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Geldprobleme in der Partnerschaft – Trennung wegen Geld

Es gibt viele Faktoren, die zu einer glücklichen Beziehung oder Ehe beitragen. Gemeinsame Werte, Hobbies und Vorstellungen zum Familienleben, zum Beispiel. Auch eine gewisse finanzielle Eigenständigkeit beider Partner ist wichtig. Wer Schulden hat, macht sich abhängig. Entweder von Banken oder auch vom Partner. Deshalb führen finanzielle Nöte oft zu einer Trennung wegen Geld, denn es ist schwierig, Geldprobleme aus dem Privatleben herauszuhalten. Das ist jedoch oft einfacher gesagt als getan. Streit wegen Geld oder gerade Streit wegen Geld ist fast unvermeidlich in Beziehungen und Ehen. Dabei ist es unerheblich, ob es um das Ausgeben vorhandener Summen geht oder um gemachte Schulden. Letztgenanntes ist jedoch weitaus bedrohlicher für eine Beziehung oder Ehe, denn ein geregeltes Einkommen ist die Basis für eine gesicherte Existenz. Wackelt diese, kann auch die Beziehung wegen dem Streit wegen Geld aus dem Gleichgewicht. Dabei ist es meist unerheblich, wie die Schulden entstanden sind. Existenzängste überschatten auf die Dauer jede noch so glücklich gestartete Partnerschaft. Vor allem wenn Kinder mit im Spiel sind, wirkt sich eine Überschuldung belastend auf die ganze Familie aus und erhöhen das Risiko für eine Trennung wegen Geld. Was für Auswirkungen Geldprobleme in der Beziehung und Streit wegen Geld haben können und wie diese eventuell lösbar sind, können Sie unten stehend nachlesen.

Das Wichtigste zum Thema „Geldprobleme in der Partnerschaft – Trennung wegen Geld“ für Sie:

  • Finanzielle Schwierigkeiten kommen in vielen Familien vor. Vor allem eine Disbalance zwischen Einnahmen und Ausgaben oder ein unvorhergesehenes Ereignis sind Gründe hierfür.
  • Geldprobleme sind Gift für eine Beziehung, weil dadurch ein gesunder Nestbau verhindert wird.
  • Wer finanziell vom Partner abhängig ist, ist dies in einer gewissen Weise auch emotional. Das ist ein Nährboden für Streit wegen Geld.
  • Es ist normal, dass in einer Partnerschaft nicht beide Partner gleich viel Geld investieren. Das kann jedoch auch zu Konflikten führen, die letztendlich eine Trennung wegen Geld verursachen können.
  • Wer gerne gibt, wird auch leicht ausgenutzt. Damit Ihnen das nicht ständig passiert, müssen Sie lernen, Grenzen zu setzen.
  • Existenzängste sorgen in vielen Fällen dafür, dass die Betroffenen immer weiter vor den Problemen davonlaufen. Geldprobleme in der Partnerschaft können schwerwiegende Auswirkungen haben und auch eine Trennung oder gar Scheidung nach sich ziehen.
  • Eine Privatinsolvenz kann sowohl finanziell als auch psychisch für Ruhe in Ihrem Leben sorgen.
  • Wer gemeinsam wirtschaftet, ist auch gemeinsam für eine Misswirtschaft verantwortlich.
  • Eine vernünftige Trennung von Geldangelegenheiten und eine gute Kommunikation können dabei helfen, dass der Streit wegen Geld und das Risko für eine Trennung wegen Geld minimiert wird.

Wodurch entstehen Geldprobleme in der Partnerschaft?

