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Kommunikationsprobleme und Desinteresse in der Beziehung / Ehe

Wir alle kennen das. Ein gemütlicher Abend mit einem befreundeten Paar zusammen und immer wieder meldet sich ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend zu Wort. Es herrscht eine eisige Stimmung und dies liegt daran, dass das Paar gegenüber lediglich kalte Blicke austauscht und immer wieder bissige Bemerkungen fallen lässt. Es ist klar: Bei dem Paar stimmt etwas gewaltig nicht. Eine weitere Verabredung ist fragwürdig.Doch was ist, wenn nicht ein anderes Paar, sondern Sie selbst von einer solchen Missstimmung betroffen sind? Haben Sie sich in obigen Zeilen wiedererkannt? Haben auch Sie das Gefühl, dass in Ihrer Beziehung einige Dinge gewaltig schieflaufen und dass eine Trennung oder gar Scheidung wegen diesen Kommunikationsproblemen gar nicht mehr in weiter Ferne liegt? Oft ist es so, dass Paare gar nicht mehr wahrnehmen, dass Ihre Beziehung aus den Fugen geraten ist. Schweigen und ständige Streitigkeiten werden im Laufe der Zeit oft als normal empfunden, da sich die Konflikte erst nach und nach einschleichen und immer mehr zuspitzen.

Vielleicht haben Sie ja Glück und jemand spricht Sie darauf an, ob alles in Ihrer Beziehung in Ordnung ist, weil es auffällig ist, dass Sie und Ihr Partner nicht mehr miteinander reden. Das ist für viele dann wie ein Spiegel, den sie vorgehalten bekommen. Meistens dreht sich die Eskalationsspirale jedoch so lange, bis es vollkommen eskaliert. Streit ums Sorgerecht und Besitztümer lassen Beziehungen in einen Trümmerberg versinken. Doch so weit muss es eigentlich gar nicht erst kommen. Mit einigen Kommunikationsregeln und etwas mehr Gelassenheit lassen sich auch verkorkste Beziehungen retten, vor allem wenn eine Paartherapie zu Rate gezogen wird.

Lesen Sie im Folgenden einige Anregungen zu dem Thema "Trennung und Scheidung wegen Desinteresse und Kommunikationsproblemen". Vielleicht bietet sich für Sie hier Inspiration, die Sie als Bereicherung mit in Ihre Beziehung nehmen können.

Das Wichtigste zum Thema "Desinteresse und Kommunikationsprobleme als Grund für eine Trennung oder Scheidung" für Sie:

  • Das sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern ist nichts Neues. Wenn jedoch Konflikte nicht bearbeitet werden, kann es zu immer tieferen Kommunikationsproblemen und Desinteresse in der Beziehung / Ehe kommen, die schwer überwindbar sind und letztendlich in einer Trennung oder gar Scheidung enden können.
  • Frauen und Männer haben, aufgrund körperlicher Unterschiede und unterschiedlicher Sozialisation, andere Wahrnehmungen und Problemlösestrategien für aufgetretende Kommunikationsprobleme.
  • Wenn der Partner schweigt oder nicht über die eigenen Gefühle spricht, machen wir uns oft ein eigenes Bild vom Seelenzustand des Gegenübers, welches nicht immer besonders positiv ausfällt.
  • Desinteresse kann auch aus Abwehr entstehen, wenn der Körper auf Stress mit Flucht reagiert. Dies ist nicht unbedingt ein bewusster Vorgang, sondern in der Kindheit erlernte Bewältigungsstrategie.
  • Anstatt über eigene Gefühle zu sprechen, suchen viele Paare die Schuld für das eigene Unglück beim anderen. Das hat unter anderem mit den Konfliktlösestrategien der Eltern zu tun.
  • Wieder zurück ins Gespräch zu kommen, ist auf jeden Fall möglich. Hierfür müssen vor allem die Muster der Kommunikationsprobleme analysiert und aufgebrochen werden, wobei eine dritte Person sehr hilfreich sein kann.
  • Eine Paartherapie hilft dabei, die eigenen und die Bedürfnisse des Partners besser verstehen zu lernen und gleichzeitig Kompromisse schließen zu können.
  • Vor allem wenn der Partner keine Kooperationswilligkeit zeigt, ist es Zeit die Notbremse zu ziehen und eine Trennung oder Scheidung wegen gravierendem Desinteresse und Kommunikationsproblemen zu erwägen.
  • Die nächste Beziehung bietet Ihnen die Gelegenheit schon im Vornherein alles besser zu machen, indem Sie zu allererst für Ihr eigenes Glück sorgen.

