinen Job aufgeben und den Kindern einen Umzug zumuten, sie aus ihrem gewohnten Umfeld reißen? Das wäre zumindest die Lösung, bei der die gesamte Familie zusammenbleibt. Aber oftmals ist es eben nicht so einfach: Man will den eigenen, guten Job nicht aufgeben und den Kindern keinen Umzug zumuten. Der Partner möchte aber den neuen Job annehmen. Es kann natürlich auch umgekehrt sein: Sie haben ein tolles Jobangebot in einer anderen Stadt und Ihr Partner hat eine Arbeit an Ihrem jetzigen Wohnort. Die Situation ist schwierig und Sie sollten als Paar entscheiden, ob Sie zusammen bleiben oder gehen – oder ob nur der Partner mit dem Jobangebot geht. Das wäre der Beginn einer Fernbeziehung. Man muss sich im Klaren sein, dass man sich oft nur am Wochenende sieht, manchmal nur alle paar Wochen. Der Partner ist nicht da, wenn man eine Schulter zum Anlehnen braucht. Vielleicht lebt man sich sogar auseinander, wenn man viel Zeit getrennt voneinander verbringt. Eine Fernbeziehung ist nicht für jeden Menschen eine geeignete Form der Beziehung. Wenn sie auf eine gewisse Zeit begrenzt ist, dann ist sie durchaus zu schaffen, wenn die Beziehung stark und gefestigt ist. Es kann aber auch das Ende der Beziehung sein, wenn ein Partner wegzieht.

Aber nur, weil ein Partner wegen des Jobs in eine andere Stadt zieht, muss das Paar die Beziehung nicht sofort aufgeben. Man kann durchaus zunächst versuchen, ob man gemeinsam eine Fernbeziehung schaffen kann. Besprechen Sie klare Regeln: Machen Sie Besuchszeiten fest, telefonieren Sie täglich. Legen Sie fest, wie lange die Fernbeziehung andauern soll. Vielleicht geht der Partner nur, um die Zeit zu überbrücken, bis eine Bewerbung in der Nähe Erfolg hat oder er geht vor und Sie kommen nach, nachdem Sie eine neue Stelle in seiner neuen Heimatstadt haben. Besprechen Sie diese Dinge vorab und entscheiden Sie gemeinsam.

Schwer wird es, wenn ein Partner alleine entscheidet und den Job annimmt und den Partner vor vollendete Tatsachen stellt. Dann sollten Sie sich fragen, ob Ihrem Partner die Arbeit wichtiger ist. Denn gerade so einschneidende Entscheidungen sollten in einer Beziehung immer gemeinsam getroffen werden.

Anders gelagert ist es natürlich wieder, wenn Sie sich auf einen Soldaten oder eine Soldatin einlassen. In dem Fall ist es vorprogrammiert, dass der Partner jederzeit innerhalb von Deutschland versetzt werden kann. Auch Auslandeinsätze können möglich sein. Auf längere Trennungen vom Partner oder auf regelmäßige Umzüge sollte man sich also einstellen, wenn man sich auf den Partner einlässt und eine ernsthafte Beziehung beginnt.

Expertentipp:

Wenn Sie ein Job-Angebot in einer anderen Stadt haben, nehmen Sie es nicht an, bevor Sie mit Ihrem Partner darüber gesprochen haben. In einer ernsthaften Beziehung sollten Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, auch wenn Sie den Job wirklich gerne machen wollen. Dann machen Sie das Ihrem Partner klar und treffen Sie gezielte Absprachen.

Verheiratet mit der Arbeit: Workaholics

Der Workaholic hört nicht mehr zu, er vergisst Verabredungen und Absprachen, er hat keine Zeit mehr für die Kinder oder für einen gemütlichen Abend als Paar.

Der Workaholic hört nicht mehr zu, er vergisst Verabredungen und Absprachen, er hat keine Zeit mehr für die Kinder oder für einen gemütlichen Abend als Paar.

„Workaholic“ ist ein gängiges Wort im deutschen Sprachgebrauch geworden. Keiner sieht es als Beleidigung, oftmals wird es spaßeshalber verwendet und „Workaholics“ werden vielleicht sogar belächelt oder beneidet. Dabei ist aber nicht zu verkennen, dass Arbeitssucht eine richtige Sucht ist. Workaholics sind also süchtig nach ihrer Arbeit, wie andere Menschen nach Drogen, Zigaretten oder Alkohol. Arbeitssüchtige bringen dauerhaft einen überdurchschnittlichen Einsatz für ihren Job, auch zu ungewöhnlichen Zeiten, etwa nachts und an Feiertagen. Noch schlimmer ist aber eigentlich, dass Workaholics eigentlich gedanklich immer an der Arbeit sind, auch wenn sie gerade einmal daheim sind und Zeit mit der Familie verbringen. Ihr Verhalten hat schon zwanghafte Züge angenommen.

