Scheidung im Lockdown - Wir helfen Ihnen

Scheidung nach Coming-Out

Manche Frauen und Männer leben lange Zeit in einer heterosexuellen Beziehung und vielleicht sogar in einer Ehe - und outen sich später als schwul, lesbisch oder bisexuell. Das nennt man auch ein „spätes Coming-out“. Befinden Sie sich in einer solchen Situation ist das eine echte Herausforderung – sowohl für Sie als auch für Ihren Partner bzw. Ihre Partnerin. Wichtig aber ist: Es ist eine Situation, an der Sie beide wachsen und zu sich selbst finden können. Schrecken Sie deshalb nicht davor zurück, ehrlich zu sein – zu sich und zum anderen. Sie werden eine Lösung finden.

In diesem Ratgeber werden Sie sowohl Hinweise für sich als auch Ihren Partner lesen. Weil es wichtig ist, auch die andere Perspektive zu kennen. So möchten wir Ihnen beiden helfen, so empathisch wie möglich gemeinsam diesen Prozess zu bewältigen.

Außerdem erzählt uns Martin, 1963 in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt geboren, seine Geschichte: Wie es war, in einer Ehe mit drei Kindern die eigene Homosexualität zu entdecken, sich zu trennen und sich noch einmal ein neues, glücklicheres Leben aufzubauen.

Kurze Zusammenfassung

  • Schwul oder lesbisch ist man – oder eben nicht. Akzeptieren Sie es, wenn Sie spät herausfinden, dass Sie oder Ihr Ehepartner homosexuell ist. Machen Sie sich keine Vorwürfe – sondern machen Sie das Beste daraus.
  • Die meisten Paare werden sich nach einem späten Coming-Out entscheiden, sich zu trennen. Es kann aber auch Situationen geben, in denen es möglich und sinnvoll ist, die Ehe weiterzuführen.
  • Sowohl für den homo- als auch für den heterosexuellen Partner ist das späte Coming-Out einschneidend und führt zu einem Prozess der Verarbeitung. Geben Sie sich selbst Zeit dafür.

Praktische Tipps für Sie

Tipp 1: Seien Sie ehrlich zu Ihrem Partner
Sicherlich – es wird für keinen von Ihnen beiden leicht, mit dieser neuen Situation in Ihrer Ehe umzugehen. Doch je ehrlicher Sie dem anderen gegenüber sind, desto mehr Verständnis kann er Ihnen entgegenbringen.

Tipp 2: Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihren Kindern vor und geben Sie Ihnen Zeit und Raum
Haben Sie Kinder, wird das Coming-Out-Gespräch eine besondere Herausforderung. Wenn Sie unsere Hinweise für diesen wichtigen Moment im Leben Ihrer Kinder beachten, haben Sie eine gute Grundlage, dieses Gespräch bestmöglich zu gestalten.

Tipp 3: Holen Sie sich, wenn nötig, Unterstützung
In jeder Phase, ob Coming-Out, Trennungsphase oder Neufindung – es ist immer wichtig, sich die Unterstützung zu holen, die Sie gerade brauchen. Sei es bei Freunden oder Verwandten, in einer (Paar-)therapie, einer Mediation, bei einer Organisation für Lesben und Schwule oder einer Selbsthilfegruppe für homosexuelle Eltern.

Warum haben verheiratete Menschen ein spätes Coming-Out?

Warum ist ein Mensch schwul, lesbisch, bisexuell oder hetero? In der Regel steht das schon von Geburt an fest. Das zeigen mittlerweile wissenschaftliche Studien.

Früher war hingegen die homophobe Ansicht weit verbreitet, Menschen könnten durch eine „falsche“ Erziehung homosexuell werden, deshalb müsse man sie ihren Geschlechterklischees entsprechend behandeln. Dies entspricht jedoch absolut nicht der wissenschaftlich belegten Realität. Ebenso wenig ist es möglich, einen homosexuellen Menschen durch Umerziehung heterosexuell werden zu lassen. Deswegen sind sog. Konversionstherapien in Deutschland mittlerweile auch verboten.

Wie merken Menschen, dass sie homosexuell sind?