Beziehungen im Laufe der Zeit

Es ist normal, dass sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern. Die meisten Beziehungen beginnen mit einer aufregenden Verliebtheitsphase, mit stundenlangen Gesprächen, kuscheln und sich in die Augen schauen. Dauert die Beziehung schon eine Weile an, werden diese aufregenden Tage immer rarer. Paare finden mit der Zeit in einen gemeinsamen Alltag und damit kehrt auch oft eine gewisse Zähheit und teilweise auch Langeweile ein. Es kann sein, dass Sie teilweise denken, dass Sie sich nicht mehr viel zu sagen haben. Vielleicht ist es sogar so, dass Sie sich ernsthafte Gedanken über eine Trennung oder gar Scheidung wegen diesem Desinteresse und den Kommunikationsproblemen machen.

Viele Paare laufen ein oder mehrere Stadien durch, in der es kriselt. Die Kommunikation ist abgeflacht, es scheint, als ob der Partner kaum mehr Interesse hat. Tatsächlich ist dies kein besonders gutes Zeichen, aber nicht immer ein Grund, gleich alle Register zu ziehen und eine Trennung oder Scheidung wegen diesen Kommunikationsproblemen einzureichen. Vielmals handelt es sich lediglich um schon lange vergrabene Konflikte, die sich wie eine Wand zwischen beide Partner geschoben hat. Hier geht es weder in die eine, noch in die andere Richtung weiter. Oft wissen die beiden Partner auch gar nicht mehr, weshalb und wann sich die Leidenschaft und Liebe in eisiges Schweigen und Desinteresse umgewandelt hat. Es handelt sich um einen schleichenden Prozess, der meist dann beginnt, wenn ein Konflikt verschleppt wird oder einer der beiden Partner eine Kränkung nicht verzeihen kann. Oft gehen diese Unstimmigkeiten mit sexuellen Problemen einher, was noch weiter zu einer Verschärfung der Situation führt. Irgendwann ist die Spannung so geladen und die Kommunikationsprobleme so groß, dass es keinen Weg mehr zurück gibt als eine Trennung oder gar Scheidung. Dabei ist es oft so, dass Frauen viel häufiger das Desinteresse und die Kommunikationsprobleme in der Beziehung / Ehe beklagen.

Frauen und Männer nehmen Beziehung unterschiedlich wahr

Es ist nicht genau erforscht aus welchem Grund Frauen und Männer Beziehungen anders sehen und Kommunikationsprobleme anders wahrnehmen. Zwar gibt es einige Anzeichen, dass die Gehirnstruktur und Hormonproduktion für unterschiedliche Wahrnehmung und Gefühlswelten verantwortlich sind, der Einfluss von Erziehung im Elternhaus wird jedoch ebenfalls als nicht unbeachtlich eingeschätzt. Tendenziell sind es zumindest oft Frauen, die über Unzufriedenheit, Desinteresse und Kommunikationsprobleme in der Beziehung oder Ehe klagen. Es scheint so, als wären Männer viel eher gewillt eine unangenehme Situation zu Hause auszuhalten. Oft ziehen sich diese zurück und gehen Hobbies nach oder ziehen sich in die berühmte Garage zurück um sich dem Heimwerkeln zu widmen.

Frauen hingegen scheinen, eventuell aufgrund anderer emotionaler Ausprägung, viel häufiger in der Beziehung zu leiden und ihren Unmut auf den Tisch zu bringen. Einer der Gründe hierfür könnte sein, dass Frauen untereinander oft gefühlsbetonte Freundschaften pflegen und deshalb diese Gefühlsbetonung auch vom Partner erwarten. In Männerfreundschaften werden Konflikte ganz anders ausgetragen als dies zwischen Frauen der Fall ist. Selbstverständlich hat sich auch hier in den letzten Jahren einiges verändert. Tendenziell ist es jedoch so, dass Frauen untereinander viel eher bereit sind über die eigenen Gefühle zu sprechen und auch eher merken, wenn der Gegenüber verstimmt ist. Männer hingegen klopfen sich sprichwörtlich gegenseitig auf die Schulter und haben Konflikte bald wieder vergessen.