Geldprobleme können auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. Es kann sein, dass Ihr Partner oder auch Sie selbst schon immer Probleme mit Finanzen hatten, die entweder auf ein geringes Einkommen oder einen übermäßigen Konsum zurückzuführen sind. Es kann auch sein, dass die Geldprobleme ganz plötzlich entstehen, beispielsweise aufgrund einer Firmenpleite oder wegen einer Krankheit. Bei den ersten beiden Varianten sind die monatlichen Ausgaben auf Dauer höher als die Einnahmen. Eine sehr einfache Rechnung, wie es scheint. Im ersten Fall ist vielleicht eine Arbeitslosigkeit, Krankheit oder auch ein Studium der Grund für einen geringen Verdienst. Auch schlecht bezahlte Jobs können sich auf die finanzielle Balance auswirken. Vor allem Berufe im sozialen oder kulturellen Bereich sind oft unterbezahlt. Es bleibt kaum etwas übrig, um für schlechte Zeiten Rücklagen zu bilden. Gegen Ende des Monats muss der Gürtel enger geschnallt werden. Es kann schon einmal sein, dass es drei Tage Nudeln mit Tomatensoße gibt. Eine traurige, aber alltägliche Situation deutscher Familien. Vor allem wenn Kinder da sind, ist das Geld oft noch knapper. Kommen unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise ein defektes Auto oder eine kaputte Waschmaschine ins Spiel, hilft nur noch eine Überziehung des Kontos. Die Rückzahlung von Schulden verringert das monatliche Einkommen dadurch noch weiter. Eine Abwärtspirale der Geldprobleme in der Beziehung oder Ehe, aus der viele keinen Ausweg mehr finden.

Aber auch ein übersteigerter Konsum kann Ursache für Geldprobleme in der Beziehung sein. Hier liegt der Verdienst im normalen Bereich, die Familienmitglieder geben jedoch mehr Geld aus, als eigentlich eingenommen wird. Teure Klamotten und schicke Autos sollen den eigenen Status erhöhen und den eigenen Wert nach außen hin darstellen. Ein Leben auf Pump, das in vielen Fällen oft ein jähes Ende nimmt. Spätestens wenn der Dispokredit nicht weiter überzogen werden kann oder der Job plötzlich verloren geht.

Auch eine Firmenpleite kann für Geldprobleme in der Partnerschaft verantwortlich sein. Gerade in den letzten Jahren nach der Wirtschaftskrise, mussten vor allem kleine und mittelständische Betriebe schließen. Auch wenn die Firma rechtlich abgesichert ist und die Inhaber nicht selbst haften, bedeutet der Wegfall des Betriebs gleichzeitig, dass auch die Familie kein geregeltes Einkommen mehr hat. Im schlimmsten Fall haftet diese sogar mit dem Privatvermögen. Hier stehen die Partner oft von heute auf morgen ohne Einkünfte und mit einem riesigen Schuldenberg da. Egal in welchem der drei Fälle Sie Ihre Situation gespiegelt sehen - Sie stehen bei weitem nicht allein da, denn die Zahl überschuldeter Haushalte in Deutschland steigt jedes Jahr weiter an. Das ist beunruhigend, denn Geldprobleme in der Partnerschaft ziehen zwangsläufig auch partnerschaftliche Probleme, Streit wegen Geld und vielleicht sogar eine Trennung wegen Geld nach sich.

Streit wegen Geld als Beziehungsproblem

Wenn Ihr Partner ständig in den Miesen steckt, sich immer und überall Geld leihen muss oder die eigene Firma langsam, aber sicher an den Rand des Bankrotts fährt, leidet auch die Beziehung darunter und Streit wegen Geld tritt vermehrt auf. Geld bedeutet Absicherung. Es bedeutet, dass das eigene Nest nicht vom nächsten Windstoß hinweg geblasen wird. Wer ständig damit beschäftigt ist, Geld hinterherzurennen oder vor Gläubigern wegzurennen, hat oft keine Energie für andere wichtige Dinge. Eine Zukunftsplanung ist bei Geldproblemen in der Partnerschaft kaum möglich, da diese auf keinen stabilen Grund gebaut werden kann. Wie soll auch ein Heim geplant werden, wenn nicht sicher ist ob das Geld überhaupt für einen Kleiderschrank reicht. Auch ein Urlaub, der Entspannung bringen könnte, ist meistens nicht in Sicht. Doch Partnerschaften leben von gemeinsam gebildeten sicheren Oasen. Der Nestbau liegt in der Natur des Menschen und wenn es hier an der Basis bereits Geldprobleme in der Beziehung oder Ehe gibt, kann keine Liebe lange unbeschwert bleiben.