Dies geht meist mit einem mehr oder weniger langen Prozess des zunächst inneren Coming-Outs einher. Dieser Prozess ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Klar ist: Die sexuelle Präferenz zeigt sich eben, wenn die Zeit dafür reif ist. Es beginnt häufig mit einem unspezifischen Gefühl, dass man irgendwie anders ist. Das können z.B. (Tag-)träume sein. Oder dass Sie sich z.B. bei einem Partner des anderen Geschlechts nicht so angezogen fühlen, wie Sie vermeintlich „sollten“ – und fühlen sich umgekehrt vom besten Freund oder der besten Freundin sehr stark angezogen. Häufig verdrängen Menschen dieses erste Gefühl aber noch. Auch besondere Ereignisse können diese erste Ahnung wecken: Die Geburt eines Kindes, der Tod eines Elternteils, der Verlust des Arbeitsplatzes. Und letztlich ist es häufig auch einfach ein Mensch des eigenen Geschlechts, der einem begegnet – und unerwartet heftige Gefühle auslöst, weil man sich einfach Hals über Kopf verliebt hat. Irgendwann ist es nicht mehr möglich, diese Erkenntnis vor sich selbst zu verstecken. Spätestens dann, wenn klar wird, dass man dem eigenen Ehepartner oder der Ehepartnerin nicht dieselben sexuellen Gefühle entgegenbringen kann wie Menschen des eigenen Geschlechts. Es folgt zwangsläufig das Selbst-Eingeständnis.

Als homosexueller Mensch in einer heterosexuellen Ehe

Und wann merkt ein Mensch, dass er oder sie schwul oder lesbisch ist? Manche Menschen merken es früher, andere später - aus unterschiedlichen Gründen. In repräsentativen Befragungen zeigte sich, dass mehr als die Hälfe der Homosexuellen schon in frühem Alter wissen, dass sie sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Bei manchen Menschen dauert es hingegen wirklich länger, bis sie ihre eigene sexuelle Orientierung erkennen – etwa, weil sie erst spät eines dieser „Schlüsselerlebnisse“ haben. So kann es auch dazu kommen, dass Menschen eine heterosexuelle Ehe eingehen, weil sie es einfach nicht besser wussten.

Leider gibt es aber heute noch viele Gründe, aus denen Menschen entweder in dem Wissen, homosexuell zu sein, eine heterosexuelle Beziehung und Ehe eingehen - oder ihr Schwul- oder Lesbischsein sehr lange vor sich selbst verdrängen. Dies kann z.B. aus folgenden Gründen geschehen:

  • Angst davor, gesellschaftlich, familiär oder im beruflichen Umfeld ausgeschlossen oder abgewertet zu werden oder im Leben „anzuecken“ und Konflikten ausgesetzt zu sein (Homophobie)
  • Eine strenge religiöse bzw. konservative Erziehung, eine entsprechende Überzeugung oder ein anderweitig homophobes Umfeld - und eine damit einhergehende „internalisierte“ Homophobie (besonders bei schwulen Männern).
  • Der tiefe Wunsch nach einem vermeintlich „normalen“ Leben mit Kindern und Familie
  • Tatsächlicher Druck bzw. Erwartungshaltungen von außen
  • Die Überzeugung, dass die Homosexualität nur vorübergehend ist und es sich mit der Ehe ändern wird. Manche Menschen empfinden tatsächlich eine tiefe, eher platonische Zuneigung zu ihrem Partner und verwechseln dies dann erfolgreich mit wahrer, partnerschaftlicher Liebe.

Martin: „Bei mir war es so, dass andere schon in meiner Jugend zu mir gesagt haben, ich bin doch schwul – vielleicht, weil ich so eine feminine Ausstrahlung habe (lacht). Aber das habe ich nicht ernst genommen. Lange nicht. Obwohl ich schon irgendwie gemerkt habe, dass da was bei mir anders ist – ich konnte es aber nicht greifen. Klar fand ich andere Männer irgendwie schön – aber ich dachte, das sei, weil ich mich mit ihnen vergleiche, ob sie besser aussehen als ich. Ich hätte den Gedanken damals auch nicht zulassen können – denn auf dem Land gab es das nicht, schwul war pfui. Der einzige Schwule, den ich kannte, war ein Bauerssohn, der dann direkt nach Köln zog. Seine Geschichte wurde aber totgeschwiegen. Wie alle anderen heiratete ich also – und wir bekamen drei Kinder. Das erste Mal verliebte ich mich dann 1989 bei einem Besuch in den neuen Bundesländern in einen Mann. Es war so schön, da konnte ich mich richtig ankuscheln und fallenlassen. Aber zwischen uns lief nur was, wenn ich betrunken war. Denn ich gestand mir immer noch nicht ein, dass ich schwul war. Dann, fast zehn Jahre später, war ich in einer Reha – und auch dort fragten mich wieder alle anderen, ob ich nicht schwul sei. Das machte mich dann langsam doch nachdenklich. Und über einen Zeitungsartikel fand ich dann eine Telefonnummer für schwule Männer – einfach nur zum Reden. Ich hab da mal aus Neugier angerufen. Und am anderen Ende der Leitung war jemand, der meinte, ihm ging es genauso wie mir. Er lud mich zu den schwulen Vätern Köln ein. Die trafen sich immer die ersten zwei Freitage des Monats. Nach einiger Zeit hatte ich – aber wieder nur unter Alkoholeinfluss – ein Verhältnis mit einem der Männer. Aber mit der Unterstützung dieser Männer, die mir eine unglaubliche Hilfe waren, konnte ich es mir nach und nach eingestehen.“