Keine der beiden Strategien ist besser oder schlechter, um Kommunikationsprobleme in der Beziehung oder Ehe zu vermeiden. Nur wenn Mann und Frau die Verhaltensweisen des Gegenübers falsch deuten, kommt es häufig zu Vorwürfen und Streit. Frauen erwarten von ihren Männern oft, dass diese mehr auf sie eingehen, auch mal von alleine merken, wenn etwas nicht stimmt. Männer hingegen sind in dieser Richtung viel ausgeglichener. Sie nehmen sich die Dinge nicht ganz so zu Herzen. Dafür haben diese aber auch Schwierigkeiten einen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu finden und diese entsprechend zu artikulieren. Beide Geschlechter können hier einiges voneinander lernen und sich gegenseitig befruchten. Leider fehlt es in Partnerschaften oft am Verständnis für die Art und Weise, wie das Gegenüber fühlt und denkt. Das führt unweigerlich zu gravierenden Kommunikationsproblemen.

Desinteresse und Kommunikationsprobleme in der Beziehung / Ehe

Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene ist Schweigen und Desinteresse die größte Strafe. Nicht zu wissen, was der andere denkt, aber auch nicht nachfragen zu können, sei es aus Stolz oder aus anderen Gründen, kann verrückt machen. Die meisten Menschen fangen dann an, sich in den Kopf des Gegenübers hineinzuversetzen. „Bestimmt denkt er jetzt dies oder jenes.“, „Wahrscheinlich ist er in Gedanken bei seiner heimlichen Geliebten.“ Andere Menschen fangen an, geradezu obsessive Hassgedanken dem Partner gegenüber zu entwickeln. Der Grund für die ganze Frustration und das ganze Leid wird im Gegenüber gesucht. Projektion heißt hier das große Stichwort. Gespräche, die eigentlich innerhalb der Beziehung ablaufen sollten, finden lediglich im eigenen Kopf statt. Plötzlich haben Paare ein ganz anderes Bild von einander. Die natürliche Entwicklung hier ist, dass sich die Partner immer mehr auseinanderleben und nicht mehr wissen, wie es dem anderen gerade geht. Da kann es auch leicht vorkommen, dass der Eindruck entsteht, dass der Partner keine Gefühle mehr für die eigene Person hat und nur noch Desinteresse zeigt.

Wenn sich der Partner scheinbar nicht mehr für Sie interessiert

Wenn sich die Situation schon soweit zugespitzt hat, dass auf Ihre Fragen nur noch mürrische Antworten erfolgen oder der Partner mehr im Hobbykeller oder mit Freunden zusammen ist als mit Ihnen, ist es nur allzu verständlich, wenn Sie sich fragen, ob der Partner überhaupt noch Gefühle oder nur noch Desinteresse für Sie hat. Der Grund für ein solche Kommunikationsprobleme in der Beziehung oder Ehe muss aber nicht darin liegen, dass der Partner Sie nicht mehr liebt. Vielmehr kann es sein, dass dieser den Rückzug wählt um weitere Streitereien und darauf folgendes Schweigen zu vermeiden. Es kann sich um eine so genannte Bewältigungsstrategie handeln. Angriff, Flucht oder Erstarren sind drei Strategien, die bei allen Lebewesen beobachtet werden, die sich einer akuten Gefahr ausgesetzt fühlen. Auch wenn heutzutage kein Säbelzahntiger mehr um die Ecke lauert, die alten Reflexe setzen immer dann ein, wenn sich ein Mensch in einer Stressreaktion befindet.

Welchen Ausweg sich eine bestimmte Person aussucht, ist häufig in der Kindheit begründet und hängt teilweise auch mit bestimmten Bindungsmustern zusammen. Rückzug bedeutet dann Schutz und in gewisser Weise auch die Herstellung von innerer Harmonie. Selbstverständlich ist dies keine Lösung und soll auch lediglich als Verständnisgrundlage für sonderbares Verhalten dienen. Auch nicht in allen Fällen geht es lediglich um Rückzug. Es kann auch vorkommen, dass der Partner sich tatsächlich von Ihnen emotional entfernt hat, aber eine Aussprache fürchtet. Um diese werden Sie beide aber auf keinen Fall herumkommen. Wenn Ihnen etwas an der Beziehung und Ihrem Partner liegt, sollten Sie versuchen ein Gespräch in Gang zu bringen, um die Kommunikationsprobleme aus der Welt zu schaffen. In der Praxis sind es leider erst Trennungsgespräche, bei denen der ganze alte Ballast endlich auf den Tisch kommt. Oft zu spät. Dabei liegen die Gründe in den meisten Fällen in fehlender Kommunikation begraben und nicht in fehlender Zuneigung.