Das Thema Geld und der Streit wegen Geld überlagert über kurz oder lang alle anderen Themen. „Dafür ist kein Geld da“, „Das können wir uns nicht leisten“. Ein trauriger Sachverhalt. Vor allem Kinder leiden doppelt unter finanziellen Nöten in der Familie. Denn der soziale Druck in der Schule ist hoch. Kein besonders schöner Zustand, aber leider nur allzu oft Realität. Da hilft es nur in Maßen, wenn die Kinder so erzogen werden, dass Materielles keine große Rolle im Leben spielt. Kinder funktionieren noch nicht auf dieser rationellen Ebene. Das bedeutet nicht, dass dies nicht auch eine gute Lektion für das spätere Leben sein kann. In dem Moment ist es jedoch belastend und die Kinder schämen sich für ihre Armut. Durch Geldprobleme in der Partnerschaft und Streit wegen Geld kann es auch zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse kommen. Das erhöht das Risiko für eine Trennung wegen Geld enorm.

Abhängigkeit aufgrund von Geldproblemen in der Partnerschaft

Abhängigkeit kann bedeuten, dass ein Ungleichgewicht innerhalb der Partnerschaft besteht. Allzu schnell entsteht hier, wenn auch meist ungewollt, ein ungleiches Machtverhältnis. Ein Partner gerät in die Schuld des anderen. Das kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, wenn jedoch Geld im Spiel ist, hat diese Schuld sozusagen einen tatsächlichen Betrag. Der Schuldner wird vielleicht, aus einem schlechten Gewissen heraus, bestimmte Unstimmigkeiten nicht ansprechen und die eigene Unzufriedenheit auch in anderen Bereichen herunterschlucken. Der „Geldgeber“ in der Partnerschaft spielt eventuell seine überlegene Position aus. Streitigkeiten enden mit der Feststellung „Zahl Du erst einmal Deine Schulden zurück“. Ungesund. Aber Streit wegen Geld in Beziehungen läuft eben oft nicht gerade fair ab. Auch Reue im Nachhinein lässt einen bitteren Geschmack zurück. Auf Dauer führt das zur Entfremdung. Immer mehr ungeklärte Missverständnisse sorgen dafür, dass eine Trennung wegen Geld immer unvermeidlicher wird.

Aber auch wenn beide Partner Geldprobleme in der Beziehung oder Ehe haben oder eben eine gemeinsame Firma pleite gegangen ist: Probleme häufen sich an allen Ecken. Auch hier gibt es oft die unausgesprochene Frage: Wer ist an allem schuld? Dass es hierauf meistens keine eindeutige Antwort gibt, ist nebensächlich. Wenn es einmal zu Streit wegen Geld und Verletzungen in diesem Bereich gekommen ist, ist ein Zurückrudern schwer und eine Trennung wegen Geld wahrscheinlich. Vor allem, wenn einer der beiden Partner dem Anderen finanziell unter die Arme gegriffen hat.

Dem Partner finanziell aushelfen?

In den allermeisten Familien ist es normal, dass die Mitglieder sich gegenseitig helfen. Auch finanziell. Vor allem, wenn plötzlich Kinder auf die Welt kommen, ist es oft erst einmal der Mann, der die ganze Familie versorgt. In einigen Fällen geht die finanzielle Unterstützung jedoch wesentlich weiter. Es gibt Fälle, in denen einer der beiden Partner nicht zurück in die Arbeitswelt findet und die Unterstützung über Jahre hinweg dauert. Oder auch eine Weiterbildung angestrebt wird und der Ehepartner die Kosten hierfür mitträgt. In anderen Fällen wird die Erbschaft des Partners in die neu gegründete Firma investiert. Auch größere Anschaffungen gehen oft auf Kosten nur eines Partners. Ob das eine Beziehung aushält oder ob der Streit wegen Geld zu einer Trennung wegen Geld führt, ist jeweils abhängig davon, wie die Rückzahlung geregelt ist oder ob diese überhaupt eine Rolle spielt. Erfahrungsgemäß kann jedoch gesagt werden, dass das Leihen einer größeren Summe innerhalb einer Beziehung oder Ehe, fast immer Geldprobleme in der Partnerschaft und Streit wegen Geld nach sich zieht. Die allergrößten Probleme entstehen vor allem dann, wenn sich beide tatsächlich trennen oder scheiden lassen. Wenn hier ungeklärt ist, wie eine Rückzahlung des Betrages ablaufen soll, kann dies zu einem langwierigen Rechtsstreit führen.