Und selbst, wenn im Laufe der Ehe irgendwann klar ist, dass ein Partner homosexuell ist, kann es immer noch Gründe geben, dies dem Ehepartner gegenüber zu verschweigen:

  • Angst vor der Reaktion des Partners, der Kinder und des Umfelds
  • Angst, das eigene, aufgebaute Leben mit all seinen Sicherheiten zu verlieren
  • Angst davor, allein zu sein und die wichtigsten Menschen im Leben zu verlieren
  • Bei Männern: Angst davor, die Kinder zu verlieren, weil Gerichte auch heute noch meist den Müttern das Recht zusprechen, die Kinder hauptsächlich zu erziehen und bei sich wohnen zu lassen.

Gut zu wissen:

Väter müssen keine Angst haben, ihre Kinder zu verlieren – denn das Gesetz lässt sie nicht im Stich. Heutzutage ist es die gesetzliche Regel, dass beide Eltern weiterhin das gemeinsame Sorgerecht haben. Nur in Ausnahmefällen wird dies nur einem Elternteil zugesprochen – und die homosexuelle Orientierung eines Elternteils ist kein Grund dafür! Tatsache ist zwar, dass die Kinder im Regelfall weiterhin bei der Mutter wohnen. Doch das Gesetz gibt ihnen nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, Umgang mit Ihren Kindern zu pflegen. Sollte die Mutter das verweigern, können Sie vor Gericht zu Ihrem Recht kommen.

Diese Sorgen können dazu führen, dass sich manche Menschen erst einmal ein Doppelleben aufbauen. Entweder, indem sie ihre sexuelle Orientierung heimlich ausleben oder indem sie davon nur träumen. Das Problem dabei ist: Irgendwann wird dieses Doppelleben bei den meisten Menschen zu einer inneren Zerrissenheit, Gewissenskonflikten und Spannungen in der Ehe führen. Und der Partner wird merken, dass etwas nicht stimmt. Eine solche Extremsituation dauerhaft auszuhalten, kann sogar krank machen.

Sie sind heterosexuell verheiratet und haben bereits gemerkt, dass Sie schwul oder lesbisch sind? Sie überlegen noch, ob Sie es Ihrem Partner sagen sollen? Trauen Sie sich! Für all Ihre Ängste wird es Lösungen geben. Alles ist besser als ein Leben, in dem Sie nicht Sie selbst sein können!

Was sind die Anzeichen, dass mein Partner schwul bzw. meine Partnerin lesbisch ist?

Vielleicht sind Sie aber auf der anderen Seite und haben die Vermutung, Ihr Ehemann könnte schwul, Ihre Ehefrau lesbisch oder Ihr Partner bisexuell sein, es Ihnen aber nicht sagen? Sie fragen sich, welches die „Anzeichen“ für Homosexualität sind? Vielleicht wissen Sie sogar, dass Ihr Partner – auch – homosexuelle Neigungen hat, sind aber nicht sicher, ob er Ihnen das wahre Ausmaß verschweigt? Ob sie oder er tatsächlich bisexuell oder rein homosexuell ist?

Tatsächlich kann es natürlich Anzeigen für einen Coming-Out-Prozess des Partners geben:

  • Am Häufigsten werden Sie spüren, dass sich eine gewisse Distanz beginnt, zwischen Ihnen auszubreiten. Vielleicht verbringt Ihr Partner viel Zeit ohne Sie, ohne Ihnen den wahren Grund dafür zu nennen. Oder Sie befürchten, dass er bzw. sie lügt. Das kann natürlich viele Gründe haben und muss nicht bedeutet, dass er oder sie homosexuell ist.
  • Weitere Anzeichen sind, dass sie weniger sexuelle Kontakte haben bzw. er oder sie sich immer wieder Ausflüchte einfallen lässt, nicht mit Ihnen zu schlafen. Doch auch das kann andere Gründe haben.
  • Vielleicht haben Sie auch beobachtet, dass er oder sie einem Menschen desselben Geschlechts auffallend nah ist, ihn odersie offensichtlich begehrt, verliebt wirkt oder sogar heimliche Kontakte führt oder Ähnliches.

Das beste Methode, um es sicher zu wissen, ist aber – wie so häufig – offene Kommunikation: Sprechen Sie Ihren Partner auf Ihre Gefühle bzw. Beobachtungen an. Tun Sie dies behutsam, vorsichtig und empathisch und nicht vorwurfsvoll. Sonst wird er oder sie bestimmt „dicht“ machen.