Arbeitssüchtige merken, ähnlich wie der Alkoholiker beispielsweise, oftmals selbst nicht, dass sie eine Sucht haben. Sie merken nicht, dass sie sich selbst schädigen, da sie ihrem Körper keine Auszeit gönnen, quasi ständig unter Strom stehen und immer erreichbar sind. Sie merken nicht, dass sie damit auch dem Partner und den Kindern schaden. Kurzum: Die komplette Familie leidet unter der Sucht. Betroffene selbst können ihr Verhalten kaum ändern, wenn sie denn einmal eingesehen haben, dass sie arbeitssüchtig sind. Sie benötigen im Normalfall eine therapeutische Unterstützung.

Die Ursachen der Arbeitssucht

Arbeitssüchtige streben meist nach Anerkennung, nach beruflichem Erfolg und auch nach finanziellem Erfolg. Im Streben nach Erfolg und Anerkennung arbeiten sie hart. Für gute Arbeit bekommen sie oft mehr Geld und Lob vom Chef. Das kann manche Menschen in einen Kreislauf führen aus Arbeit und Lob und Lohnerhöhung. Und weil am Ende immer eine Belohnung steht, erkennen Betroffene ihre Sucht selbst nicht. Sie bekommen Lob, warum sollten sie also krank sein? Die Sucht nach dem Job wird also durch Anerkennung belohnt und somit verstärkt.

Die Symptome eines „Workaholics“

Die Arbeitssucht wirkt sich, ebenso wie etwa eine Drogensucht, vor allen Dingen auf den Körper des Süchtigen aus. Sie hat aber eine ebenso zerstörerische Wirkung auf alle persönlichen Beziehungen des Betroffenen.

Arbeitssucht kann zu einem Burn Out führen, der Betroffene kann ernsthaft psychisch erkranken. Symptome eines Burn Out sind etwa Depressionen, Herzbeschwerden, Ohrensausen, Magenschmerzen oder ein hoher Blutdruck.

Und weil die Gedanken immer um die Arbeit kreisen, leidet jede Beziehung ganz automatisch: Der Workaholic hört nicht mehr zu, er vergisst Verabredungen und Absprachen, er hat keine Zeit mehr für die Kinder oder für einen gemütlichen Abend als Paar.

Expertentipp:

Versuchen Sie, einen Urlaub mit dem Partner zu planen. Wenn er kategorisch ablehnt, weil er an der Arbeit gebraucht wird und da nicht fehlen kann, weil ein wichtiges Projekt oder eine Beförderung ansteht, fragen Sie ihn, wann Sie Urlaub machen können. Wenn er keinen Urlaub von seinem Job nehmen will und dafür fadenscheinige Ausreden findet, kann das ein Indiz für Arbeitssucht sein.

Die Beziehung leidet unter der Arbeit

Streitereien sind eigentlich unumgänglich, wenn der Partner zum Workaholic mutiert. Wer hat schon gerne einen Partner, der kaum zu Hause ist, der nur noch an die Arbeit denkt und sich nicht mehr für andere interessiert, der Absprachen vergisst und die Kinder vernachlässigt. Nebenbei macht er seinen eigenen Körper und seine Psyche dabei auch noch kaputt und man selbst muss dabei zusehen. Die Vorwürfe erkennt der Workaholic nicht oder tut sie als unbegründet ab. Schließlich ist er erfolgreich und bringt viel Geld nach Hause, wovon die Familie gut leben kann. Oder er verspricht immer wieder, dass er weniger arbeitet, sobald er die nächste Beförderung erreicht hat. Partner von Arbeitssüchtigen leiden unter der Situation, kommen sich vielleicht sogar minderwertig oder ungeliebt vor. Insgesamt leidet die ganze Beziehung. Daher sollte man schnellstmöglich versuchen, dem Partner aus der Sucht herauszuhelfen. Wenn das scheitert, ist der nächste Schritt vermutlich eine Trennung vom Workaholic.