Gründe für Desinteresse und Kommunikationsprobleme in der Beziehung / Ehe

Desinteresse und Kommunikationsprobleme in der Beziehung oder Ehe entstehen oft, wenn die Partner das Gefühl haben, das der andere die eigenen Bedürfnisse nicht wahrnimmt. Das liegt häufig daran, dass diese auch von der jeweiligen Person selbst nicht richtig identifiziert und kommuniziert werden. Gleichzeitig herrscht aber die Erwartung, dass der Partner verantwortlich für das eigene Glück ist. Es entsteht Unzufriedenheit, die sich meist in Vorwürfen entlädt. Das Problem wird beim anderen Partner gesucht. Anstelle bei sich selbst die Gründe für Unzufriedenheit oder Ärger zu suchen, wird der Partner mit „Du- Botschaften“ bombardiert.

Ursachen haben solche Verhaltensmuster in der Kindheit. Kinder lernen schon früh, wie Eltern einerseits untereinander, andererseits auch mit dem Kind selbst in Konfliktsituationen umgehen. Den meisten Menschen fällt es insgesamt schwer, eigene Gefühle wahrzunehmen und diese auch auszudrücken. Diese Unfähigkeit wird von Generation zu Generation weitergegeben und produziert Unmengen an nutzlosen Streits und letztendlich auch eine Trennung und Scheidung.

Wie eine Trennung oder Scheidung wegen Kommunikationsproblemen und Desinteresse vermieden werden kann

Gute Kommunikation fängt immer bei der eigenen Person an. Erst wenn Sie selbst wissen, was genau der Grund für Ihre Unzufriedenheit ist, können Sie aus dieser Haltung heraus ein offenes und vorwurfsfreies Gespräch mit Ihrem Partner führen und so die Kommunikationsprobleme zu beseitigen. Gespräche, die etwas über Ihre eigene Gefühlswelt aussagen sollen, beginnen dabei nicht mit „Du“, sondern mit „Ich“. Wenn Sie Ihren eigenen Gefühlen zum Ausdruck bringen, ohne zu erwarten, dass der Partner diese löst, schaffen Sie die Basis für gelungene Kommunikation. Dazu gehören jedoch immer zwei. Auch Ihr Partner muss bereit sein, Ihnen zumindest zuzuhören. Vielleicht dauert es eine Weile, bis sich bei diesem etwas in Bewegung setzt und auch dieser besseren Zugang zu den eigenen Emotionen erhält, aber das ist der beste Weg, um eine Trennung oder gar Scheidung wegen diesen Kommunikationsproblemen oder dem Desinteresse zu vermeiden.

Seien Sie hier nicht allzu ungeduldig. Das braucht Zeit und in vielen Fällen auch die Unterstützung von außen. Dies sei, bei besonders verstrickten Fällen sowieso angeraten. Oft fällt es schwer, nicht sofort wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Eine neutrale dritte Person kann hier Abhilfe schaffen. Diese kann dabei helfen, bestimmte Muster in den Kommunikationproblemen aufzudecken und verdrängte Emotionen zu spiegeln. Auch sonst kann Ihnen eine Paartherapie aus dieser verzwickten Situation heraushelfen.

Was Ihnen eine Therapie bringen kann

Auch wenn eine Paartherapie keine Wunder vollbringen kann: Sie kann wichtige Anregungen geben und Wege aufzeigen, wie in der Zukunft besser mit Kommunikationsproblemem und vielleicht nur scheinbaren Desineresse umgegangen werden kann. Ein Therapeut steht als Mittler zwischen den Streitenden, um den Partnern die eigenen und die Bedürfnisse des Gegenüber näher zu bringen. Er sorgt sozusagen dafür, dass sich die Partner in einem geschützten Rahmen besser kennen lernen können. Von hier aus wird dieser versuchen, nicht nur die Bedürfnisse verständlich zu machen, sondern den Partnern auch beibringen diese anzunehmen und eventuell auch zu tolerieren. Es geht im Grunde genommen oft darum, Kompromisse zu machen und ein eigenes Leben zu führen. Da Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben zu tun hat, liegt es immer an der eigenen Person, hierfür Abhilfe zu schaffen, indem beispielsweise neue Hobbies oder neue Freunde gesucht werden. Auch das gewähren lassen, also ausreichend Freiheit zu geben, ist oft ein Thema welches in einer Paartherapie zur Sprache kommt.

