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Welchen Familiennamen kann ein Kind erhalten?

Eheliche und nichteheliche Kinder sind bezüglich der Wahl des Namens gleichgestellt.

Bei der Frage, welchen Namen ein Kind erhalten kann, ist zu unterscheiden, ob die Eltern einen gemeinsamen Ehenamen tragen und wer das Sorgerecht über das Kind hat.

Vorrang des Ehenamens bei der Geburt

Tragen die Eltern bei der Geburt des Kindes einen gemeinsamen Ehenamen, erhält das Kind diesen Namen automatisch als Geburtsnamen. Falls einer der Eltern seinen Geburtsnamen dem Ehenamen hinzugefügt hat, geht dieser Name nicht auch auf das Kind über.

Praxisbeispiel:

Tina Roland und Maximilian Steiner haben vor 2 Jahren geheiratet. Bei der Hochzeit haben sie als gemeinsamen Ehenamen den Namen Steiner gewählt. Tina Roland möchte Ihren Geburtsnamen gern behalten. Sie heißt seit der Hochzeit Tina Roland-Steiner, ihr Mann Maximilian heißt weiter Maximilian Steiner. Tina Roland-Steiner ist nun schwanger. Sie überlegt, welchen Namen sie ihrem Kind als Familiennamen geben kann. Da die Eheleute den Namen „Steiner“ als Ehenamen gewählt haben, kann das Kind auch nur Steiner heißen. Das Kind darf nicht Roland-Steiner“ heißen.

Eltern ohne Ehenamen

Bei Eltern ohne gemeinsamen Ehenamen ist die Frage nicht so einfach zu beantworten, welchen Namen das Kind tragen kann. In diesem Fall ist die Bestimmung des Familiennamens des Kindes davon abhängig, wer von den Eltern das Sorgerecht hat.

Gemeinsame elterliche Sorge bei der Geburt

Eltern, die miteinander verheiratet sind oder durch Sorgerechtserklärungen das gemeinsame Sorgerecht besitzen, können innerhalb eines Monats nach der Geburt des Kindes bestimmen, dass das Kind den Namen des Vaters oder der Mutter als Familiennamen haben soll. Das Kind darf aber nicht die Namen beider Eltern als Familiennamen haben. Die Eltern müssen sich auf einen Namen einigen.

Wenn die Eltern sich beim ersten Kind auf einen Namen geeinigt haben, so ist dieser Familienname auch für alle folgenden Kindes maßgebend. Hierdurch soll verhindert werden, dass die Kinder von denselben Eltern unterschiedliche Nachnamen haben.

Wenn sich die Eltern nicht auf einen Familiennamen einigen können, muss das Familiengericht einem der Eltern das Namensbestimmungsrecht übertragen. Dieser darf dann allein den Namen des Kindes bestimmen.

Alleiniges Sorgerecht eines Elternteils bei der Geburt

Bei nicht verheirateten Kinder hat die Mutter das alleinige Sorgerecht, wenn nicht mit dem Kindesvater gemeinsame Sorgerechtserklärungen abgegeben worden sind.

Das Kind erhält mit der Geburt automatisch den Namen des allein sorgeberechtigten Elternteils, also der Kindesmutter.

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