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Trennung verarbeiten

Wie uns Weisheiten bei der Verarbeitung von Trennungsschmerzen helfen können

Nach einer Trennung bricht für viele eine Welt zusammen. Wo zuvor eitel Sonnenschein war, klafft nun ein leeres, schwarzes Loch. Die Länge und Intensität der Beziehung sowie die Umstände der Trennung spielen eine zentrale Rolle dabei, wie Sie die Trennen verarbeiten können. Vielleicht hilft es Ihnen ja, sich klar zu machen, dass Sie nicht alleine sind mit Ihrer Trauer. Seit jeher haben Künstler aller Art dieses Thema auf unterschiedliche Art interpretiert. Zudem gibt es unzählige Sprichworte, die sich mit der Schattenseite der Liebe auseinandersetzten.

„Scheiden tut weh“

Akzeptieren Sie, dass die Zeit nach der Trennung eine schmerzvolle ist. Wenn sich die Wege zweier Menschen trennen, setzt normalerweise ein Trauerprozess ein, der nicht von heute auf morgen vorübergeht.

Das Wichtigste für Sie:

  • Nehmen Sie sich Zeit, um zu trauern.
  • Akzeptieren Sie, dass Sie in einer schwierigen Phase stecken.
  • Finden Sie Ihre eigene Art und Weise, wie Sie die Trennung verarbeiten wollen.
  • Machen Sie sich klar, dass auch diese Zeit des Trauerns vorüber geht.
  • Brechen Sie den Kontakt zum Ex-Partner für eine Weile ab.
  • Suchen Sie Ablenkung - das hilft, um auf andere Gedanken zu kommen.
  • Lassen Sie die Finger von Alkohol, Drogen und Ersatzpartnern.
  • Bewegen Sie sich, machen Sie Sport.
  • Versuchen Sie, die Trennung als Neubeginn zu sehen.
  • Stoppen Sie Selbstzweifel.
  • Fangen Sie an sich selbst neu kennen zu lernen.

Trennungsschmerzen sind normal!

Neben den formalen Trennungsangelegenheiten, wie dem Auflösen des gemeinsamen Haushaltes, sind es vor allem die emotionalen Verbindungen, die loszulösen sind. Alltägliche Gewohnheiten, wie das gemeinsame Frühstück oder das Kuscheln vor dem Fernseher, können Ihnen kurz nach dem Abschied regelrechte Entzugssymptome bereiten. Denn Trennungsschmerzen manifestieren sich auch körperlich. Jeder, der einmal unter Liebeskummer gelitten hat, wird das bestätigen können. Nicht umsonst heißt es „ein gebrochenes Herz haben“.

Nehmen sie diese Verarbeitungszeit als natürlich an. Seien Sie sich bewusst, dass dieser Prozess normal ist und zu einer Trennung dazugehört. Lassen Sie den Schmerz zu und nehmen Sie Abschied, indem Sie Ihre Trennung verarbeiten.

Trennung verarbeiten - Schritt für Schritt

Packen Sie gemeinsame Fotos und Erinnerungsstücke in eine Kiste und verstauen Sie diese an einem Ort, der nicht so leicht zugänglich ist. Vielen hilft bei der Aufarbeitung das Schreiben. Egal, ob Sie Briefe an die geliebte Person verfassen oder ein Tagebuch beginnen- Schreiben hilft dabei, die inneren Vorgänge nach außen zu bringen, diese zu ordnen und dabei leichter zu verarbeiten. Das heißt nicht, dass Sie Ihren Ex- Partner mit Briefen und Nachrichten bombardieren sollen. Das Schreiben soll zunächst einmal dazu dienen, Ihnen selbst Klarheit zu verschaffen und Ihnen die Möglichkeit geben, Ihren Gefühlen in einem geschützten Raum Ausdruck zu verleihen. Verstauen Sie die Briefe deshalb zunächst einmal in einer Schublade oder werfen Sie diese ohne Absender in den Briefkasten. Das wird Ihnen helfen, Ihre Gefühle zu adressieren und loszulassen. Wenn Ihnen das Schreiben nicht liegt, gibt es vielleicht eine andere Weise die Trauer auszudrücken. Theater, Singen, Stricken. Alles, was es Ihnen erlaubt, Ihre Gefühle in eine Form zu bringen, wird Ihnen gut tun.