Expertentipp:

Es in jedem Fall ratsam, einen Vertrag aufzusetzen, wenn größere Geldsummen ausgetauscht werden. Das mag auf den ersten Blick nüchtern und kalt erscheinen, klärt jedoch Grenzen und vermeidet schlaflose Nächte für beide Seiten.

Grenzen bei Geldproblemen setzen

Eigene Grenzen setzen, ist schwer, aber zwingend notwendig. Wer immer nur Ja sagt und den Geldhahn bei jeder Bitte laufen lässt, kann im Extremfall Menschen in sein Leben, die Gutmütigkeit ausnutzen, ziehen. Dies muss nicht einmal bewusst ablaufen. Ein Sprichwort sagt, dass jeder Topf einen passenden Deckel findet. Manchmal ist dies jedoch auch negativ zu interpretieren. Und zwar immer dann, wenn eine spendable, äußerst großzügige Person auf eine Person trifft, die von Kind auf gelernt hat, anderen Menschen die Lösung der eigenen Probleme zu überlassen. Diese Muster lassen sich schon zu Beginn einer Beziehung erkennen, zeigen sich dem ausgenutzten Partner aber meist erst, wenn die rosarote Brille verschwunden, das Geld alle ist und der Partner anfängt über eine Trennung wegen Geld zu sprechen. Das kann äußerst schmerzhaft sein und auch ärgerlich, denn schließlich hätte die betroffene Person das Geld im Nachhinein betrachtet auch gerne für andere Dinge ausgegeben.

Hier ist es wichtig, schon zu Beginn einer Beziehung oder Ehe darauf zu achten, wie die andere Person mit Geld umgeht. Lässt sich diese ständig einladen und trägt wie selbstverständlich nichts bei? Überlässt diese Ihnen auch in anderen Situationen die Lösung von Geldproblemen, die Sie im Grunde genommen gar nicht betreffen? Besitzt die geliebte Person verhältnismäßig viel für ein recht geringes Einkommen? All diese Fragen können Ihnen helfen zumindest vorsichtig zu sein, wenn Sie die Tendenz haben immer wieder Beziehungen mit Menschen einzugehen, die Sie finanziell ausnutzen. Sollten Sie hier einen Verdacht schöpfen, können Sie schon von Anfang auf die Bremse treten und dem Gegenüber beispielsweise das Bezahlen zumindest einiger Restaurantbesuche überlassen. Sie werden an deren Reaktion schnell erkennen, ob Sie es mit einem bewussten oder unbewussten Ausnutzer zu tun haben.

Aber nicht immer laufen die Situationen so ab wie oben beschrieben. Meistens verläuft eine Verschuldung schleppender und beide Partner sind beteiligt, wenn es Geldprobleme in der Beziehung oder Ehe gibt. Dann bezieht sich das Grenzen setzen eher auf die Außenwelt. Dem Drängen der Freunde endlich in den Tennisverein einzutreten oder nun doch einmal in das teure Restaurant mitzugehen, muss standgehalten werden. Nicht ganz so einfach, denn in der Regel ist das soziale Leben im Freundeskreis auch mit Ausgaben verbunden. Hier kann es sein, dass sich eine Grenzziehung in diese Richtung auf die Anzahl der Freunde auswirkt. Richtige Freunde werden Ihnen jedoch erhalten bleiben. Zumindest, wenn Sie es schaffen, Ihre Existenzängste und Geldprobleme in der Partnerschaft nicht zum zentralen Thema in Ihrem Leben zu machen. Das gilt für den Fall des Zusammenbleibens genauso, wie wenn Sie eine Trennung wegen Geld erwägen.

Existenzängste – Trennung wegen Geld?