Wie sage ich es meinem Ehepartner oder meiner Ehepartnerin?

Sie sind sich inzwischen sicher, dass Sie eigentlich schwul oder lesbisch sind, doch wissen nicht, wie Sie es ihm oder ihr sagen können? Das ist nur allzu verständlich. Denn Sie sind sicherlich einfühlsam genug, zu wissen, dass ein solches Outing auch für Ihren Partner sehr einschneidend ist. Das gilt umso mehr, je länger Sie schon in der heterosexuellen Ehe gelebt haben – und wenn Sie vielleicht sogar gemeinsame Kinder haben. Ihr Partner wird zunächst einmal sein eigenes Leben neu sortieren müssen, was mit einer erheblichen emotionalen Belastung einhergeht.

Eine richtige Kommunikation macht vieles aus.

Schaubild:
Eine richtige Kommunikation macht vieles aus.

Bedenken Sie aber: Je länger Sie sich selbst verleugnen, desto schlechter wird es Ihnen mit der Zeit gehen. Außerdem nehmen Sie Ihrem Partner wertvolle Zeit, mit der Realität so umzugehen, wie sie nun mal ist. Sie selbst haben das Recht, ein authentisches Leben zu führen. Und Ihr Partner soll ebenfalls die Chance bekommen, sich ggf. ein neues Leben mit einem neuen Menschen aufzubauen, der ihn aus vollem Herzen liebt.

Das Wichtigste beim Gespräch sind Ehrlichkeit und Einfühlungsvermögen. Sagen Sie, was Sache ist und weichen Sie dem Gespräch nicht aus. Stehen Sie zu sich. Aber geben Sie Ihrem Partner keinesfalls das Gefühl, dass das bisherige Leben eine einzige Lüge war. Sondern erklären Sie, wie der Prozess für Sie tatsächlich abgelaufen ist, dass das auch für Sie alles neu ist. Das hilft dem anderen, sich wiederum in Sie hineinzuversetzen. Sagen Sie zwar, dass es Ihnen nicht darum ging, den anderen zu belügen und zu verletzen – aber erkennen Sie auch an, dass der andere sich vermutlich verletzt fühlen wird. Geben Sie ihm daher den Raum, den er braucht, um diese lebensverändernde Information zu verarbeiten.

Martin S.: „Bei lief das sehr ungeplant. Das Outing gegenüber meiner damaligen Frau geschah innerhalb eines kurzen Moments. Ich kam von einem geselligen Abend bei den schwulen Männern nach Hause. Sie fragte mich geradeheraus, ob ich eine andere Frau hätte. Ich sagte ehrlicherweise nein. Sie fragte: ‚Und ein anderer Mann?‘ Daraufhin konnte ich sie nicht anlügen und sagte: ‚Ja, sozusagen.‘ Ich hatte zwar damals keinen Freund, aber sie war der Wahrheit sehr nahe gekommen.“

Wie kann ich als Ehepartner bzw. Ehepartnerin damit umgehen?

Das Gespräch hat nun stattgefunden – und Sie als Ehepartner bzw. Ehepartnerin müssen nun damit umgehen, dass Ihr Mann oder Ihre Frau homosexuell ist. Und dass sich damit vermutlich Ihr gesamtes, bisher so vertrautes Leben ändern wird.

Lassen Sie alle Gefühle zu, die jetzt kommen mögen! Es ist völlig normal, dass das für Sie emotional sehr belastend ist. Dass Sie die Vergangenheit hinterfragen, die Tatsachen erst einmal schwer akzeptieren können und nicht wissen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Was auch immer kommt, es wird sich irgendwann auch wieder verändern.

Sie können sich nur in Maßen auf den Verarbeitungsprozess vorbereiten. Doch Sie sind nicht die erste Person, die einen solchen Prozess durchgemacht hat. Vielleicht hilft es Ihnen, zu wissen, welche Phasen Sie möglicherweise durchlaufen werden, bis Sie irgendwann Ihren Frieden damit finden:

  • Schock, Verletzung, Angst, Selbstvorwürfe, Wut: Es ist durchaus normal, dass sie die Offenbarung Ihres Partners erst einmal aus der Bahn wirft. Vielleicht werden Sie aus allen Wolken fallen, weil Sie vorher keine Ahnung hatten. Vielleicht werden Sie es erst einmal nicht glauben wollen. Viele Menschen fühlen sich erst einmal verletzt oder in ihrer eigenen Sexualität verunsichert. Ihr Selbstwert ist angegriffen, sie machen sich Vorwürfe, ob Sie etwas hätten anders machen können – was nicht der Fall ist! Möglicherweise haben Sie für eine gewisse Zeit, dass Ihnen Ihr Leben entgleitet, weil sie alles hinterfragen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch das ist völlig normal. Vielleicht sind Sie auch wütend auf Ihren Partner, weil er es nicht früher erkannt oder gesagt hat.
  • Akzeptanz der Wirklichkeit: Nach einer gewissen Zeit werden Sie lernen, anzuerkennen, wie die Tatsachen nun mal aussehen. Vielleicht werden Sie sich zum ersten Mal in Ihrem Leben mit dem Thema Homosexualität auseinandergesetzt haben und wissen nun etwas über Ihren Partner, dass sich nie wieder aus der Welt schaffen lässt. Und Sie müssen damit umgehen. Das wird Ihr Leben grundlegend verändern. Ihre Ehe wird nicht mehr dieselbe sein wie vorher. Und Sie werden wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen müssen.
  • Loslassen: Sie werden lernen, Ihre bisherigen Vorstellungen und Pläne über Ihre Ehe loszulassen.
  • Heilung: Die Zeit heilt alle Wunden – das gilt auch im Prozess des Loslassens von einem schwulen oder lesbischen Partner.
  • Neugestaltung Ihres Lebens: Mit der Zeit werden Sie diese schwierige Zeit überwinden und sich ein neues Leben aufbauen. Wie auch immer dies aussehen mag. Sicher ist: Sie haben die Chance, sich selbst noch einmal besser kennenzulernen und gestärkt aus diesem Prozess hervorzugehen. Vielleicht nehmen Sie die Ehrlichkeit Ihres Partners zum Anlass und realisieren selbst Träume, die Sie sich vorher nicht getraut haben, zu leben.

Nehmen Sie sich die Zeit für diesen Prozess – er kann sogar einige Jahre dauern. Informieren Sie sich über alles, was für Sie zu wissen wichtig ist. Versuchen Sie auch, wenn möglich, sich in die Situation des anderen hineinzuversetzen und sich möglicherweise gemeinsam über Ihre Prozesse auszutauschen. Denn es ist für Sie beide eine harte Zeit. Suchen Sie sich aber auch Unterstützung von anderen. Behalten Sie es keinesfalls für sich. Wichtig ist auch: Quälen Sie sich nicht mit Selbstvorwürfen – Sie hätten nichts anders machen können. Das Schwul- oder Lesbischsein sucht sich kein Mensch aus. Und es ist allein ein Prozess Ihres Partners, den Sie nicht hätten beeinflussen können.

Bleiben oder Trennen? Die Entscheidung

Wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, wird sich für Sie als Ehepaar die Frage stellen: Sollen wir uns trennen oder zusammenbleiben?

Für manche mag ganz klar nur die Trennung in Frage kommen. Schließlich möchten Sie beide authentisch leben und mit einem Partner glücklich werden, der wirklich zu Ihnen passt. Etwa ein Drittel der Paare lassen sich in einer solchen Situation sofort scheiden. Ein weiteres Drittel tut dies zumindest nach einiger Zeit.

Doch tatsächlich entscheiden sich manche Ehepaare dafür, die Beziehung unter anderen Voraussetzungen weiterzuführen. Dafür gibt es sogar einen Namen: „gemischtorientierte Ehe“. Es bedeutet, dass ein Partner heterosexuell, der andere homo- oder bisexuell ist.

Doch eines vorab: So etwas kann dauerhaft nur funktionieren, wenn Sie beide die andere sexuelle Orientierung des einen mit einbeziehen und die Ehe unter anderen Voraussetzungen weiterführen. So weiterzumachen wie bisher und die Homosexualität zu ignorieren, ist keine langfristige Lösung. Auch sind etwa finanzielle Abhängigkeit, Angst vor der Reaktionen „der anderen“, Angst vor dem Neubeginn oder der Konflikt mit den eigenen Überzeugungen keine Gründe, die langfristig zu einem bei Sie beide harmonischen Miteinander führen werden. Ihre Ehe wird vermutlich nach einiger Zeit scheitern – und bis dahin verlieren Sie wertvolle Lebenszeit, in der Sie beide nach Ihrem Glück suchen könnten.

Sie lieben oder schätzen einander so sehr, dass Sie nicht ohne einander leben möchten? Dann können Sie vielleicht doch eine gemeinsame Lösung für die unterschiedliche sexuelle Orientierung finden:

  • Sie können die Beziehung öffnen, sodass Sie beide auch mit anderen Partnern schlafen oder gar eine polyamore Beziehung mit mehreren Personen führen.
  • Vielleicht ist Ihr Partner auch „nur“ bisexuell und daher nicht unzufrieden in der monogamen Beziehung mit Ihnen. Wenn es ihm oder ihr nicht fehlt, die Anziehung auch für das eigene Geschlecht auszuleben, müssen nur Sie für sich entscheiden, ob Sie damit leben können.
  • Manche Menschen entscheiden sich auch, ihre homosexuelle Neigung bewusst nicht auszuleben. Prüfen Sie aber genau, aus welchen Gründen Sie dies nicht tun. So eine Lösung wird in vielen Fällen eine Vermeidung sein, die letztlich doch zu einer Trennung führt.