Reden Sie sich Ihren Kummer von der Seele

Auch Gespräche mit Freunden, Familie, einem Therapeuten oder Mediator können den Verarbeitungsprozess unterstützen. Oft bringen diese noch eine ganz andere Sichtweise auf die Beziehungsgeschichte mit. Der Austausch mit anderen wird Ihnen beim Trennung verarbeiten helfen, weil Sie so einen objektiveren Blickwinkel erhalten. Viele haben selbst schon eine Trennung mitgemacht und können Ihnen sicher hilfreiche Tipps, wie mein eine Trennung verarbeiten kann, geben. Zudem ist es gut zu sehen, dass diese wieder ganz normal ins Leben zurückgekehrt sind.

Expertentipp:

Vermeiden Sie Menschen, die dazu tendieren die Dinge schwarz zu malen und negativ zu sehen. Was Sie jetzt brauchen ist eine gehörige Portion Optimismus und Solidarität.

„Zeit heilt alle Wunden“

Auch wenn es für Sie im Moment unmöglich erscheint, mit der Zeit wird es Ihnen besser gehen und Sie werden Ihre Trennung verarbeiten. Je mehr Abstand Sie zu Ihrem Ex- Partner und der ganzen Situation gewinnen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die Trennung zu akzeptieren.

Führen Sie eine Kontaktsperre ein

Am besten ist es, den Kontakt zum Ex- Partner für eine Weile komplett abzubrechen. Das gibt Ihnen die Chance, emotionale Verbindungen zu lösen und einen Heilungsprozess einzuleiten. Regeln Sie formale Dinge, wie Wohnungsauflösung oder finanzielle Angelegenheiten möglichst schriftlich und versuchen Sie einen sachlichen Ton zu halten. Wenn Kinder vorhanden sind, gestaltet sich die Angelegenheit etwas komplizierter. Versuchen Sie auch hier den Kontakt auf das Nötigste zu beschränken und machen Sie Ihrem/Ihrer Ex keine Szenen.

Eine Freundschaft direkt nach der Trennung ist nicht sinnvoll

Auch wenn Sie sich die Nähe wünschen - gleich nach der Trennung eine Freundschaft einzugehen, ist keine gute Idee. Solange noch romantische Gefühle vorhanden sind, verhindert das lediglich den Heilungsprozess. Vor allem, wenn ein neuer Partner/ eine neue Partnerin auftaucht, kann dies zu einem erneuten Aufbrechen oder gar Verschlimmern des Liebeskummers führen.

Geben Sie Ihrem Gegenüber und vor allem sich selbst Zeit. Empfehlenswert sind mindestens 3-4 Monate ohne Kontakt. Auch wenn Ihnen dieser Zeitraum unvorstellbar lange erscheint - bereits nach einem Monat werden Sie merken, wie die Zeit für Sie arbeitet. Je mehr Abstand Sie gewinnen, desto mehr tritt an die Stelle von Traurigkeit Objektivität, die Ihnen hilft, die Ursachen für die Trennung zu verstehen und anzunehmen.

Suchen Sie Ablenkung

Wichtig ist, dass Sie sich nicht zu Hause vergraben. Gehen Sie, nachdem sich der schlimmste Kummer gelöst hat, wieder unter Leute. Auch wenn es Ihnen zu Beginn eventuell schwer fallen wird, echte Freude zu empfinden - Ablenkung wird Ihnen helfen, zumindest teilweise auf andere Gedanken zu kommen.