Geldsorgen sind immer mit Existenzängsten verbunden. Doch wie schaffen Menschen es, mit diesen Ängsten umzugehen. Während es sich bei anderen Angstformen, wie beispielsweise der Angst vor Spinnen, um nicht reale Sorgen handelt, ist die Angst vor dem finanziellen Ruin meist nur allzu greifbar. Dies kann dazu führen, dass Geld zum zentralen Thema im Leben wird. Besser gesagt, die Abwesenheit von Geld und wie es möglich ist, „reich“ zu werden. Die meisten Menschen mit Schulden träumen von einem plötzlichen Lottogewinn, der alle Probleme mit einem mal auslöscht. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus.

Unbezahlte Rechnungen, abgestellter Strom, kein Geld, um das Telefon zu bezahlen. Dass dies tatsächlich unter die Haut geht und eine extreme Belastung für alle beteiligten Personen ist, muss nicht näher erklärt werden. Die Ängste um das eigene Wohlbefinden sorgt auch dafür, dass viele Partnerschaften zwar bereits kaputt sind, aber die Befürchtung ohne den Partner noch weiter abzusinken, wie ein Kitt wirkt, der die Beziehung künstlich am Leben hält. Die Geldprobleme in der Partnerschaft werden gemeinsam verdrängt, die Familie und Freunde immer wieder um Geld angepumpt. Vielleicht spielen auch Alkohol oder Drogen eine Rolle. Der Drang, wegzulaufen ist stark. Doch auf die Dauer ist Flucht keine Lösung, denn die Gläubiger haben auch rechtliche Mittel, um die Existenzängste weiter zu schüren und die Schuldiger zum zahlen zu bewegen. Spätestens, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, sollten Sie und Ihr Partner überlegen, ob eine Privatinsolvenz vielleicht sinnvoll sein könnte.

Zeit für eine Privatinsolvenz?

Wer hilflos überschuldet ist, hat in Deutschland die Möglichkeit durch eine so genannte Verbraucherinsolvenz die Schuldenberge über ein geordnetes Gerichtsverfahren abzubauen. Je nach Höhe der Schulden und Höhe des Einkommens kann dies zwischen 3-5 Jahren dauern. Dies lohnt sich für all diejenigen, die sich ausrechnen können, dass sie die Schulden auf normalem Wege nicht abbezahlen können. Auch wenn eine Privatinsolvenz auf den ersten Blick abschreckend wirken mag, genauer betrachtet bietet diese vielen Überschuldeten eine Chance noch einmal von vorne anzufangen. Es ist sogar möglich, dass durch die Insolvenz das monatliche Einkommen wieder in einen normalen Bereich gerät. Vor allem hat eine Insolvenz zur Folge, dass Sie sich keine Sorgen mehr um Ihre Existenz machen müssen. Mit dem Eintreten der Insolvenz wird den Gläubigern jegliches Recht genommen weiterhin Schulden bei Ihnen einzutreiben. Damit verschaffen Sie sich die nötige Ruhe, um noch einmal ganz von vorne anzufangen. Auch wenn es in den Insolvenzzeit sicher nicht zu Höhenflügen reichen wird, ein normales Leben ist möglich und wer ein wenig spart, kann sich sicher auch mal einen Urlaub leisten.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Privatinsolvenz ist, dass diese Ihnen auch ein Stück Seelenfrieden zurückgeben kann. Denn ein Neuanfang wirkt sich auch reinigend auf Ihre Psyche aus. Es kann sein, dass Sie nun endlich die Kraft finden, sich vom Partner zu trennen, der im Endeffekt auch mitverantwortlich für Ihre Schulden und Geldprobleme in der Beziehung war. Wenn Ihr Partner derjenige ist, welcher die Privatinsolvenz antritt, kann dies Ihre Beziehung stabilisieren und Ihnen immer mehr Lichtblicke für die Zukunft verschaffen. Vielleicht nicht in der Anfangszeit der Insolvenz, aber doch sicher, wenn das Schlimmste einmal überstanden ist.

Neben einer Insolvenz gibt es auch noch andere Möglichkeiten, wie Sie oder Ihr Partner Schulden loswerden können. Hilfestellung kann Ihnen in jedem Fall eine Schuldnerberatungsstelle geben. Diese sind kostenlos und können Sie durch den gesamten Prozess des Schuldenabbaus begleiten. Wenn es Ihr Partner ist, der die Schulden mit in die Familie gebracht hat, werden Sie sich nun vielleicht fragen, ob Sie mitverantwortlich sind und ob auch Ihr Vermögen damit angreifbar ist.