In dieser Phase des Prozesses ist es wichtig, dass Sie ehrlich miteinander sprechen. Gut ist auch, wenn Sie sich Unterstützung von außen holen – etwa durch ein Gespräch mit Gleichgesinnten in einer Selbsthilfegruppe oder in einer Paar- und/oder Einzeltherapie.

Martin: „Nach meinem Outing sagte meine Frau zu mir: ‚Ich werde dir die Entscheidung nicht abnehmen. Das musst du selbst entscheiden, ob du deine Kinder und deine Familie verlässt.‘ Natürlich wollte ich das nicht. Ich habe es noch weitere 1,5 Jahre versucht, wurde aber immer unzufriedener. Heute weiß ich: Du kannst nicht auf 2 Hochzeiten tanzen, nicht 2 Leben leben. Beziehungsweise, vielleicht gibt es Menschen, die das können – ich kann das nicht. Die Trennung war der einzige vernünftige und wahre Schritt. Ich habe mich entschieden, auszuziehen und mich scheiden zu lassen. Der Gedanke war: Ich kann meine Familie von außen besser zufrieden begleiten als unzufrieden.

Die Scheidung selbst war dann leider sehr langwierig und kompliziert. Dabei hätte alles anders laufen können. Am Anfang wollten wir eine einvernehmliche Scheidung und sind gemeinsam zu einer Anwältin gegangen. Sie hat uns aber geraten, dass wir uns jeder einen eigenen Anwalt nehmen, damit er bzw. sie dann das jeweils Beste für uns herausholen kann. Also taten wir das. Der Anwalt meiner Geschiedenen hat dann dafür gesorgt, dass wir uns vier Jahre lang um den Zugewinnausgleich gestritten haben. Das war so einer, der sich jeden einzelnen Brief und jede Kopie von meiner Frau hat bezahlen lassen – und so an dem langen Scheidungsprozess gut mitverdient hat. Er hatte außerdem wohl die Einstellung, den Ehemann ziehen wir aus bis aufs Hemd und machen ihn fertig. Ich glaube, sie hat dem einfach zugestimmt und sich da beeinflussen lassen. Mit einer einvernehmlichen Scheidung wäre das sicherlich anders gelaufen. Ich kenne inzwischen viele, bei denen das deshalb viel besser gelaufen ist. Aber hinterher ist man ja immer klüger.

Doch auch, wenn die Zeit schwierig war und in unserer Beziehung zueinander einiges kaputt gemacht hat, so kommen wir inzwischen vernünftig miteinander aus und haben seit den letzten Jahre wieder einen besseren Kontakt. Erst schrieb sie an Weihnachten, dann sahen wir uns bei der Kommunion unserer Enkelin. Und jetzt meldet sich ab und zu mal auch einfach so.“

Ein Mediator kann helfen, die Frage

Schaubild:
Ein Mediator kann helfen, die Frage "Bleiben oder trennen?" zu beantworten.

Wie sagen wir es den Kindern?

Sie haben gemeinsame Kinder? Das ist natürlich eine besondere Herausforderung, denn schließlich wollen Sie für Ihre Kinder nur das Beste. Und gleichzeitig haben Sie ein Recht, die Wahrheit zu erfahren. Nur so haben Sie die Chance, diese auch zu verarbeiten.

Das Wichtigste vorab: Ihre Kinder haben ein Recht auf die Wahrheit. Die meisten Kinder gehen sogar sehr viel besser mit einer solchen Nachricht um, als Sie erwarten würden! Wichtig ist vor allem die richtige Kommunikation. Akzeptieren Sie jedoch, wenn Ihre Kinder – zumindest am Anfang – noch mit Ablehnung reagieren. Gerade Jugendliche befinden sich selbst in einem Prozess der Selbstfindung und könnten erst einmal Schwierigkeiten mit der Neuigkeit haben. Es ist schließlich auch für sie eine einschneidende Veränderung im Leben – insbesondere wenn die Eltern sich zugleich auch trennen. Unterstützen Sie sie bei dem Prozess, so gut Sie können. Und bleiben Sie geduldig und zuversichtlich: Denn junge Menschen können sich in der Regel noch sehr viel besser an veränderte Lebensumstände anpassen als ältere. Und letztlich ist es auch für sie das Beste, wenn sie mit glücklichen und authentisch lebenden Eltern aufwachsen, die Ihnen ein gutes Vorbild sind.