Auch Bewegung und Sport sind hervorragende Mittel zum Trennung verarbeiten.

Lassen Sie die Finger von Alkohol, Drogen oder Ersatzpartnern. Dies mag Ihnen im ersten Moment eine kurzfristige Erleichterung verschaffen, auf Dauer ist eine Betäubung aber eher schädlich. Unverarbeitete Emotionen werden Sie irgendwann wieder einholen.

Setzen Sie sich mit der Trennung auseinander, akzeptieren Sie, dass es vorbei ist und lassen Sie die Zeit für sich arbeiten. Alles wird gut. Versprochen.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Ein Lebensabschnitt ist zu Ende. Das bedeutet nicht, dass Ihr Leben nun vorbei ist. Im Gegenteil. Sehen Sie den Abschluss als gleichzeitigen Neubeginn. Sie haben wieder eine weiße Leinwand vor sich und können diese nun für sich so gestalten, wie es ihren persönlichen Wünschen entspricht.

Expertentipp:

Entdecken Sie, was Ihnen das Singleleben zu bieten hat. Jetzt haben Sie unendlich viel Zeit für sich selbst und die Möglichkeit, in sich zu horchen und herauszufinden, was genau sie von Ihrem Leben wollen. Vielleicht haben Sie schon lange vorgehabt, ein neues Hobby zu beginnen, dies aber aus Rücksicht auf ihren Partner nicht getan? Ihr Ex mochte kein chinesisches Essen? Sie schon? Dann ab zum Chinesen. Ein Urlaubsziel, dass sie immer schon anvisiert haben, aber aus Kompromissbereitschaft nicht realisiert haben? Buchen Sie einen Flug!

Kultivieren Sie positive Gefühle

Je positiver Sie die Trennung sehen können, desto leichter wird es Ihnen fallen, diese zu verarbeiten. Seien Sie dankbar für all das, was Sie aus der gemeinsamen Zeit mitnehmen können. Alle Erfahrungen, die Sie gemacht haben, sind im Endeffekt nicht verloren. Sie können diese in Ihrem Herzen aufbewahren. Aber schaffen Sie gleichzeitig Platz für Neues.

Und vor allem, lernen Sie den wichtigsten Partner Ihres Lebens kennen: Sich selbst. Verlieben Sie sich doch einfach mal in Sie selbst. Konzentrieren Sie sich auf das, was an Ihnen einzigartig ist. Denken Sie positiv und vertreiben Sie negative Gedanken. Entspannungstechniken und Meditation können Sie bei, Trennung verarbeiten unterstützen.

Stoppen Sie Selbstzweifel

Nach einer Trennung ist es nicht ungewöhnlich, dass man anfängt, sich selbst in Frage zu stellen. Was habe ich falsch gemacht? Was stimmt nicht mit mir? Diese Fragen führen jedoch zu nichts. Wenn eine Beziehung zu Ende geht, bedeutet das lediglich, dass das Zusammensein von zwei Personen nicht mehr funktioniert hat. Und nicht, dass etwas mit den Betroffenen an sich nicht stimmt.

Stoppen Sie also die Selbstgeißelung und fangen Sie an, sich selbst so zu akzeptieren wie Sie sind: als Mensch mit Stärken und Schwächen.

Allein sein heißt nicht, dass Sie einsam sein müssen

Wenn Sie das Alleine sein als Belastung empfinden, ist es Zeit, dass Sie lernen sich selbst genug zu sein. Wenn Sie sich in der eigenen Haut wohlfühlen, dann können Sie auch Zeit alleine verbringen und haben sich selbst als wichtigsten Begleiter dabei. Fangen Sie Schritt für Schritt an, wieder für Sie selbst zu sorgen. Gönnen Sie sich Dinge, die Ihnen gut tun. Sehen Sie zu, dass Sie sich selbst glücklich machen. Dann gibt es keine Einsamkeit.

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