Wer einen Partner hat, der unter Arbeitssucht leidet, der muss sich zunächst klar machen, dass Arbeitssucht eine Krankheit ist. Ebenso wie ein Drogenabhängiger kann ein Arbeitssüchtiger sich nicht einfach in der nächsten Sekunde von seinem Suchtmittel lösen und sein Verhalten ändern. Es ist nichts persönliches, dass der Partner lieber an der Arbeit ist als daheim. Vielmehr kann er einfach nicht anders und er sieht es auch nicht als Problem. Suchen Sie also immer wieder das Gespräch und bieten Sie Ihrem süchtigen Partner Hilfe an. Aber: Machen Sie keine Vorwürfe, denn das endet in Streit oder in immer neuen Ausflüchten und Ausreden. Sprechen Sie neutral und ohne Wertung mit Ihrem Partner und machen Sie ihn auf das hohe Arbeitspensum aufmerksam und auch darauf, dass die sozialen Kontakte und die Beziehung leiden. Setzen Sie ihn nicht unter Druck und drohen mit Trennung, damit der Partner eine Therapie macht. Bieten Sie ihm einfach immer wieder neutral Hilfe an und zeigen Sie ihm Hilfsangebote von Therapeuten auf.

Expertentipp:

Besprechen Sie das hohe Arbeitsvolumen Ihres Partners wertfrei mit ihm. Fragen Sie ihn, warum ihm die Arbeit so wichtig ist und zeigen Sie ihm auf, dass seine gesundheitlichen Probleme mit den Überstunden zusammenhängen. Aber: Vermeiden Sie Vorwürfe. Vielleicht kommt Ihr Partner so zur Einsicht.

Trennung wegen Arbeitssucht?

Letztlich muss man sich im Klaren darüber sein, dass man den süchtigen Partner nicht retten kann. Er muss sein Problem selbst einsehen und dann, gerne auch mit Unterstützung des Partners, daran arbeiten. Helfen kann der Süchtige jedoch nur sich selbst. Wenn Sie also unter der Arbeitssucht des Partners leiden und er das Problem nicht einsieht oder jegliche Hilfsangebote ausschlägt, dann können Sie nichts weiter tun. Dann ist es wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern und darum, dass Sie ein gutes Leben führen.

Wer das erkannt hat, hat zwei Möglichkeiten: Trennung oder bleiben. Wer beim süchtigen Partner bleibt und abwarten möchte, der sollte dennoch vor allem auf sich selbst Acht geben. Man darf von dem Partner enttäuscht sein und sich einsam und unglücklich fühlen. Man darf sich aber auch nicht von den Versprechen blenden lassen, dass der Job-Süchtige das nur für die Familie tut.

Warten Sie ab. Aber machen Sie in der Zwischenzeit Dinge, die Ihnen Spaß machen. Wenn der Partner am Sonntag arbeiten möchte, müssen Sie nicht alleine zu Hause sitzen und sauer oder traurig sein. Natürlich ist es schöner, etwas mit dem Partner zu unternehmen. Aber: Ein Tag mit der besten Freundin kann doch auch toll sein oder ein Nachmittag im Wellnesshotel. Schränken Sie sich nicht ein, sondern leben Sie Ihr Leben weiter. Sonst drohen Sie, in die Einsamkeit und Frustration abzurutschen.

Irgendwann wird der süchtige Partner dann am Ende sein. Der Körper fordert seinen Tribut, wenn er lange Zeit überbeansprucht wurde. Wenn der Partner dann sein Problem einsieht, ist es an der Zeit für eine Therapie und für eine vielleicht sogar gemeinsame Zukunft mit gemeinsamen Unternehmungen und ohne Überstunden.

Manchmal ist jedoch eine Trennung und Scheidung wegen Arbeit und Job der einzige Ausweg. Schließlich will oder kann man nicht jahrelang warten, bis der süchtige Partner seine Job-Sucht erkennt. Wer keine Kraft dafür hat oder sogar die Liebe zum Partner verloren hat, der sollte sich trennen. Es fällt sicherlich schwer, gerade wenn man sich bewusst ist, dass der eigentlich tolle Partner krank ist. Aber es hilft auch nichts, sich selbst kaputt und unglücklich zu machen, besonders wenn der Süchtige es nicht einmal bemerkt. Manchmal lebt man sich auch einfach auseinander, wenn einer der Partner die Arbeit und den Job zu hoch bewertet und mehr Zeit mit dem Chef als mit der Familie verbringt. Man sieht sich kaum, spricht wenig miteinander und entwickelt schleichend völlig unterschiedliche Ansichten und Erwartungen vom Leben.

Expertentipp:

Machen Sie sich nicht kaputt. Sie können Ihrem Partner nicht helfen, wenn er sich nicht helfen lassen will. Nehmen Sie sich Zeit und werden Sie sich klar darüber, ob Sie abwarten können, bis Ihr Partner seine Job-Sucht selbst erkennt – oder ob Sie die Trennung wollen.

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