Wie kann nun aber das entscheidende Gespräch selbst gelingen? Das nordamerikanische Netzwerk COLAGE für Kinder homo- und bisexueller sowie transgeschechtlicher Eltern hat Tipps herausgegeben, die Eltern beim Coming-out gegenüber ihren Kindern helfen sollen. Wir haben sie für Sie zusammengefasst:

1. Informieren Sie Ihre Kinder frühzeitig. Ihre Kinder dürfen nicht das Gefühl haben, belogen oder hinters Licht geführt zu werden. Die Wahrheit zu erfahren, ist für Kinder meist eine Erleichterung – egal, in welchem Alter.

2. Sprechen Sie mit ihnen an einem privaten Ort, bei dem keine anderen Menschen anwesend sind.

3. Sorgen Sie dafür, dass sowohl Sie selbst als auch Ihre Kinder ausreichend Zeit für das Gespräch und Nachfragen haben.

4. Wenn Sie unsicher sind – proben Sie das Gespräch mit einem Freund / einer Freundin.

5. Geben Sie Ihren Kindern den Raum, so zu reagieren, wie sie nun mal reagieren. Stellen Sie keine Erwartungen an Sie. Vielleicht werden sie Zeit für sich brauchen, vielleicht auch viele Nachfragen haben. Respektieren Sie diese Bedürfnisse.

6. Hören Sie Ihrem Kind zu, wenn es Fragen hat. Wenn es das möchte, geben Sie ihm Informationen darüber, was es bedeutet, schwul oder lesbisch zu sein.

7. Sprechen Sie mit Ihren Kindern in einer Weise, die dem Alter der Kinder angemessen ist. Wenn es noch nicht bereit für eine Aufklärung zum Thema Sex ist, bleiben Sie bei der Liebe, die Menschen füreinander empfinden. Erklären Sie den Unterschied der Gefühle zwischen Liebe und Freundschaft.

8. Stellen Sie klar, dass dies ein Thema ist, das sich nicht mehr ändern wird. Ein Elternteil wird von nun an „anders“ sein, als bisher wahrgenommen. Aber es ist immer noch derselbe Mensch. Wenn es die Neuigkeit nicht akzeptieren will. Bleiben Sie auf eine behutsame Weise hartnäckig und sprechen das Thema immer wieder mal an.

9. Lassen Sie Ihr Kind wissen und spüren: „Ich liebe dich, was auch immer sich nun verändern mag!“

10. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, Vorurteile über Schwule und Lesben zu überwinden. Stellen Sie Vergleiche her zwischen dem Leben eines Homosexuellen, den Sie kennen, und sich selbst. Kennen Sie niemanden, kann ein Beispiel aus der Promi-Welt helfen. So lernen Sie, dass Schwule und Lesben überhaupt nicht so „anders“ sind oder sich auf eine spezielle Art und Weise verhalten. Sie sind einfach Menschen.

11. Vielleicht trauen Sie sich Ihre Kinder nicht, Ihnen gegenüber offen zu sein, aus Angst, Ihre Gefühle zu verletzen. Geben Sie Ihnen die Möglichkeit, mit anderen Erwachsenen zu sprechen – vielleicht mit Freunden oder Verwandten.

12. Unterstützen Sie Ihre Kinder bei Ihrer Suche nach ihrer eigenen sexuellen Orientierung. Egal, ob sie nun hetero, schwul, lesbisch oder bi sein werden.

13. Auch, wenn es schwer fällt: Zwingen Sie ihr Kind nicht sofort, allen von der Neuigkeit zu erzählen. Respektieren Sie, dass Ihr Kind Zeit braucht, damit „nach draußen“ zu gehen.

14. Helfen Sie Ihren Kindern, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und stellen Sie den Kontakt zu anderen Kindern lesbischer Mütter und schwuler Väter her.

Martin: „Meine Kinder waren damals 12, 8 und 4 Jahre alt. Zunächst wollte meine Geschiedene – ich finde das übrigens einen schöneren Begriff als Ex-Frau – nicht, dass wir es ihnen sagen. Sie meinte, ich solle es den Kindern nicht sagen, weil die es in der Schule erzählen, dann würden die im Dorf mit dem Finger auf sie zeigen. Doch irgendwann war der Tag gekommen, an dem ich auszog. Und mein Ältester fragte, ob das seinetwegen sei. Dann sagte ich ihm: ‚Nein, das ist, weil ich schwul bin.‘ Mein Sohn lief sofort zu seiner Mutter und fragte, ob das stimmt. Sie war zwar nicht sonderlich erbaut, aber sagte ‚Wenn er das sagt, dann wird das so sein.‘“ Später haben meine Kinder dann auch meinen ersten Freund kennengelernt und sind damit echt gut umgegangen. Wir haben auch heute noch einen guten Kontakt. Aber ich kenne auch Väter, bei denen das anders ist, bei denen die Mütter die Kinder stark beeinflusst haben und versuchen, den Kontakt zum schwulen Vater zu vermeiden. Da hatte ich echt Glück.“

Wo finde ich Unterstützung?

