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Was ist die Düsselorfer Tabelle? Was ist die Berliner Tabelle?

Herausgeber der Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Richtlinie, die alle zwei Jahre vom Oberlandesgericht Düsseldorf herausgegeben wird. Obwohl die Tabelle kein Gesetz ist, wird sie mittlerweile in ganz Deutschland von jedem Gericht beachtet. Allerdings brauchen sich die gerichte nicht auf den Cent genau an die Düsseldorfer Tabelle zu halten.

Die Berliner Tabelle

Vor der Unterrechtsreform im Jahre 2008 gab es zu der Düsseldorfer Tabelle noch die Berliner Tabelle, welche für die neuen Bundesländer" (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg sowie östlicher Teil von Berlin) galt und bis auf wenige Kleinigkeiten in den Gehaltsstufen der Düsseldorfer Tabelle entsprach. Heute wird nur noch die Düsseldorfer Tabelle einheitlich in allen Bundesländern Deutschlands als Richtlinie zur Unterhaltsberechnung herangezogen.

Anhand der Düsselorfer Tabelle wird festgehalten, wie viel an Kindesunterhalt sowie Ehegattenunterhalt vom zahlungspflichtigen Elternteil bzw. Ehegatten zu zahlen ist.

Gruppierung anhand des Alters

Die Beträge der Düsseldorfer Tabelle hängen dabei einmal vom Alter des Kindes ab. Hierfür sind 4 Altersstufen vorgesehen. Andererseits hängen die Beträge vom Nettoeinkommen des zahlungspflichtigen Elternteils ab, welches ihm nach Abzug seiner Verbindlichkeiten übrig bleibt. Dabei sind jedoch nicht alle Verbindlichkeiten bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen.

Die Unterhaltsbeträge der Düsseldorfer Tabelle gehen davon aus, dass der Zahlungspflichtige Unterhalt für eine Ehefrau und zwei Kinder zahlen muss. Bei einer kleineren Anzahl Unterhaltspflichtiger, also weniger als 3, ist eine Heraufstufung in der Düsseldorfer Tabelle vorzunehmen. Im Ergebnis ist mehr Unterhalt an das Kind zu zahlen. Bei einer größeren Anzahl Unterhaltspflichtiger, also mehr als 3, ist eine Heraufstufung in der Düsseldorfer Tabelle vorgesehen. Dieses hat zur Folge, dass bei einer Herabstufung vom zahlungspflichtigen Elternteil weniger Unterhalt an das Kind zu zahlen ist.

Expertentipp:

Die Kosten der Krankenversicherung sind den Tabellensätzen nicht enthalten. Die Kosten der Krankenversicherung sowie Pflegeversicherung sind von den Eltern zusätzlich zu zahlen.

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