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Wie kann ich erreichen, dass mir meine Mutter den Namen meines leiblichen Vaters verrät?

Kinder haben das Recht zu erfahren, wer der Vater ist

Das Bundesverfassungsgericht hat schon vor ca. 15 Jahren entschieden, dass ein Kind das Recht hat, zu wissen, wer sein leiblicher Vater ist. Falls die Mutter nicht freiwillig dazu bereit ist, Auskunft über den Vater zu geben, so kann das Kind die Auskunft gerichtlich einfordern.

Die Mutter wird in einem Gerichtsverfahren dann befragt, mit wem Sie in der gesetzlichen Empfängniszeit alles intim war und wer also als Vater in Frage kommt.

Für ein minderjähriges Kind ist im Gerichtsverfahren ein Ergänzungspfleger zu bestellen, der das Kind gegenüber der Mutter im Gerichtsverfahren vertritt.

Was passiert, wenn die Mutter keine Angaben zum Vater macht?

Wenn die Mutter zur Auskunftserteilung verurteilt wurde und nach Erlass des Urteils nicht bereit ist Auskunft zu erteilen, so können gegen sie Zwangsmittel geltend gemacht werden, um sie zur Nennung des Kindesvaters zu bewegen. Als Zwangsmittel kommt die Festsetzung eines Zwangsgeldes oder ersatzweise Zwangshaft in Betracht.

Expertentipp:

Selbst, wenn Sie einen triftigen Grund haben, Ihrem Kind seinen leiblichen Vater nicht preis zu geben, so denken Sie bitte daran, wie Sie die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind zerstören können, wenn Sie es auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen.

Sie müssen Ihrem Kind notgedrungen zugestehen, dass es ein Recht auf Kenntnis seiner Herkunft hat.

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