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Wie wird der nacheheliche Unterhalt berechnet?

Den nacheheliche Unterhalt berechnet man in mehreren Schritten.

Bedarf der Ehegatten

Zunächst ist zu ermitteln, wie hoch der Bedarf eines Ehegatten nach den ehelichen Lebensverhältnissen war. Hierzu werden die Einkünfte beider Ehegatten zusammengerechnet und durch zwei geteilt. Bei Arbeitseinkommen ist vorweg jeweils 1/7 des Gehaltes abzuziehen.

Ermittlung des Differenzbetrags

Anschließend wird festgestellt, wie viel dem weniger verdienenden Ehegatten aktuell aufgrund seiner Einkünfte zur Verfügung steht und wie viel dieses im Vergleich zu den ehelichen Lebensverhältnissen weniger ist.

Ausgleich

Hier wird also festgestellt, wie viel der weniger verdienende Ehegatte noch braucht, um die finanziellen Verhältnisse während der intakten Ehe zu erreichen (Bedürftigkeit).

Weiter muss überprüft werden, ob der mehr verdienende Ehegatte überhaupt in der Lage ist, den errechneten Unterhaltsbetrag zu leisten. Ihm muss selbst genügend übrig bleiben, um auch sein eigenes Leben zu finanzieren.

Die Berechnungsmethoden

Für die Berechnung des nachehelichen Unterhaltes gibt es mehrere Berechnungsmethoden. Die Auswahl der Berechnungsmethode hängt davon ab, wer von den Ehegatten eigenes Einkommen hat, ob dieses Einkommen auch schon vor der Scheidung erzielt wurde und ob nur Arbeitseinkünfte oder auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Aktienbesitz oder selbstständiger Tätigkeit etc. vorliegen.

Expertentipp:

Die Unterhaltsberechnung ist häufig so komplex, dass sie nur von einem familienrechtlichen Spezialisten durchgeführt werden sollte.

Unsere auf Familienrecht spezialisierten Rechtsanwälte sind gerne für Sie da!

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