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Wann erhält ein geschiedener Ehegatte Unterhalt?

In der Praxis wird um den nachehelichen Ehegattenunterhalt am härtesten gekämpft. Zum einen besteht die Gefahr, dass dem unterhaltsberechtigten Ehegatten nach der Scheidung der soziale Abstieg droht. Zum anderen werden bei geringen Einkommen die Vermögen so aufgeteilt, dass unter Umständen beide geschiedene Ehegatten am Rande des Existenzminimums leben.

Nach der Scheidung sind die Ehegatten wieder grundsätzlich für sich selbst verantwortlich, d.h. jeder Ehegatte muss also wieder für sich selbst sorgen.

Voraussetzungen für den nachehelichen Unterhalt

Der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt entsteht mit Rechtskraft der Scheidung, also dann, wenn das Scheidungsurteil wirksam wird. Ein Unterhaltsanspruch besteht nur dann, wenn im Zeitpunkt der Scheidung ein besonderer Grund besteht, weswegen der Ehegatte selbst nicht arbeiten kann.

Expertentipp:

Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen hat der Gesetzgeber einen Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten vorgesehen.

Sofern Sie bisher nicht berufstätig gewesen sind, weil Sie den Haushalt geführt haben etc., ist Ihnen dringend anzuraten, sich nach der Trennung eine eigene Arbeitsstelle zu suchen.

Nur in den sieben folgenden Ausnahmefällen ist ein Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehepartners vorgesehen:

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