Der späte Coming-Out-Prozess und eine mögliche Trennung und Scheidung können für Sie beide eine besondere Herausforderung sein. Alte Gewissheiten gehen verloren und Sie müssen sich beide erst einmal in Ihrem neuen Leben finden. Daher ist es wichtig, dass Sie wissen, wo Sie Unterstützung finden können. Folgende Anlaufstellen kommen für Sie beide in Betracht:

  • Suchen Sie sich jemanden zum Reden – einen Freund, eine Freundin, ein Familienmitglied.
  • Sollten Sie sich erst einmal gemeinsam darüber klarwerden wollen, ob Sie sich trennen oder bleiben wollen, so kann eine Paartherapie helfen. Eine solche kann aber auch sinnvoll sein, um einen komplizierten Trennungsprozess zu begleiten – etwa, wenn Sie gemeinsame Kinder haben.
  • Brauchen Sie außerdem Raum für sich, kann eine (zusätzliche) Einzeltherapie unterstützend sein.
  • Sind Sie sich hingegen bereits sicher, die Trennung und Scheidung zu wollen, so kann eine Mediation helfen, diesen Prozess zu friedlich und einvernehmlich zu durchlaufen wie möglich.

Speziell für Betroffene:

Suchen Sie speziell Unterstützung, um Ihr neues Leben als stolzer schwuler Mann oder stolze lesbische Frau zu leben, gibt es natürlich auch viele spezielle Angebote – sowohl online als auch offline:

  • Es gibt insbesondere Onlineangebote und Netzwerke, die sich speziell an lesbische Mütter und schwule Väter mit Kindern aus heterosexuellen Bezügen richten.
  • Vielleicht finden Sie darüber sogar einen Stammtisch oder eine (Selbsthilfe-)gruppe zum Austausch mit Gleichgesinnten. Besonders hervorzuheben sind die Gruppen der „Schwulen Väter“ und Ilse, eine „Initiative lesbischer und schwuler Eltern“ unter dem Dach des LSVD – eine Initiative sowohl für Eltern als auch für Kinder.
  • Martin: „Ich habe in erster Linie Unterstützung bei den schwulen Vätern Köln gefunden. Einige meiner engsten Freunde habe ich in dieser Gruppe kennengelernt. Sie waren ja in derselben Situation, wir haben uns gegenseitig geholfen. Außerdem war ich damals auch in einer Therapie.“

    Speziell für die Ehepartner:

    • Sie suchen einfach nur Informationen zum Thema Homosexualität? Eine erste Anlaufstelle ist natürlich immer das Internet. In Foren finden Sie Rat und Austausch mit anderen. Auch Lesben- und Schwulenverbänden bieten hier viele Informationen. Schließlich gibt es auch viele Bücher und Broschüren.
    • Sie haben als Frau erfahren, dass Ihr Ehemann schwul ist? Dann können Sie sich auch an die Fraueninitiative „tangiert“ wenden.

Ausblick

Jede Trennung ist eine einschneidende Veränderung im Leben. Doch wenn der Grund dafür ein Outing ist, ändert sich für Sie noch viel mehr! Es bedeutet das Ende Ihres vertrauten Lebens – und der hoffentlich aufregende und erfüllende Neuanfang als die Person, die Sie wirklich sind! Lassen Sie sich nicht entmutigen, sollten negative Reaktionen aus Ihrem Umfeld kommen. Geben Sie den Menschen Zeit, diese neue Seite von Ihnen kennenzulernen und zu akzeptieren. Und selbst, wenn Menschen aus Ihrem Leben gehen sollten – es werden neue in Ihr Leben treten, mit denen Sie viel mehr Gemeinsamkeiten teilen als mit denen, die gegangen sind.

Martin: „Ich bin wunderbar angekommen in meinem Leben und glücklich mit meinem Freund. Bald ziehen wir sogar gemeinsam nach Bayern – wieder aufs Dorf. Aber jetzt wird mir das nicht mehr viel ausmachen, auf dem Land zu leben. Ich bin jetzt viel gefestigter im Leben. Und es nicht das Dorf, in dem ich groß geworden bin. Aber ich glaube, heute, nachdem ich schon über 23 Jahre geoutet bin, könnte ich sogar zurück in meinen Heimatort. Da ist Gras drüber gewachsen. Mir geht’s mit dem Schwulsein inzwischen super - viel besser als vorher.“

Autor:  iurFRIEND®-Redaktion

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