Bin ich für die finanziellen Schwierigkeiten des Partners mitverantwortlich?

Um die Frage nach der gemeinsamen Verantwortung klären zu können, muss zunächst einmal gefragt werden, ob Sie sich denn verantwortlich für den Schuldenberg fühlen oder ob Sie damit nichts zu tun haben? Vielleicht haben Sie die finanziellen Angelegenheiten schon immer Ihrem Partner überlassen und stehen jetzt vor einem unerwarteten Scherbenhaufen. Das ist natürlich keine besonders angenehme Situation. Denn wenn Sie gemeinsam wirtschaften, wird bei einer Pfändung auch das gemeinsame Konto angegriffen. Das betrifft Sie dann ganz konkret. Hier müssen Sie sich nun fragen, ob Sie wirklich keine Verantwortung für die Situation tragen oder ob Ihr Partner Ihnen etwas vorgespielt hat. Meistens sind beide Partner gleichermaßen für die Finanzprobleme verantwortlich. Wer heiratet oder einen Haushalt teilt, lebt grundsätzlich einmal in „guten und in schlechten“ Zeiten zusammen. Das bedeutet auch, dass die Verantwortung für entstehende Schulden beide Partner betrifft. Haben Sie getrennte Konten, sind Sie sozusagen aus dem Schneider. Nur die Person, welche die Schulden gemacht hat, wird von den Gläubigern aufgesucht. Sie müssen nun selbst entscheiden, wie Sie das mit Ihrem Partner regeln wollen. Wenn Sie zusammenbleiben, wird das auch für Sie finanzielle Einschränkung bedeuten. Wenn Sie sich für eine Trennung wegen Geld entscheiden, kann es zu Vorwürfen und Streit wegen Geld von Seiten des Partners kommen. Und auch zu Forderungen, dass Sie sich am Abtragen der Schulden beteiligen. Seien Sie fair und gerecht. Sollten Sie der ehrlichen Meinung sein, dass Sie für die Schulden mitverantwortlich sind, können Sie zumindest Ihre Unterstützung anbieten. Dabei muss es nicht einmal nur um Geld gehen. Auch schon kleine Gesten zeigen, dass Sie beide auch in stürmischen Zeiten nicht Ihre Menschlichkeit verloren haben.

Hier erfahren Sie alles über die Handhabung von Schulden bei einer Scheidung.

Wie kann eine Trennung wegen Geld vermieden werden?

All das oben Beschriebene muss gar nicht eintreten. Weder finanzielle Abhängigkeit in der Partnerschaft noch die Angst, dass das eigene Vermögen durch fahrlässiges Verhalten des Partners in Gefahr gerät. Zunächst einmal ist es mehr als sinnvoll, wenn beide Partner weiterhin getrennte Konten pflegen. Das verhindert vor allem Streit wegen Geld. Da es, vor allem was Miete oder gemeinsame Ausgaben betrifft, mühselig ist, alles zu trennen, ist ein gemeinsames Konto zudem sinnvoll, auf das beide Partner jeden Monat einen bestimmten Betrag überweisen. Auf diese Weise sind die finanziellen Angelegenheiten wirklich fair geregelt. Das heißt nicht, dass jeglicher Streit wegen Geld vermieden werden kann, aber zumindest auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt werden kann.

Während der Familiengründungszeit sind natürlich auch andere Regelungen zu treffen. Es ist klar, dass hier einer der beiden Partner finanziell mehr in die Familie investiert als der andere. Dies sollte aber auch nicht zu größeren Problemen führen. Es ist grundsätzlich immer wichtig, offen über Ängste und Sorgen zu sprechen und nicht erst abzuwarten bis die ganze Welt einstürzt. Auch wenn Sie das Gefühl haben, abhängig vom Partner zu sein, können Sie dies auf den Tisch bringen. Eine offene und ehrliche Kommunikation kann Ihnen einerseits dabei helfen, eine glückliche Beziehung zu führen, und andererseits auch bei Streit wegen Geld und bei einer Trennung wegen Geld einen Rosenkrieg zu vermeiden.

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