Wann führen Desinteresse und Kommunikationsprobleme zu einer Trennung oder Scheidung?

Wann das Desinteresse und die Kommunikationsprobleme in der Beziehung/Ehe zu groß sind und zu einer Trennung oder gar Scheidung führen, müssen Sie ganz für sich allein entscheiden. Allerdings sollten Sie dies tun, bevor Sie mit Ihren Kräften vollkommen am Ende sind und vielleicht sogar eine stressbedingte Krankheit als Folge eintritt. Vor allem wenn der Partner gar nicht willig ist, zu kooperieren und an der Beziehung und den Kommunikationsproblemen zu arbeiten, lohnt sich die Liebesmühe nicht. Sie sollten hier darauf achten, dass Sie sich selbst und Ihre emotionale und körperliche Gesundheit nicht aus den Augen verlieren. Einen Menschen können Sie nicht verändern und manche Paare passen im Endeffekt vielleicht nicht wirklich zueinander. Ebenso gibt es Menschen, die aufgrund schwieriger Erfahrungen in der Kindheit Probleme haben, gesunde Beziehungen einzugehen. Auch psychische Krankheiten, wie Borderline oder ausgeprägter Narzissmus machen ein Zusammenleben schwierig. Häufig trennen sich Paare meist erst wenn es zu spät ist und ein regelrechter Rosenkrieg ausgebrochen ist. Das ist sehr traurig, denn schließlich hat sich das Paar einmal geliebt und in vielen Fällen wäre eventuell eine Freundschaft möglich gewesen. Nach einiger Zeit ohne Kontakt gelingt es vielen Menschen wieder auf einer anderen Ebene zueinander zu finden. Gerade wenn Kinder im Spiel sind, sollten Sie sich gut überlegen, ob es sich im Wohle der Kinder nicht besser anginge, die Beziehung zu beenden. Denn wie schon oben erwähnt, sind Kinder große Leidtragende in dysfunktionalen Beziehungen. Diese tragen zudem das erlernte Verhalten später in die eigene Beziehung und haben selbst Kommunikationsprobleme in der Partnerschaft.

Was Sie in der nächsten Beziehung besser machen können

Wenn eine wegen der gravierenden Kommunikationsproblemen keinen anderen Ausweg als die Trennung oder Scheidung gegeben hat und einige Zeit seit dem verstrichen ist, werden Sie sicherlich auch wieder bereit sein, eine neue Partnerschaft einzugehen. Vielleicht können Sie ja aus Ihren Fehlern in der Vergangenheit lernen und die neue Beziehung auf anderem Fuß beginnen. Dazu gehört vor allem, dass Sie die Zeit des Alleinseins voll ausnutzen, um zu sich selbst zu finden und dafür zu sorgen, dass Sie mit sich selbst zufrieden sein können. Gelingt Ihnen das, werden Sie gleich viel entspannter in eine neue Beziehung gehen.

Auch das Wissen, dass sich Beziehungen verändern und anfängliche Verliebtheit eher stillerer Liebe weicht, die vielleicht weniger aufregend, aber dafür umso tiefer ist, kann Unzufriedenheit in Beziehungen verhindern.

Expertentipp:

Zu guter Letzt sollten Sie lernen, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung einer Situation und reagiert anders auf äußere Herausforderungen. Wenn Ihr neuer Partner dann bei nächsten Streit plötzlich die Jacke packt und mit Freunden um die Häuser zieht oder Desinteresse zeigt, können Sie dies vielleicht mehr als eigenen Schutzmechanismus, denn als Angriff auf Sie selbst sehen. Das bedeutet nicht, dass dies ein Freibrief für unmögliches Verhalten ist. Es geht vielmehr darum den anderen Menschen mit dessen Eigenheiten anzunehmen, auch wenn einem diese nicht immer besonders gut gefallen.

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